Wirtschaft in Deutschland: Soziale Ausgaben steigen
Wiesbaden () – Der deutsche Staat hat im Jahr 2025 mehr für Geldleistungen zur Absicherung sozialer Risiken ausgegeben als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, stiegen die monetären Sozialleistungen des Staates 2025 gegenüber 2024 um 5,9 Prozent oder 41,7 Milliarden Euro auf 751,2 Milliarden Euro.
Damit war der Anstieg im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt seit 1991 (+3,4 Prozent) weiter überdurchschnittlich. Er fiel aber geringer aus als in den beiden Jahren zuvor (2024: +7,4 Prozent; 2023: +6,9 Prozent). Da die Verbraucherpreise im Jahr 2025 deutlich schwächer stiegen (+2,2 Prozent), ergibt sich auch real ein Anstieg der monetären Sozialleistungen.
Die Ausgaben des Staates insgesamt wuchsen im Jahr 2025 mit +5,7 Prozent nur geringfügig schwächer als die monetären Sozialleistungen, sodass deren Anteil an den staatlichen Gesamtausgaben auf Vorjahresniveau bei 33,2 Prozent verharrte.
Bei den monetären Sozialleistungen in der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen handelt es sich um Geldleistungen des Staates, die dazu dienen, soziale Risiken abzusichern. Im Jahr 2025 entwickelten sich die einzelnen monetären Sozialleistungen unterschiedlich: So stiegen die Geldleistungen der Deutschen Rentenversicherung (+5,9 Prozent oder +23,2 Milliarden Euro auf 417,9 Milliarden Euro) sowie die öffentlichen Pensionen (+5,1 Prozent oder +4,6 Milliarden Euro auf 95,0 Milliarden Euro) spürbar an. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit sorgte für hohe Zuwächse beim Arbeitslosengeld I (+19,1 Prozent oder +4,5 Milliarden Euro auf 28,2 Milliarden Euro) und bei den staatlichen Zuschüssen für die Berufsförderung (+19,4 Prozent oder +1,2 Milliarden Euro auf 7,2 Milliarden Euro).
Erheblich mehr als im Vorjahr wurde auch für Wohngeld ausgegeben (+26,7 Prozent oder +1,1 Milliarden Euro auf 5,0 Milliarden Euro). Beim Krankengeld war ein Plus von 5,0 Prozent (+1,1 Milliarden Euro auf 22,3 Milliarden Euro) zu verzeichnen, beim Pflegegeld eine Zunahme um 13,1 Prozent (+3,7 Milliarden Euro auf 31,9 Milliarden Euro) und bei der Sozialhilfe ein Anstieg um 7,8 Prozent (+3,2 Milliarden Euro auf 44,4 Milliarden Euro). Dagegen war das Bürgergeld (ab Juli 2026: Grundsicherungsgeld) leicht rückläufig (-1,5 Prozent oder -0,4 Milliarden Euro auf 29,4 Milliarden Euro).
Die Entwicklung der Sozialleistungen hängt nicht nur von deren gesetzlicher Ausweitung oder Kürzung ab, sondern auch von vielen anderen Faktoren: etwa von der Situation am Arbeitsmarkt, der Erwerbsbeteiligung, der Höhe der Inflationsrate oder der demografischen Entwicklung der Bevölkerung einschließlich Zu- und Abwanderung.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Statistisches Bundesamt, Deutsche Rentenversicherung, Jobcenter
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Das beschriebene Ereignis fand im Jahr 2025 statt.
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Wiesbaden
Worum geht es in einem Satz?
Im Jahr 2025 stiegen die staatlichen Ausgaben für monetäre Sozialleistungen in Deutschland um 5,9 Prozent auf 751,2 Milliarden Euro, was über dem langfristigen Durchschnitt liegt, während die Verbraucherpreise nur geringfügig um 2,2 Prozent anstiegen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anstieg der Geldleistungen zur Absicherung sozialer Risiken
- Steigende Verbraucherpreise im Jahr 2025
- Höhere Ausgaben des Staates im Vergleich zum Vorjahr
- Anstieg der Arbeitslosigkeit
- Variationen in einzelnen monetären Sozialleistungen
- Gesetzliche Ausweitung oder Kürzung von Leistungen
- Arbeitsmarktsituation und Erwerbsbeteiligung
- Demografische Entwicklung, einschließlich Migration
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Anstieg der monetären Sozialleistungen um 5,9 Prozent auf 751,2 Milliarden Euro
- Vergleich zum langjährigen Durchschnitt seit 1991 überdurchschnittlich (+3,4 Prozent)
- Ausgabenwachstum insgesamt: +5,7 Prozent
- Anteil der Sozialleistungen an den Gesamtausgaben bleibt bei 33,2 Prozent
- Geldleistungen der Deutschen Rentenversicherung steigen um 5,9 Prozent
- Öffentliche Pensionen steigen um 5,1 Prozent
- Hohe Zuwächse beim Arbeitslosengeld I (+19,1 Prozent)
- Anstieg der staatlichen Zuschüsse für Berufsförderung (+19,4 Prozent)
- Wohngeld-Ausgaben erhöhen sich um 26,7 Prozent
- Krankengeld plus 5,0 Prozent
- Pflegegeld-Anstieg um 13,1 Prozent
- Sozialhilfe-Anstieg um 7,8 Prozent
- Leichter Rückgang beim Bürgergeld (-1,5 Prozent)
- Entwicklung der Sozialleistungen beeinflusst von Arbeitsmarktsituation, Inflationsrate und demografischen Faktoren
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Anstieg der monetären Sozialleistungen um 5,9 Prozent
- Erhöhung der Gesamtausgaben des Staates um 5,7 Prozent
- Anteil der monetären Sozialleistungen an den Gesamtausgaben bleibt bei 33,2 Prozent
- Höhere Geldleistungen der Deutschen Rentenversicherung
- Steigende öffentliche Pensionen
- Zuwächse beim Arbeitslosengeld I
- Erhöhung der staatlichen Zuschüsse für Berufsförderung
- Deutlicher Anstieg der Wohngeldausgaben
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- Rückgang beim Bürgergeld
- Entwicklung der Sozialleistungen beeinflusst durch Arbeitsmarkt, Erwerbsbeteiligung, Inflationsrate, demografische Entwicklung
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