Innenministerium prüft Rückkehrprämie für Syrer

Innenministerium prüft Rückkehrprämie für Syrer

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Syrische Rückkehranreize in Deutschland diskutiert

Berlin () – Die Bundesregierung will neue Anreize schaffen, um mehr syrische Flüchtlinge zur freiwilligen Rückkehr in ihr Heimatland zu bewegen. Das Bundesinnenministerium von Alexander Dobrindt (CSU) prüft eine Rückkehrprämie in Höhe von 8.000 Euro, wie das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf Regierungskreise berichtet.

Bislang erhalten Rückkehrer im Schnitt 1.000 Euro als Unterstützung für den Neuanfang in Syrien. Allerdings ist die derzeitige Rückkehrprämie mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden, da der genaue Betrag individuell für jeden Flüchtling berechnet wird. Bei der gegenwärtig geprüften Förderung in Höhe von 8.000 Euro soll es sich hingegen um einen Pauschalbetrag handeln.

Angesichts der bislang überschaubaren Zahl an syrischen Rückkehrern wurde zuletzt die Forderung nach mehr Anreizen laut. Der Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans-Eckhard Sommer, sagte kürzlich im „Spiegel“, die derzeitige Prämie reiche seiner Meinung nach nicht aus. Über die Höhe solle man sprechen.

Der Konstanzer Asylrechtler Daniel Thym hält attraktivere Rückkehrprämien für einen „sinnvollen Baustein“, mahnte aber: „Geld alleine ist kein Heilsbringer.“ Der Migrationsrechtsexperte forderte eine Mischung aus „Zuckerbrot und Peitsche“. Neben Anreizen und Geldleistungen brauche es umgekehrt auch Drohungen wie laufende Widerrufsverfahren von Schutztiteln und erste Abschiebeflüge.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) hält es für richtig, über stärkere finanzielle Anreize für eine freiwillige Rückkehr nach Syrien nachzudenken. Wenn dadurch mehr Syrer zu einer Ausreise bewegt werden können, könne dies auch ökonomisch sinnvoll sein. „Selbst höhere Unterstützungsleistungen im vierstelligen oder in einzelnen Fällen auch im unteren fünfstelligen Bereich wären gemessen an den langfristigen Kosten von Sozialleistungen häufig weiterhin ein Gewinn für den Staat“, sagte er dem Focus. Ziel müsse es sein, ausreisepflichtigen Personen ohne Bleibeperspektive einen geordneten Neustart im Herkunftsland zu ermöglichen und zugleich den Sozialstaat nachhaltig zu entlasten.

Gleichzeitig pocht der CDU-Politiker auf mehr Abschiebungen nach Syrien. Freiwillige Rückkehr funktioniere dauerhaft nur dann, wenn ausreisepflichtige Personen wüssten, dass andernfalls auch konsequent abgeschoben werde.

Deutliche Kritik an dem Vorhaben kommt hingegen aus der Opposition. Der Grünen-Politiker Max Lucks sagte dem Focus, es sei völlig abenteuerlich, über erhöhte Rückführungsprämien für Syrien zu spekulieren, während dort Islamisten herrschten und das Bamf die desolate Lage im Land weitgehend ausblende. Während die Bundesregierung Integrationsleistungen kürze, solle sie nicht noch mehr Steuergeld für ideologiegetriebene Politik verpulvern.

In Deutschland leben derzeit über 900.000 Syrer ohne deutschen Pass. Mehr als 500.000 haben einen befristeten Aufenthaltstitel auf Grundlage eines subsidiären Schutztitels oder eines Flüchtlingsschutzes.

Mit dem Sturz des langjährigen Diktators Baschar al-Assad im Dezember 2024 ist der Bürgerkrieg in Syrien beendet. Für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt es damit „keinerlei Gründe mehr für Asyl in Deutschland“, wie er im vergangenen November sagte.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Alexander Dobrindt, Hans-Eckhard Sommer, Daniel Thym, Roman Poseck, Max Lucks, Friedrich Merz, Baschar al-Assad.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Bundesregierung, Bundesinnenministerium, CSU, Nachrichtenmagazin Focus, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Spiegel, Konstanzer Asylrechtler, Daniel Thym, CDU, Hessens Innenminister, Roman Poseck, Grünen, Max Lucks, Bundeskanzler, Friedrich Merz.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Deutschland, Syrien, Berlin, Konstanz.

Worum geht es in einem Satz?

Die Bundesregierung plant, eine Rückkehrprämie von 8.000 Euro für syrische Flüchtlinge einzuführen, um deren freiwillige Rückkehr nach Syrien zu fördern, was sowohl Unterstützung als auch Kritik aus verschiedenen politischen Lagern hervorrief.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Sturz von Baschar al-Assad
  • Ende des Bürgerkriegs in Syrien
  • Zunahme syrischer Flüchtlinge in Deutschland
  • Hohe Anzahl syrischer Flüchtlinge ohne deutschen Pass
  • Druck auf die Bundesregierung, Rückkehranreize zu schaffen
  • Wirtschaftliche Überlegungen der Bundesregierung
  • Forderung nach mehr finanziellen Anreizen für Rückkehr
  • Kritik an der Situation in Syrien durch die Opposition

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundesregierung plant Anreize für die Rückkehr syrischer Flüchtlinge
  • Rückkehrprämie von 8.000 Euro wird geprüft
  • Bisherige Prämie von 1.000 Euro ist mit hohem Verwaltungsaufwand verbunden
  • Chef des BAMF fordert höhere Rückkehrprämie
  • Asylrechtler fordert Kombination aus Anreizen und Abschiebungen
  • Hessens Innenminister unterstützt finanzielle Anreize
  • CDU-Politiker fordert mehr Abschiebungen
  • Opposition kritisiert die Pläne, sieht Sicherheitsrisiken in Syrien
  • Kanzler Merz sieht nach dem Sturz Assads keinen Grund für Asyl in Deutschland

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Einführung einer Rückkehrprämie in Höhe von 8.000 Euro
  • Reduzierung des Verwaltungsaufwands durch Pauschalbetrag
  • Erhöhung der Zahl syrischer Rückkehrer
  • Möglichkeit wirtschaftlicher Vorteile durch Rückkehranreize
  • Entlastung des Sozialstaates
  • Erhöhung der Abschiebungen nach Syrien
  • Kritik aus der Opposition bezüglich der Sicherheitslage in Syrien
  • Diskussion über den Umgang mit ausreisepflichtigen Personen ohne Bleibeperspektive

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. So sagt der Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Hans-Eckhard Sommer, dass die derzeitige Prämie seiner Meinung nach nicht ausreiche und man über die Höhe sprechen solle.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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