Ökonomen befürworten Rente mit 70

Ökonomen befürworten Rente mit 70

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Rentenreformdiskussion in Deutschland 2023

Berlin () – Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, befürwortet eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre und ein geringeres Rentenniveau.

Jede Reform der gesetzlichen Rentenversicherung könne substantiell nur in der Logik des Umlageverfahrens stattfinden, sagte Hüther der „Rheinischen Post“. Da gebe es – abgesehen von der sachgerechten Finanzierung versicherungsfremder Leistungen über Steuermittel (Bundeszuschuss) – nur drei Stellschrauben: den Beitragssatz, das Rentenniveau und das Rentenzugangsalter. Insofern seien die Vorschläge „so richtig wie erwartbar“, sagte der IW-Chef.

Die Anhebung des Rentenzugangsalters entspreche einer längeren Einzahlungsperiode, die für sich genommen das Rentenniveau stabilisieren helfe, ohne den Beitragssatz anzuheben. Da der Staat mit der reformierten Förderung der privaten Altersvorsorge unterstützend eingreife, sei das Rentenniveau aus beiden Quellen entsprechend höher. „Das ist fair, da gerade jüngere Jahrgänge – die es vor allem betrifft – eine entsprechende Anpassungszeit haben. Zudem verhindert der weniger stark ansteigende oder gar stabile Beitragssatz die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Arbeitsplätze“, so der Chef des arbeitgebernahen Instituts.

Ähnlich äußerte sich DIW-Präsident Marcel Fratzscher. „Die Rente mit 70 ist unvermeidbar und es ist richtig, dass die Erhöhung des Renteneintrittsalters recht schnell kommen soll“, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“. Eine Reduzierung des Rentenniveaus sei notwendig und Teil des Versprechens, dass auch die Babyboomer sich an der demografischen Alterung beteiligen müssten – durch den sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor, sagte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) .

„Eine Rentenreform muss zwingend die Umverteilung von Arm zu Reich beenden, da Menschen mit geringeren Lebenseinkommen und Rente eine deutlich kürzere Lebenserwartung haben“, mahnte er allerdings. „Eine Reduzierung des Rentenniveaus auf 46 Prozent für Menschen mit geringer Rente wäre ein schwerwiegender Fehler, weil dies die eh schon hohe Altersarmut noch verstärken würde.“

Die „Bild“ hatte berichtet, die Rentenreformkommission wolle vorschlagen, das Rentenalter ab 2061 auf 70 Jahre anzuheben und das Rentenniveau ab 2031 von derzeit 48 auf 46 Prozent zu senken. Einige Mitglieder der Kommission haben dies allerdings bereits dementiert.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Michael Hüther, Marcel Fratzscher

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Rheinische Post, DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), Bild, Rentenreformkommission.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, spricht sich für eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre und eine Senkung des Rentenniveaus aus, um die Rentenversicherung nachhaltig zu reformieren, während der DIW-Präsident betont, dass eine solche Reform auch die Altersarmut nicht weiter verschärfen dürfe.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anstieg der Lebenserwartung
  • Demografischer Wandel
  • Finanzielle Nachhaltigkeit der Rentenversicherung
  • Notwendigkeit zur Stabilisierung des Rentenniveaus
  • Burden-sharing der Babyboomer-Generation
  • Druck auf das Umlageverfahren
  • Reformbedarf der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Altersarmut als bestehendes Problem

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Direktor Michael Hüther befürwortet Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre und geringeres Rentenniveau
  • Reformen müssen in Logik des Umlageverfahrens stattfinden
  • Vorschläge von Hüther als richtig und erwartbar bezeichnet
  • Längere Einzahlungsperiode stabilisiert Rentenniveau
  • Reformierte Förderung der privaten Altersvorsorge erhöht Rentenniveau
  • DIW-Präsident Marcel Fratzscher unterstützt ebenfalls Renteneintrittsalter von 70 Jahren
  • Mahnung zur Beendigung der Umverteilung von Arm zu Reich
  • Warnung vor Reduzierung des Rentenniveaus für Menschen mit geringeren Renten
  • „Bild“ berichtet über Vorschläge der Rentenreformkommission, einige Mitglieder dementieren dies

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre
  • Geringeres Rentenniveau
  • Stabilisierung des Rentenniveaus durch längere Einzahlungsperioden
  • Verhinderung eines Anstiegs des Beitragssatzes
  • Unterstützung durch reformierte Förderung der privaten Altersvorsorge
  • Anpassungszeit für jüngere Jahrgänge
  • Beendigung der Umverteilung von Arm zu Reich
  • Risiko der Verstärkung von Altersarmut bei Reduzierung des Rentenniveaus auf 46 Prozent
  • Erhöhung des Rentenalter ab 2061
  • Senkung des Rentenniveaus ab 2031

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, befürwortet die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre und hebt hervor, dass es nur drei Stellschrauben für die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung gebe.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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