Politik: Tschechien reagiert auf Sudetendeutschen Tag
Prag () – Der tschechische Außenminister Petr Macinka lehnt die Austragung des Sudetendeutschen Tages in seinem Land ab. Das Treffen soll zu Pfingsten erstmals in Brünn (Brno) stattfinden.
„Das ist ein sehr unglücklicher Vorgang“, sagte Macinka der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Dem Vorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt, wirft er vor, die Auswirkungen der Veranstaltung unterschätzt zu haben. Er sei einem Wunschdenken erlegen und verbunden mit einer Nichtregierungsorganisation, die in Tschechien nicht sehr respektiert werde, so Macinka. Nun erlebe man die Reaktion der tschechischen Gesellschaft, die zweigeteilt sei: Der große Teil interessiere sich nicht dafür, der Rest sei dagegen. Vor allem die älteren Menschen im Land wollten nicht akzeptieren, dass diese Veranstaltung in Brünn stattfinde. Das seien keine Radikalen, so Macinka.
Zum Sudetendeutschen Tag werden auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (beide CSU) erwartet. Die Regierung in Prag lehnt das Treffen ab. In dieser Woche soll dazu eine Erklärung im Parlament verabschiedet werden. Macinka sagte der FAZ, er glaube nicht, dass Söder und Dobrindt eine gute Zeit an diesem Tag in Brünn haben werden. Das richte sich aber nicht gegen Deutschland und habe nichts mit den „exzellenten Beziehungen“ zwischen den Ländern zu tun.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tschechisches Abgeordnetenhaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Petr Macinka, Bernd Posselt, Markus Söder, Alexander Dobrindt
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Sudetendeutsche Landsmannschaft, CSU, Regierung in Prag, Tschechisches Abgeordnetenhaus.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis soll zu Pfingsten stattfinden, also in der Regel im Zeitraum zwischen Mitte Mai und Anfang Juni. Ein konkretes Datum wird nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Prag, Brünn (Brno).
Worum geht es in einem Satz?
Der tschechische Außenminister Petr Macinka lehnt die Austragung des Sudetendeutschen Tages in Brünn ab und kritisiert die damit verbundenen Erwartungen sowie die negative Reaktion der tschechischen Öffentlichkeit.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ablehnung des Sudetendeutschen Tages durch tschechischen Außenminister Petr Macinka
- Durchführung des Treffens in Brünn zu Pfingsten
- Sorgen um gesellschaftliche Reaktionen in Tschechien
- Unterschiedliche Meinungen in der tschechischen Gesellschaft
- Kritik an Bernd Posselt und seiner Einschätzung der Situation
- Verbindung zu einer weniger respektierten NGO in Tschechien
- Widerstand vor allem von älteren Menschen in der Bevölkerung
- Ankündigung einer Erklärung im tschechischen Parlament
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Außenminister Petr Macinka lehnt Sudetendeutschen Tag in Brünn ab
- Macinka bezeichnet das Treffen als "sehr unglücklichen Vorgang"
- Vorwurf an Bernd Posselt, die Auswirkungen der Veranstaltung zu unterschätzen
- Tschechische Gesellschaft reagiert zweigeteilt: großer Teil interessiert sich nicht, Rest dagegen
- Ältere Menschen lehnen die Veranstaltung vor allem ab
- Tschechische Regierung plant Erklärung im Parlament zur Ablehnung
- Macinka glaubt, Söder und Dobrindt werden keine gute Zeit haben, betont gute deutsch-tschechische Beziehungen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ablehnung der Veranstaltung durch den tschechischen Außenminister
- Negative Reaktionen der tschechischen Gesellschaft
- Division innerhalb der Gesellschaft bezüglich der Veranstaltung
- Widerstand, insbesondere unter älteren Menschen
- Ankündigung einer Erklärung im Parlament
- Zweifel an einer positiven Erfahrung für die deutschen Politiker vor Ort
- Kein negativer Einfluss auf die bilateralen Beziehungen zwischen Tschechien und Deutschland
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des tschechischen Außenministers Petr Macinka zitiert. Er bezeichnet die Austragung des Sudetendeutschen Tages als "einen sehr unglücklichen Vorgang" und äußert Bedenken über die Auswirkungen der Veranstaltung.
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