Pflegepolitik in Deutschland: Bauvorgaben und Vorsorge
Berlin () – Der Bundesverband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) unterstützt die Forderungen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nach einem Abbau baulicher Vorgaben für Pflegeheime.
„Die Baukosten tragen tatsächlich zur Preisentwicklung in der Pflege bei“, sagte VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Errichtung eines vollständig ausgestatteten Heimplatzes koste derzeit je nach Standort 150.000 Euro und mehr. Vor allem in Ballungsräumen könnten sich Einsparpotenziale ergeben, wenn von Vorgaben zu Mindestflächen, Einzelzimmern und anderen baulichen oder regulatorischen Anforderungen abgewichen werden dürfe.
Auch den Vorstoß Warkens zur Stärkung der privaten Pflegevorsorge bewertete der Verband grundsätzlich positiv. Angesichts der Finanzlage der Pflegeversicherung werde es immer wichtiger, zusätzlich privat für den Pflegefall vorzusorgen, sagte Knieling. Die von der Ministerin ins Gespräch gebrachte steuerliche Absetzbarkeit von Beiträgen zu privaten Pflegezusatzversicherungen könne hierfür einen Anreiz schaffen.
Zugleich mahnte der VDAB weitergehende Änderungen an. Menschen, die privat vorsorgten, müssten im Pflegefall auch von zusätzlichen Leistungen profitieren. Derzeit bestehe vielfach lediglich die Sicherheit, kein eigenes Vermögen einsetzen zu müssen oder auf Sozialhilfe angewiesen zu sein. „Derzeit ist dies systembedingt ausgeschlossen und auch in der Reform nicht vorgesehen“, kritisierte Knieling.
Warken hatte sich gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe dafür ausgesprochen, die baurechtlichen Vorgaben für Pflegeheime auf das notwendige Mindestmaß zu reduzieren. Aus ihrer Sicht treiben Regelungen etwa zu Zimmergrößen oder Gemeinschaftsflächen die Kosten für Pflegeplätze unnötig in die Höhe. Zudem sprach sie sich dafür aus, zusätzliche private Pflegevorsorge attraktiver zu machen. Dazu könne aus ihrer Sicht gehören, Beiträge für private Pflegezusatzversicherungen künftig steuerlich als Vorsorgeaufwendungen geltend zu machen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Pflegekräfte (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Nina Warken, Thomas Knieling
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Bundesverband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB), CDU, Funke-Mediengruppe.
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Nicht erwähnt
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Die beschriebenen Ereignisse finden in Berlin statt.
Worum geht es in einem Satz?
Der Bundesverband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe unterstützt die Forderungen von Gesundheitsministerin Nina Warken zur Reduzierung baulicher Vorgaben für Pflegeheime, um Kosten zu senken und die private Pflegevorsorge zu stärken.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Unterstützung der Forderungen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken
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- Mindestflächen- und Raumvorgaben
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- Kritische Bewertung des aktuellen Systems
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- VDAB unterstützt Bundesgesundheitsministerin Warkens Forderung nach Abbau baulicher Vorgaben für Pflegeheime
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- Aktuell keine Vorteile für privat Vorsorgende vorgesehen
- Kritik an der Reform, die dies nicht adressiert
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- Notwendigkeit zusätzlicher Leistungen für privat Vorsorgende im Pflegefall
- Kritik an der bestehenden Regelung bezüglich Vermögensschutz und Sozialhilfe
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Thomas Knieling, dem Bundesgeschäftsführer des VDAB, zitiert. Er äußert sich über die Baukosten und deren Einfluss auf die Preisentwicklung in der Pflege.
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