Unicef-Studie: Deutschland bei Kinderwohl unterdurchschnittlich

Unicef-Studie: Deutschland bei Kinderwohl unterdurchschnittlich

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Gesellschaft: Kinderwohlbefinden in Deutschland 2023

Genf () – Deutschland hat im internationalen Vergleich des kindlichen Wohlbefindens erneut unterdurchschnittlich abgeschnitten. Das ergab eine Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef, in der das Wohlbefinden von Kindern in 37 Ländern der EU und der OECD untersucht wurde. Deutschland belegte dabei nur Platz 25.

Die Studie zeigt, dass in Ländern mit hoher Einkommens- und Vermögensungleichheit viele Kinder unter Bedingungen aufwachsen, die ihre körperliche und mentale Gesundheit sowie ihre schulischen Kompetenzen beeinträchtigen. Die Kinderarmutsquote in Deutschland stagniert seit Jahren bei 15 Prozent, und die Einkommensungleichheit hat sich verschärft. Menschen im wohlhabendsten Fünftel der Bevölkerung verfügen heute über fünfmal so viel Einkommen wie Menschen im ärmsten Fünftel.

Im Bildungsbereich schnitt Deutschland ebenfalls schlecht ab: Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichten die Mindestkompetenzen in Lesen und Mathematik, was Platz 34 von 41 Ländern bedeutet. Besonders groß ist der Abstand zwischen Jugendlichen aus sozioökonomisch benachteiligten und privilegierten Familien. Unter den Jugendlichen aus benachteiligten Familien erreichen nur 46 Prozent die grundlegenden Kompetenzen. In privilegierten Familien sind es dagegen 90 Prozent.

Unicef Deutschland fordert als Reaktion auf die Ergebnisse entschlossenes politisches Handeln, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen und in benachteiligte Kinder zu investieren. „Die Bekämpfung der Kinderarmut muss politische Top-Priorität werden“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland. Die Bundesregierung solle ein Maßnahmenpaket zur finanziellen Absicherung von benachteiligten Kindern entwickeln und die Zugänglichkeit von Leistungen verbessern, so das Kinderhilfswerk. Zudem sollten Bund, Länder und Kommunen sicherstellen, dass alle Kinder Zugang zu Ressourcen wie gut ausgestatteten Schulen, Arztpraxen und Spielplätzen haben.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Unicef (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind: Christian Schneider.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Unicef, UN-Kinderhilfswerk, Deutschland, Bundesregierung, Bund, Länder, Kommunen

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Genf, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Eine UNICEF-Studie zeigt, dass Deutschland in der internationalen Vergleichsstudie zum kindlichen Wohlbefinden nur Platz 25 belegt und unter erschwerten Bedingungen für Kinder leidet, insbesondere durch hohe Kinderarmut und Bildungsungleichheit, weshalb UNICEF dringend politische Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Probleme und zur Unterstützung benachteiligter Kinder fordert.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef
  • Untersuchung des kindlichen Wohlbefindens in 37 Ländern der EU und OECD
  • Deutschland belegt Platz 25 im Vergleich
  • Hohe Einkommens- und Vermögensungleichheit in Deutschland
  • Kinderarmutsquote stagnierend bei 15 Prozent
  • Einkommensunterschied zwischen wohlhabenden und armen Haushalten
  • Schlechte Ergebnisse im Bildungsbereich: 60% der 15-Jährigen erreichen Mindestkompetenzen
  • Großer Kompetenzunterschied zwischen benachteiligten und privilegierten Familien

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Deutschland liegt im internationalen Vergleich des kindlichen Wohlbefindens auf Platz 25
  • Hohe Einkommens- und Vermögensungleichheit beeinträchtigt die Gesundheit und Bildung von Kindern
  • Kinderarmutsquote in Deutschland stagniert bei 15 Prozent
  • Einkommensungleichheit hat sich verschärft: Wohlhabendstes Fünftel verdient fünfmal so viel wie ärmstes Fünftel
  • Bildungsbereich: Nur 60% der 15-Jährigen erreichen Mindestkompetenzen in Lesen und Mathematik (Platz 34 von 41)
  • Großer Abstand zwischen sozial benachteiligten (46%) und privilegierten Familien (90%)
  • Unicef Deutschland fordert politisches Handeln zur Bekämpfung der Kinderarmut
  • Notwendigkeit eines Maßnahmenpakets zur finanziellen Absicherung benachteiligter Kinder
  • Verbesserung der Zugänglichkeit von Leistungen gefordert
  • Zugang zu Ressourcen wie Schulen, Arztpraxen und Spielplätzen soll sichergestellt werden

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Unterdurchschnittliches kindliches Wohlbefinden in Deutschland
  • Negative Auswirkungen auf körperliche und mentale Gesundheit von Kindern
  • Beeinträchtigung schulischer Kompetenzen
  • Stagnation der Kinderarmutsquote bei 15 Prozent
  • Verschärfung der Einkommensungleichheit
  • Geringe Erreichung von Mindestkompetenzen in Lesen und Mathematik bei 15-Jährigen
  • Großer Abstand zwischen Jugendlichen aus benachteiligten und privilegierten Familien
  • Forderung nach politischem Handeln zur Bekämpfung der Kinderarmut
  • Notwendigkeit zur finanziellen Absicherung benachteiligter Kinder
  • Verbesserung der Zugänglichkeit von Leistungen für Kinder
  • Sicherstellung des Zugangs zu Ressourcen wie Schulen, Arztpraxen und Spielplätzen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Christian Schneider, dem Geschäftsführer von Unicef Deutschland, zitiert, der fordert, dass die Bekämpfung der Kinderarmut politische Top-Priorität werden muss.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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