Steuerrechtliche Entscheidungen in Baden-Württemberg
München () – Das Landesgrundsteuergesetz in Baden-Württemberg ist nicht verfassungswidrig. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) am Mittwoch in einem Grundsatzurteil.
Das Gericht wies die Revisionen in zwei entsprechenden Verfahren als unbegründet zurück. In beiden Fällen hatten die Kläger Verstöße gegen einfach-gesetzliches Recht und das Grundgesetz geltend gemacht.
Im ersten Verfahren ging es um ein Grundstück in Karlsruhe, dessen Eigentümerin eine niedrigere Bewertung des Grundsteuerwerts aufgrund unterschiedlicher Nutzungsteile forderte. Das Finanzamt hatte jedoch den gesamten Bodenrichtwert für die Berechnung herangezogen. Der BFH bestätigte die Vorgehensweise des Finanzamts und sah keine Verletzung von Bundes- oder Landesrecht.
Im zweiten Verfahren klagte ein Ehepaar aus Stuttgart, das eine Herabsetzung des Grundsteuerwerts wegen Verkehrslärms und anderer individueller Merkmale ihres Grundstücks beantragte. Auch hier bestätigte der BFH die Berechnung des Finanzamts und sah keine Verfassungswidrigkeit. Der BFH teilte mit, dass der Gesetzgeber bei der Grundsteuererhebung typisierende und pauschalierende Regelungen treffen dürfe, um die Verwaltung zu vereinfachen.
Die neuen Regeln zur Grundsteuer gelten seit dem vergangenen Jahr. Bereits im November hatte der BFH entschieden, dass das in elf Ländern geltende Bundesmodell bestehen bleiben kann. Nach der Entscheidung zu der Regelung in Baden-Württemberg sind am BFH auch noch Verfahren gegen die Landesgrundsteuermodelle in Hamburg, Hessen und Bayern anhängig. Das Gericht plant mündliche Verhandlungen für die Ländermodelle Hamburg und Hessen voraussichtlich im November 2026 und für das Landesmodell Bayern in der ersten Jahreshälfte 2027.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesfinanzhof (BFH), Baden-Württemberg, Karlsruhe, Stuttgart, Hamburg, Hessen, Bayern
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München, Baden-Württemberg, Karlsruhe, Stuttgart, Hamburg, Hessen, Bayern
Worum geht es in einem Satz?
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass das Landesgrundsteuergesetz in Baden-Württemberg verfassungsgemäß ist und die Vorgehensweise der Finanzbehörden in zwei konkreten Fällen bestätigt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
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- Zwei Rechtsstreitigkeiten vor dem Bundesfinanzhof
- Juristische Auseinandersetzungen um Verfassungsmäßigkeit von Grundsteuergesetzen
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Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
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Welche Konsequenzen werden genannt?
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- Ablehnung der Revisionen als unbegründet
- Keine Verletzung von Bundes- oder Landesrecht festgestellt
- Anerkennung typisierender und pauschalierender Regelungen zur Verwaltungsvereinfachung
- Fortführung anhängiger Verfahren in anderen Bundesländern
- Geplante mündliche Verhandlungen zu Hamburg und Hessen im November 2026
- Geplante mündliche Verhandlungen zu Bayern in der ersten Jahreshälfte 2027
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.
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