E-Mobilität und Ladeinfrastruktur in Deutschland
Berlin () – Die Versorgung mit öffentlich zugänglichen Ladesäulen für Elektroautos ist in Deutschland noch deutlich unterentwickelt. Das ergibt sich aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion, meldet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Nach dem aktuellen Datenstand (25. Mai 2026) gibt es in 4.548 Gemeinden (42 Prozent) der 10.775 Gemeinden in Deutschland keine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur, heißt es darin.
Allerdings sei eine solche Infrastruktur insbesondere wichtig für Kommunen, die die Merkmale einer Stadtregion trügen. Hier überwiegen Mehrparteienhäuser ohne eigene Stellplätze.
Betrachtet man alle Kommunen in Deutschland mit einer Einwohnerzahl von über 5.000, sind davon 99 Prozent mit mindestens einem öffentlich zugänglichen Ladepunkt ausgestattet.
Der Antwort zufolge ist die Ausstattung in den 16 Bundesländern sehr unterschiedlich. In Bremen, Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland sind demnach 100 Prozent der Kommunen mit öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur ausgestattet.
Thüringen (35 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (32 Prozent), Rheinland-Pfalz (28 Prozent) und Schleswig-Holstein (41 Prozent) liegen hingegen deutlich zurück.
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch kritisierte den Rückstand. Während die Anschaffung von Elektroautos mit Unsummen subventioniert werde, hinke die öffentliche Ladeinfrastruktur kilometerweit hinterher, sagte er dem RND. Statt E-Porsches zu subventionieren, solle der Fokus staatlicher Investitionen auf der Infrastruktur liegen.
Nur so könne der Umstieg auf E-Mobilität für alle Bürger auch ohne private Lademöglichkeit gelingen. Bartsch sieht vor allem in den ostdeutschen Ländern Defizite.
Jede zweite Kommune im Osten verfüge über keine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur – in den westdeutschen Kommunen sei es jede vierte, sagte er. In Mecklenburg-Vorpommern seien sogar zwei Drittel der Kommunen betroffen.
Der Osten dürfe nicht länger hinterherhinken, mahnte der Linken-Politiker.
Die Bundesregierung hatte kürzlich beschlossen, private Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro beim Kauf von E-Autos mit einer Prämie zwischen 1.500 und 6.000 Euro zu unterstützen. Das gilt rückwirkend zum 1. Januar.
Auch wegen der infolge des Iran-Krieges steigenden Ölpreise steigt die Nachfrage. Allerdings gilt die vielerorts noch fehlende Ladeinfrastruktur als Achillesferse beim Umstieg von Fahrzeugen mit Verbrenner-Motor.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Elektroauto an einer Ladestation (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Dietmar Bartsch
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Bundesregierung, Linksfraktion, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Linke, Dietmar Bartsch
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum, auf das sich der Artikel bezieht, ist der 25. Mai 2026.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Deutschland (insgesamt)
Worum geht es in einem Satz?
Die öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland ist stark unterentwickelt, mit 42 Prozent der Gemeinden ohne Zugang, während es erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt, was die Bereitstellung betrifft.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Unterentwickelte Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland
- Hohe Anzahl an Gemeinden ohne öffentlich zugängliche Ladesäulen
- Unterschiede in der Ausstattung zwischen den Bundesländern
- Bedarf an Ladeinfrastruktur in Stadtregionen mit Mehrparteienhäusern
- Kritische Stellungnahme zu staatlichen Subventionen für Elektroautos
- Mangelnde Ladepunkte besonders in ostdeutschen Ländern
- Steigende Nachfrage nach Elektroautos infolge höherer Ölpreise
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundesregierung hat auf Anfrage der Linksfraktion reagiert
- Dietmar Bartsch kritisiert Rückstand in der Ladeinfrastruktur
- Forderung nach staatlichen Investitionen in die Infrastruktur statt Subventionierung von Elektroautos
- Hinweis auf Defizite in ostdeutschen Ländern
- Beschluss zur Prämie für private Haushalte beim Kauf von E-Autos
- Anstieg der Nachfrage durch steigende Ölpreise und fehlende Ladeinfrastruktur als Problem für Umstieg
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Unterentwicklung der Ladeinfrastruktur für Elektroautos
- Fehlende öffentliche Ladesäulen in 42 Prozent der Gemeinden
- Besonders betroffen sind Stadtregionen mit Mehrparteienhäusern
- Unterschiedliche Ausstattung der Bundesländer
- Defizite in ostdeutschen Ländern
- Kritische Stimmen zur Subventionierung von Elektroautos ohne ausreichende Infrastruktur
- Gefahr, dass Umstieg auf E-Mobilität behindert wird
- Hohe Abhängigkeit von privater Lademöglichkeit
- Steigende Nachfrage nach Elektroautos aufgrund von Ölpreisen
- Wahrnehmung der fehlenden Ladeinfrastruktur als großes Hindernis
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Linken-Bundestagsabgeordneten Dietmar Bartsch zitiert, der den Rückstand bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur kritisiert.
- Brand eines Wohnhauses in Kastl – mehrere Personen verletzt - 30. Juli 2026
- US-Börsen legen zu – Kurssprung bei Microsoft - 30. Juli 2026
- Auch Concacaf lehnt Fifa-Pläne ab – keine Boykottdrohung - 30. Juli 2026

