Wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland 2026
Wiesbaden () – Die Erzeugerpreise für Dienstleistungen in Deutschland sind im 1. Quartal 2026 um 2,4 Prozent höher gewesen als im 1. Quartal 2025.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, stiegen die Preise gegenüber dem 4. Quartal 2025 um 1,2 Prozent. In vielen Dienstleistungsbereichen erfolgten zu Jahresbeginn 2026 Anpassungen an gestiegene Kosten, zum Beispiel für Energie, Personal oder Material.
Die gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs und der Blockade der Straße von Hormus haben im 1. Quartal 2026 noch nicht sichtbar auf die Preise im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei durchgeschlagen, da die ersten beiden Monate des Quartals noch nicht von diesem Konflikt betroffen waren. Im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei stiegen die Preise mit +0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal insgesamt nur leicht. Im Bereich Lagerung und lagereiverwandte Dienstleistungen stiegen die Preise mit +3,2 Prozent vergleichsweise stark, was von den Unternehmen unter anderem mit höheren Energie- und Personalkosten begründet wird. Aus den genannten Gründen stiegen auch im Straßengüterkraftverkehr die Preise mit +2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal vergleichsweise stark, gegenüber dem 4- Quartal 2025 jedoch nur um 1,5 Prozent. Demgegenüber sanken die Preise für die Güterbeförderung in der See- und Küstenschifffahrt im 1. Quartal 2026 um 9,1 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2025, da es im Seefrachtbereich aufgrund schwacher Nachfrage noch immer Überkapazitäten gab. Dies führte auch zu einem Preisrückgang bei den Seespeditionen (-12,1 Prozent zum Vorjahresquartal), wodurch bei den Speditionsleistungen insgesamt ein Preisrückgang von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu verzeichnen war.
Im Wirtschaftsabschnitt Information und Kommunikation stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,8 Prozent. Die Preise für leitungsgebundene Telekommunikation lagen um 1,6 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums, für drahtlose Telekommunikation gab es mit +1,0 Prozent einen etwas leichteren Anstieg. Die Preise für Software und Softwarelizenzen stiegen um 1,3 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2025, die Preise für IT-Beratung und Support um 0,9 Prozent.
Im Wirtschaftsabschnitt Grundstücks- und Wohnungswesen stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahresquartal mit +2,5 Prozent verhältnismäßig stark. Dabei erhöhten sich die Mieten für Wohn- und Gewerbeimmobilien um 1,8 Prozent. Stärker war mit +4,3 Prozent der Anstieg der Preise für die Vermittlung und Verwaltung von Immobilien, nachdem die Preise für Wohnimmobilien seit der Jahresmitte 2024 wieder angezogen hatten. Als Gründe wurden von den Unternehmen beispielsweise die allgemein gestiegenen Kosten beziehungsweise gestiegener Verwaltungsaufwand genannt, aber auch vertraglich vereinbarte Erhöhungen unter anderem durch Kopplung der Vergütung an die Entwicklung einzelner Preisindizes.
Im Wirtschaftsabschnitt freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen stiegen die Preise gegenüber dem 1. Quartal 2025 um 2,6 Prozent. Den stärksten Anstieg gab es für Dienstleistungen des Rechnungswesens (+6,2 Prozent) und bei Rechtsberatungsleistungen (+4,2 Prozent). Eine Ursache dafür waren Mitte 2025 in Kraft getretene neue Vergütungsordnungen mit höheren Gebühren für Rechts- und Steuerberatungsberufe. Als weitere Ursachen wurden von den Unternehmen zudem allgemeine Preiserhöhungen zu Jahresbeginn als Reaktion auf gestiegene Allgemeinkosten und Löhne genannt. Die Preise für technische, physikalische und chemische Untersuchungsleistungen stiegen um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch hier gaben die Unternehmen als Gründe unter anderem Preisanpassungen zu Jahresbeginn infolge höherer Kosten für Energie, Personal und Material an.
Mit +3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gab es bei den Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen den stärksten Preisanstieg unter allen Wirtschaftsabschnitten im Dienstleistungsbereich. Die Preise für Reinigungsleistungen stiegen dabei mit +3,8 Prozent überdurchschnittlich stark. Ursächlich dafür waren unter anderem gestiegene Tariflöhne zu Jahresbeginn. Die Preise für die befristete Überlassung von Arbeitskräften stiegen um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch hier wurden gestiegene Tariflöhne und die Erhöhung sonstiger Betriebskosten seit Jahresbeginn häufig als Ursachen genannt, so Destatis.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die im Text genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Statistische Bundesamt (Destatis)
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand im 1. Quartal 2026 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfand, sind:
Wiesbaden, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Die Erzeugerpreise für Dienstleistungen in Deutschland stiegen im 1. Quartal 2026 um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, angetrieben von Anpassungen an gestiegenen Kosten in verschiedenen Sektoren, während die Preise im Verkehr und bei lagereiverwandten Dienstleistungen moderate Zuwächse verzeichneten und die Seeschifffahrt einen deutlichen Rückgang erlebte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anstieg der Erzeugerpreise für Dienstleistungen im 1. Quartal 2026
- Anpassungen an gestiegene Kosten in vielen Dienstleistungsbereichen
- Gestiegene Energiepreise aufgrund des Iran-Kriegs und Blockade der Straße von Hormus
- Höhere Kosten für Energie, Personal und Material
- Inkrafttreten neuer Vergütungsordnungen in Mitte 2025
- Allgemeine Preiserhöhungen zu Jahresbeginn
- Gestiegene Tariflöhne und Betriebskosten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Preissteigerungen in verschiedenen Dienstleistungsbereichen
- Anpassungen an gestiegene Kosten (Energie, Personal, Material)
- Anstieg der Preise im Straßengüterkraftverkehr
- Preisrückgang in der Güterbeförderung (See- und Küstenschifffahrt)
- Rückgang der Preise bei Seespeditionen
- Anstieg der Preise im Wirtschaftsabschnitt Information und Kommunikation
- Erhöhung der Mieten für Wohn- und Gewerbeimmobilien
- Anstieg der Preise für die Vermittlung und Verwaltung von Immobilien
- Preiserhöhungen für freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen
- Höhere Gebühren für Rechts- und Steuerberatungsberufe
- Höhere Tariflöhne im Bereich Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen
- Allgemeine Preiserhöhungen in Reaktion auf gestiegene Kosten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Im Artikel wird die Stellungnahme von Destatis zitiert, die die Preisanstiege in verschiedenen Dienstleistungsbereichen als Reaktion auf gestiegene Energie- und Personalkosten erklärt.
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