Topmanager fürchten Risiken durch Kriege und Handelskonflikte

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Wirtschaftliche Herausforderungen für die Industrie in Deutschland

Berlin () – Ein Großteil der Spitzenvertreter größerer Produktionsbetriebe sieht angesichts aktueller Kriege und Handelskonflikte erhebliche Risiken für die deutsche Industrie. Das ergab eine Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach unter Topentscheidern aus 154 Unternehmen des produzierenden Gewerbes in Deutschland, die mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen oder mindestens 100 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften, über die der „Spiegel“ berichtet. Auftraggeber war der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

Mehr als die Hälfte der Topentscheider sieht demnach große oder sehr große Risiken für das eigene Unternehmen durch mögliche Störungen von Transportwegen sowie durch Lieferengpässe bei Rohstoffen oder Zwischengütern. Gleichzeitig schätzen mehr als 80 Prozent die Widerstandsfähigkeit („Resilienz“) des eigenen Unternehmens als eher hoch oder sehr hoch ein. Ein Widerspruch? Nein, erklärte der Lobbyverband. „Die meisten Unternehmen haben große Anstrengungen unternommen, sich bei Lieferketten und Absatzmärkten breiter aufzustellen“, sagte BDI-Präsident Peter Leibinger. Sie hätten dadurch ihre Verwundbarkeit reduziert, soweit es ihnen möglich gewesen sei. Auf geopolitische Bedrohungen wie die iranische Blockade der Meerenge von Hormus hätten einzelne Unternehmen jedoch keinen Einfluss – und fühlten sich deshalb weiterhin verwundbar.

Die Politik sei gefordert, Lagebilder zu erstellen, diese mit den Unternehmen zu teilen sowie Krisenstäbe und Prozesse zu koordinieren, sagte Leibinger. Das betreffe insbesondere das Kanzleramt und das Wirtschaftsministerium. „Die Unternehmen vermissen eine Gesamtstrategie für eine stärkere wirtschaftliche Resilienz des Standorts.“ Vorbild sei Japan, das seine Abhängigkeit von China bei bestimmten Rohstoffen und Vorprodukten seit Jahren systematisch reduziere. In Deutschland hingegen, kritisierte die Mehrheit der Befragten, mangle es an Frühwarnsystemen oder Kriseninformationen für die Firmen.

In anderen Bereichen dagegen lobten Industrievertreter den Staat: Beim Abschluss internationaler Partnerschaften oder Freihandelsabkommen leiste er gute Arbeit. Auch die Kooperation mit staatlichen Stellen funktioniere in aller Regel gut bis sehr gut, nur 14 Prozent bewerteten sie als weniger gut. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen profitiert zudem von Fördergeldern aus nationalen oder europäischen Programmen, die dazu beitragen, ihre wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Industrieanlagen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Peter Leibinger

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Institut für Demoskopie Allensbach, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Kanzleramt, Wirtschaftsministerium, Japan

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Ereignisse finden in Deutschland statt, insbesondere in Berlin, wo die Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach und die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwähnt werden.

Worum geht es in einem Satz?

Eine Befragung unter Führungskräften deutscher Produktionsunternehmen zeigt, dass trotz großer Anstrengungen zur Risikominderung bei Lieferketten und einer hohen Selbstbewertung der Unternehmensresilienz, die Mehrheit weiterhin erhebliche Risiken durch geopolitische Konflikte und Lieferengpässe sieht, während sie gleichzeitig eine bessere staatliche Krisenstrategie und frühzeitige Informationen fordern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach
  • Topentscheider aus 154 Unternehmen des produzierenden Gewerbes
  • BDI als Auftraggeber
  • Aktuelle Kriege und Handelskonflikte
  • Risiken durch Störungen von Transportwegen
  • Lieferengpässe bei Rohstoffen oder Zwischengütern
  • Hohe Einschätzung der eigenen Resilienz der Unternehmen
  • Geopolitische Bedrohungen, z.B. iranische Blockade der Meerenge von Hormus
  • Fehlende Gesamtstrategie der Politik
  • Mangel an Frühwarnsystemen oder Kriseninformationen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Unternehmen sehen erhebliche Risiken durch Kriege und Handelskonflikte
  • Über die Hälfte der Befragten fürchtet Störungen bei Transportwegen und Lieferengpässen
  • Mehr als 80 Prozent schätzen eigene Widerstandsfähigkeit als hoch ein
  • BDI-Präsident fordert Politik zu Lagebild-Erstellung und Krisenkoordination auf
  • Kritik an fehlender Gesamtstrategie für wirtschaftliche Resilienz in Deutschland
  • Japan als Vorbild für Reduzierung von Rohstoffabhängigkeiten
  • Lob für staatliche Unterstützung bei internationalen Partnerschaften
  • Kooperation mit staatlichen Stellen wird überwiegend positiv bewertet
  • Rund ein Drittel der Unternehmen profitiert von Fördergeldern zur Stärkung der Resilienz

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Risiken für die deutsche Industrie
  • Große oder sehr große Risiken durch Störungen von Transportwegen
  • Lieferengpässe bei Rohstoffen oder Zwischengütern
  • Hohe Einschätzung der eigenen Unternehmensresilienz
  • Unternehmen fühlen sich weiterhin verwundbar
  • Politik muss Lagebilder erstellen und Krisenstäbe koordinieren
  • Fehlen einer Gesamtstrategie für wirtschaftliche Resilienz
  • Mangel an Frühwarnsystemen oder Kriseninformationen
  • Positive Bewertung internationaler Partnerschaften und Freihandelsabkommen
  • Gute Kooperation mit staatlichen Stellen
  • Nutzung von Fördergeldern zur Erhöhung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. BDI-Präsident Peter Leibinger erklärt, dass Unternehmen große Anstrengungen unternommen haben, um ihre Verwundbarkeit zu reduzieren, und fordert eine Gesamtstrategie der Politik zur wirtschaftlichen Resilienz des Standorts.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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