RIAS: Antisemitismus im Internet nimmt zu

RIAS: Antisemitismus im Internet nimmt zu

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Antisemitismus im Internet: Ein besorgniserregendes Phänomen in Deutschland

Berlin () – Antisemitismus breitet sich zunehmend im Internet aus. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf den Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS).

Der Geschäftsführer des Bundesverbands, Benjamin Steinitz, sagte der Zeitung: „Durch diese Anfeindungen und Bedrohungen werden Jüdinnen und Juden in ihrer Teilhabe auf Online-Plattformen eingeschränkt.“ Er kritisierte, bestehende Regulierungen würden zuweilen nicht durchgesetzt oder reichten nicht aus. Die Content-Moderation verlaufe oft mangelhaft, der Schutz von Betroffenen werde nicht adäquat durchgesetzt.

Steinitz forderte von der Bundesregierung, sich auf EU-Ebene für eine konsequente Durchsetzung bestehender Regulierungen wie dem Digital Services Act einzusetzen. „Wir brauchen ein koordiniertes Vorgehen von Politik und Plattformen, um digitale Räume sicherer zu gestalten“, sagte er. Ferner mahnte er, zivilgesellschaftliche Expertisen, um Antisemitismus im Netz zu erkennen und an die Plattformen zu melden, müssten gesondert finanziert werden.

Laut RIAS-Bundesverband wurden im vergangenen Jahr mehr als ein Viertel aller antisemitischen Vorfälle online registriert. 2025 waren es demnach 27 Prozent, ein Jahr zuvor noch 23 Prozent. Dabei fallen die Hemmungen im Internet offenbar eher: 43 Prozent aller Bedrohungen wurden 2025 online dokumentiert. Die Angreifer benutzen den Angaben nach verschlüsselte Botschaften – etwa Emojis oder bestimmte Symbole, die in einschlägigen Online-Communities als antisemitische Codes verstanden werden. Erfasst werden laut RIAS nur Vorfälle, bei denen Einzelpersonen oder Institutionen direkt per Mail, per Chat oder im eigenen Kommentarbereich beleidigt, bedroht oder angefeindet werden.

Der gesamte Jahresbericht „Antisemitische Vorfälle in Deutschland“ soll am Mittwoch in Berlin vorgestellt werden. Der Bundesverband RIAS ist der Dachverband der gleichnamigen, bundesweit tätigen Melde- und Dokumentationsstellen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Benjamin Steinitz (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Benjamin Steinitz

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS), Benjamin Steinitz, Bundesregierung, EU, RIAS-Bundesverband

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Antisemitismus breitet sich zunehmend im Internet aus, wodurch Jüdinnen und Juden in ihrer Teilhabe auf Online-Plattformen eingeschränkt werden, was von Benjamin Steinitz, Geschäftsführer des Bundesverbands RIAS, als unzureichend reguliert und geschützt kritisiert wird.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Zunehmender Antisemitismus im Internet
  • Berichte des Bundesverbands RIAS
  • Anfeindungen und Bedrohungen gegenüber Jüdinnen und Juden
  • Fehlende oder unzureichende Regulierung bestehender Gesetze
  • Mangelhafte Content-Moderation
  • Unzureichender Schutz von Betroffenen
  • Notwendigkeit eines koordinierten Vorgehens von Politik und Plattformen
  • Angestiegene Online-Dokumentation antisemitischer Vorfälle
  • Verwendung von verschlüsselten Botschaften und Symbolen durch Angreifer

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Antisemitismus breitet sich zunehmend im Internet aus
  • Geschäftsführer Benjamin Steinitz kritisiert unzureichende Regulierungen und mangelhafte Content-Moderation
  • Jüdinnen und Juden sind in ihrer Teilhabe auf Online-Plattformen eingeschränkt
  • Forderung nach konsequenter Durchsetzung des Digital Services Act durch die Bundesregierung
  • Bedarf an koordiniertem Vorgehen von Politik und Plattformen für sichere digitale Räume
  • Zivilgesellschaftliche Expertisen sollen gezielt finanziert werden
  • Über ein Viertel aller antisemitischen Vorfälle im Jahr 2025 online registriert
  • 43 Prozent aller Bedrohungen dokumentiert waren online
  • Angreifer nutzen verschlüsselte Botschaften und antisemitische Codes
  • Jahresbericht "Antisemitische Vorfälle in Deutschland" wird in Berlin vorgestellt

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Einschränkung der Teilhabe von Jüdinnen und Juden auf Online-Plattformen
  • Mangelhafte Durchsetzung bestehender Regulierungen
  • Unzureichender Schutz von Betroffenen
  • Notwendigkeit eines koordinierten Vorgehens von Politik und Plattformen
  • Erforderliche finanzielle Unterstützung für zivilgesellschaftliche Expertisen
  • Zunahme antisemitischer Vorfälle online
  • Steigende Hemmungen bei Äußerungen im Internet
  • Dokumentation von Bedrohungen über verschlüsselte Botschaften

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Benjamin Steinitz, dem Geschäftsführer des Bundesverbands RIAS, zitiert. Er äußert die Notwendigkeit eines koordinierten Vorgehens von Politik und Plattformen, um digitale Räume sicherer zu gestalten.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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