Wirtschaft: Infrastruktur und Investitionen in Deutschland
Düsseldorf () – Der Investitionsbeauftragte des Bundeskanzlers, Martin Blessing, fordert eine stärkere Beteiligung privater Investitionen an der Infrastrukturoffensive der Bundesregierung.
„Die Bereitschaft der öffentlichen Hand, private Geldgeber mit ins Boot zu holen, ist noch ausbaufähig. Hier würde ich mir mehr Dynamik wünschen“, sagte Blessing dem „Handelsblatt“. Es gelinge bisher nicht gut genug, staatliches Kapital mit privatem Kapital zu hebeln. Gerade bei Infrastrukturprojekten sollte die Bundesregierung öffentlich-private Partnerschaften deutlich stärker nutzen.
Blessing räumte ein, dass die Euphorie von Investoren, die kurz nach Regierungsbildung mit dem Schnüren des großen Investitionspakets eingetreten war, etwas verflogen ist. „Es ist eine gewisse Ernüchterung eingetreten, das will ich gar nicht bestreiten.“ Eine entscheidende Reform, um mehr Kapital ins Land zu holen, sei die Rentenreform, die „eine Art Lackmustest“ sei. Durch eine Stärkung der kapitalgedeckten Rente schaffe man hierzulande einen leistungsfähigen Pensions-Kapitalmarkt für das Wachstum von Unternehmen. Damit mache man am Ende den Standort für internationales Kapital anschlussfähiger und attraktiver.
Blessing forderte zudem, die Gesundheitsreform nachzujustieren, nachdem mehrere Pharmaunternehmen Investitionen als Reaktion auf die Reform zurückgezogen hatten. „Vielleicht könnte man ja Pharma-Unternehmen, die in Deutschland forschen oder produzieren etwas besser behandeln als jene, die nur hier verkaufen. Also konstruktive Gespräche führen und nicht Drohbriefe schreiben“, sagte Blessing. Wichtig sei, dass Deutschland im Pharmasektor besonders in den Bereichen Forschung und Entwicklung weiterhin in der ersten Liga spiele.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Martin Blessing (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Die vollständigen Namen der Personen, die im Artikel vorkommen, sind: Martin Blessing.
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Düsseldorf
Worum geht es in einem Satz?
Martin Blessing, der Investitionsbeauftragte des Bundeskanzlers, fordert eine stärkere private Beteiligung an der Infrastrukturoffensive der Bundesregierung und betont die Notwendigkeit, öffentliche-private Partnerschaften und eine Rentenreform zu reformieren, um mehr Kapital anzuziehen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Pharmasektor zu sichern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung nach stärkeren privaten Investitionen in die Infrastrukturoffensive
- Unzureichende Zusammenarbeit zwischen öffentlicher und privater Hand
- Abnehmende Euphorie von Investoren nach Regierungsbildung
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Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
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- Martin Blessing fordert stärkere private Investitionen in die Infrastrukturoffensive
- Öffentliche Hand soll private Geldgeber besser einbeziehen
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- Rentenreform wird als entscheidend für Kapitalzuflüsse betrachtet
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- Vorschlag für konstruktive Gespräche statt Drohungen gegenüber Pharmaunternehmen
- Deutschland soll im Pharmasektor führend bleiben, insbesondere in Forschung und Entwicklung
Welche Konsequenzen werden genannt?
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- Förderung von Unternehmen, die in Deutschland forschen und produzieren
- Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit im Pharmasektor
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Martin Blessing, dem Investitionsbeauftragten des Bundeskanzlers, zitiert. Er fordert eine stärkere Beteiligung privater Investitionen an der Infrastrukturoffensive der Bundesregierung und äußert zudem Bedenken zur aktuellen Situation der Investoren.
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