Wirtschaft in Deutschland: Insolvenzbewegungen im Mai
Halle (Saale) () – Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland ist im Mai deutlich gesunken. Sie lag im Mai bei 1.518, teilte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Dienstag mit. Das entspricht einem Rückgang von 15 Prozent im Vergleich zum April.
Allerdings lag die Zahl der Insolvenzen um drei Prozent höher als im Mai 2025 und um 57 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Eine mögliche Erklärung für den Rückgang könnte die geringe Zahl an Arbeitstagen im Mai sein. Demnach ist die Zahl der Insolvenzen pro Arbeitstag – nach dem Vormonat – die zweithöchste jemals im IWH-Insolvenztrend gemessene.
Besonders betroffen war die Branche Verkehr und Lagerei, die die höchste jemals im Insolvenztrend erfasste Zahl an Insolvenzen verzeichnete. Dies könnte auf gestiegene Kraftstoffpreise zurückzuführen sein, die die Kosten für die Unternehmen stark erhöht haben. Im Mai waren in den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen mehr als 11.000 Arbeitsplätze betroffen. Damit liegt die Zahl der betroffenen Beschäftigten deutlich unter der im April (‒43 Prozent) und dem Vorjahresmonat (‒22 Prozent), allerdings 73 Prozent über dem Mai-Durchschnitt der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019.
Das IWH erhebt Frühindikatoren, die dem Insolvenzgeschehen in der Regel zwei bis drei Monate vorauslaufen. Aufgrund hoher Werte der Insolvenzfrühindikatoren in den Vormonaten erwartet Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung, dass die Insolvenzzahlen im Juni auf ähnlich hohem Niveau verharren werden.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | IWH – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Steffen Müller
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand im Mai 2025 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Halle (Saale)
Worum geht es in einem Satz?
Im Mai 2023 sank die Zahl der Insolvenzen in Deutschland auf 1.518, was einem Rückgang von 15 Prozent im Vergleich zum Vormonat entspricht, jedoch liegt die Zahl immer noch höher als in den Vorjahren und wird durch hohe Insolvenzfrühindikatoren in den kommenden Monaten voraussichtlich stabil bleiben.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Rückgang der Insolvenzen im Mai auf 1.518 Fälle
- 15-prozentiger Rückgang im Vergleich zum April
- Drei Prozent höhere Zahl als im Mai 2025
- 57 Prozent über dem Durchschnitt von 2016 bis 2019
- Geringe Zahl an Arbeitstagen im Mai
- Zweithöchste Zahl an Insolvenzen pro Arbeitstag
- Höchste Zahl an Insolvenzen in der Branche Verkehr und Lagerei
- Gestiegene Kraftstoffpreise erhöhen Unternehmenskosten
- Über 11.000 Arbeitsplätze in den größten insolventen Unternehmen betroffen
- Insolvenzfrühindikatoren in den Vormonaten hoch
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rückgang der Insolvenzen im Mai um 15 Prozent im Vergleich zum April
- Zahl der Insolvenzen liegt um drei Prozent höher als im Mai 2025
- 57 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019
- Zweithöchste Zahl der Insolvenzen pro Arbeitstag im IWH-Insolvenztrend
- Höchste Zahl an Insolvenzen in der Branche Verkehr und Lagerei
- Steigende Kraftstoffpreise erhöhen Unternehmenskosten
- Mehr als 11.000 Arbeitsplätze in den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen betroffen
- Zahl der betroffenen Beschäftigten deutlich unter im April (‒43 Prozent) und im Vorjahr (‒22 Prozent)
- 73 Prozent über dem Mai-Durchschnitt der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019
- Hohe Werte der Insolvenzfrühindikatoren in den Vormonaten
- Erwartung, dass Insolvenzzahlen im Juni hoch bleiben
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung, äußert sich dazu, dass aufgrund hoher Werte der Insolvenzfrühindikatoren in den Vormonaten im Juni mit ähnlich hohen Insolvenzzahlen zu rechnen ist.
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