Wirtschaftliche Unsicherheiten beim Panzerbauer KNDS
Berlin () – Der schon sicher geglaubte Staatseinstieg beim Panzerbauer KNDS könnte noch einmal ins Wanken geraten. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Industrie- und Regierungskreise.
„Es gibt tatsächlich die reale Gefahr, dass die Familien doch nicht an den Staat verkaufen wollen“, sagte ein Regierungsvertreter. Der Grund: Der Erlös bei dem für Juli angestrebten Börsengang könnte um Milliarden geringer ausfallen als erhofft. Dies könnte dazu führen, dass die beiden Eigentümerfamilien von KNDS ihre Anteile vorerst nicht an den Bund verkaufen wollen.
Anfang des Jahres hatten die für den Börsengang mandatierten Banken mit einer Bewertung von KNDS in Höhe von 20 bis 25 Milliarden Euro gewunken. Derzeit soll die Bewertung des Unternehmens nur noch bei knapp unter 15 Milliarden Euro liegen, heißt es in Regierungs- und Branchenkreisen. Als Grund dafür wird das schwierige Marktumfeld genannt. Rüstungsaktien sind seit dem Jahresanfang deutlich im Wert gesunken. Zudem sollen sich das Management und die Eigentümerfamilien an den Vetorechten stören, die die Bundesregierung einfordere, heißt es in Branchenkreisen.
Die Bundesregierung will 40 Prozent der Anteile an KNDS übernehmen und sich damit den gleichen Einfluss bei dem Panzerbauer sichern wie der französische Staat. Dem Unternehmen wären 30 Prozent lieber gewesen. In Industriekreisen wird auch das als Grund für die geringere Bewertung genannt. Der Börsengang der verbliebenen 20 Prozent plus der weitgehenden Vetorechte wäre Investoren „nur mit Abschlag zu verkaufen“, klagt ein hoher Rüstungsmanager außerhalb des Unternehmens. Diese Sichtweise wird in der Bundesregierung allerdings zurückgewiesen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Verteidigungsministerium (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor. Es werden lediglich allgemeine Bezeichnungen wie "Regierungsvertreter" und "hoher Rüstungsmanager" verwendet.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
KNDS, Bundesregierung, Handelsblatt
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Der angestrebte Staatseinstieg beim Panzerbauer KNDS könnte wegen eines deutlich gesunkenen Unternehmenswerts und interner Bedenken der Eigentümerfamilien an den Übernahmebedingungen erneut gefährdet sein.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Unsichere Marktbedingungen
- Rückgang der Bewertung von KNDS
- Eigentümerfamilien überlegen Verkauf an Staat
- Einfluss der Bundesregierung auf die Unternehmenskontrolle
- Unzufriedenheit mit geforderten Vetorechten
- Anzeichen für geringere Erlöse beim Börsengang
- Historisch gestiegene Rüstungsaktien verloren an Wert
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Politik, Öffentlichkeit oder Medien wurden im Artikel nicht beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Staatseinstieg beim Panzerbauer könnte ins Wanken geraten
- Reale Gefahr, dass Eigentümerfamilien Anteile nicht verkaufen
- Erlös könnte um Milliarden geringer ausfallen
- Eigentümerfamilien könnten ihre Anteile vorerst behalten
- Unternehmensbewertung gesunken
- Schwieriges Marktumfeld als Grund für geringere Bewertung
- Rüstungsaktien im Wert gesunken
- Management und Eigentümerfamilien stören sich an Vetorechten der Bundesregierung
- Regierungsanspruch auf 40 Prozent der Anteile
- Geringe Bewertung könnte sich negativ auf Investorenvertrauen auswirken
- Börsengang möglicherweise nur mit Abschlägen umsetzbar
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Ein Regierungsvertreter äußert, dass "es tatsächlich die reale Gefahr gibt, dass die Familien doch nicht an den Staat verkaufen wollen."
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