Gesundheitspolitik: Hitzeschutz in Berlin dringend nötig
Berlin () – Patientenschützer fordern angesichts der Hitzewelle mehr Schutz für Altenheime und Krankenhäuser. „Noch immer sind medizinisch-pflegerische Einrichtungen nicht für den Klimawandel gewappnet, deshalb müssen die Krankenhauspatienten und 800.000 Pflegeheimbewohner im Sommer erneut unter den extremen Temperaturen leiden“, sagte Eugen Brysch, Vorstandschef der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe).
Schon die einfachsten Maßnahmen seien meist gar nicht vorhanden. Oft fehle es sogar an einer Außenbeschattung. Hitzeschutzpläne endeten dort, wo der Patientenschutz Geld koste, so Brysch.
Er forderte den Bund zum Handeln auf: Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und Umweltminister Carsten Schneider (SPD) müssten noch in diesem Jahr verbindliche Investitionen zusagen. Auch die Länder stünden in der Verantwortung.
Bestandsbauten müssten endlich den klimatischen Bedingungen angepasst werden, so Brasch. Bei Neubauten dürfe die Raumtemperatur 25 Grad nicht überschreiten. Das könne aber nur gelingen, wenn die Schutzvorkehrungen in jedem Bundesland baurechtlich verankert würden.
Auch der Sozialverband VdK mahnte Hitzeschutz an. „Viele Pflegeheime und Krankenhäuser sind immer noch auf die kommenden Hitzewellen unzureichend vorbereitet“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der Zeitung. „Alte Gebäude ohne Klimaanlage belasten zusätzlich die Gesundheit von Patienten und Bewohnerinnen. Daher wäre es wichtig, dass Heime und Kliniken für einen effektiven Hitzeschutz aufgerüstet werden.“
Laut Weltklimarat (IPCC) tritt eine Hitzewelle, die im Klima vor Beginn der Industrialisierung nur einmal alle zehn Jahre aufgetreten wäre, im heutigen Klima innerhalb von zehn Jahren rund 2,8 Mal auf. Die Ursache dafür ist der menschengemachte Klimawandel. Sollte die Erderhitzung 2 Grad Celsius erreichen, würde eine solche Hitzewelle laut IPCC in mehr als jedem zweiten Jahr auftreten und 2,6 Grad Celsius heißer als bisher sein.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Krankenhaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Eugen Brysch, Nina Warken, Carsten Schneider, Verena Bentele
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsche Stiftung Patientenschutz, Rheinische Post, Bund, Gesundheitsministerium, Nina Warken (CDU), Umweltministerium, Carsten Schneider (SPD), Sozialverband VdK, Verena Bentele, Weltklimarat (IPCC)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die erwähnten Orte sind: Berlin, Altenheime, Krankenhäuser.
Worum geht es in einem Satz?
Patientenschützer fordern aufgrund der Hitzewelle dringend mehr Schutzmaßnahmen für Altenheime und Krankenhäuser, da viele Einrichtungen unzureichend auf die extremen Temperaturen vorbereitet sind und rechtliche Rahmenbedingungen für Hitzeschutz fehlen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Hitzewelle
- Klimawandel
- Unzureichende Vorbereitung medizinischer Einrichtungen
- Mangelnde Maßnahmen zum Hitzeschutz
- Fehlende Außenbeschattung
- Ineffektive Umsetzung von Hitzeschutzplänen
- Altersgerechte Anpassung von Gebäuden
- Mangel an Klimaanlagen in alten Gebäuden
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Patientenschützer fordern mehr Schutz für Altenheime und Krankenhäuser wegen Hitzewellen
- Eugen Brysch kritisiert unzureichende Vorbereitung medizinischer Einrichtungen
- Fehlende Außenbeschattung und mangelnde Hitzeschutzpläne
- Brysch fordert verbindliche Investitionen von Gesundheitsministerin und Umweltminister
- Länder müssen Verantwortung übernehmen für Anpassungen der Bestandsbauten
- VdK-Präsidentin Verena Bentele mahnt Hitzeschutz an
- Alte Gebäude ohne Klimaanlage belasten Gesundheit von Patienten und Bewohnern
- IPCC berichtet über steigende Häufigkeit von Hitzewellen durch Klimawandel
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Mangel an Schutzmaßnahmen für Altenheime und Krankenhäuser
- Patienten leiden unter extremen Temperaturen
- Fehlende Außenbeschattung in Einrichtungen
- Hitzeschutzpläne nicht umgesetzt
- Forderung nach verbindlichen Investitionen vom Bund
- Verantwortung der Länder betont
- Anpassung von Bestandsbauten an klimatische Bedingungen notwendig
- Raumtemperatur in Neubauten soll 25 Grad nicht überschreiten
- Alterungsproblematik von Gebäuden ohne Klimaanlage
- Notwendigkeit eines effektiven Hitzeschutzes in Heimen und Kliniken
- Zunahme der Häufigkeit von Hitzewellen aufgrund des Klimawandels
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Eugen Brysch, Vorstandschef der Deutschen Stiftung Patientenschutz, äußerte sich zur unzureichenden Vorbereitung medizinisch-pflegerischer Einrichtungen auf die Hitzewelle und forderte Investitionen seitens des Bundes.
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