Rentenreform in Berlin: Experten warnen
Berlin () – Rentenexperten kritisieren die von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) geplante Kürzung des Bundeszuschusses zur Rentenversicherung.
„Rechnerisch würde eine Kürzung des Bundeszuschusses um vier Milliarden Euro eine Anhebung der Beitragssätze um 0,2 Prozentpunkte bedeuten“, sagte Franz Ruland dem „Spiegel“. Ruland war lange Jahre Geschäftsführer des Verbands Deutscher Rentenversicherungsträger. Für wahrscheinlicher hielt er allerdings, dass zunächst die aktuell bei mehr als 40 Milliarden Euro liegende Rücklage der Rentenversicherung abgeschmolzen werde.
Der Münchner Rentenexperte Axel Börsch-Supan warnte vor einer Belastung der Solidargemeinschaft der Versicherten. Eine Kürzung des Bundeszuschusses sei nur angebracht, wenn der Bund im Gegenzug auch versicherungsfremde Leistungen abbaue, so Börsch-Supan, Direktor Emeritus des Münchner Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik. Aktuell sei aber „das Gegenteil der Fall, etwa wegen der im Dezember erweiterten Mütterrente“.
Mit dem Vorhaben unterlaufe die Koalition zudem ihr ursprüngliches Vorhaben, die Abgabenquote zu senken. „Nichts davon passt zusammen, es fehlt eine Strategie“, so Börsch-Supan.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Lars Klingbeil, Franz Ruland, Axel Börsch-Supan
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hier sind die genannten Organisationen, Parteien und Institutionen:
dts Nachrichtenagentur, SPD, Verband Deutscher Rentenversicherungsträger, Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, München
Worum geht es in einem Satz?
Rentenexperten kritisieren die von Finanzminister Lars Klingbeil geplante Kürzung des Bundeszuschusses zur Rentenversicherung, da dies die Beitragssätze erhöhen und die Solidargemeinschaft belasten könnte, während gleichzeitig versicherungsfremde Leistungen nicht abgebaut werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kürzung des Bundeszuschusses zur Rentenversicherung
- Vorschlag von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD)
- Argumente von Rentenexperten gegen die Kürzung
- Hohe Rücklagen der Rentenversicherung
- Diskussion über versicherungsfremde Leistungen
- Widerspruch zum ursprünglichen Vorhaben der Abgabenquote
- Fehlende Strategie der Koalition
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Rentenexperten kritisieren die geplante Kürzung des Bundeszuschusses zur Rentenversicherung von Finanzminister Lars Klingbeil.
- Franz Ruland warnt vor einer Erhöhung der Beitragssätze um 0,2 Prozentpunkte durch die Kürzung.
- Es wird erwartet, dass die Rücklage der Rentenversicherung zunächst abgeschmolzen wird.
- Axel Börsch-Supan mahnt eine Belastung der Solidargemeinschaft an.
- Kürzungsmaßnahmen sollten mit einem Abbau versicherungsfremder Leistungen einhergehen.
- Börsch-Supan kritisiert, dass derzeit versicherungsfremde Leistungen ausgebaut werden, z.B. die erweiterte Mütterrente.
- Die Koalition unterläuft ihre Strategie zur Senkung der Abgabenquote.
- Es fehlt eine klare Strategie bei der Rentenpolitik.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Anhebung der Beitragssätze um 0,2 Prozentpunkte
- Abschmelzen der Rücklage der Rentenversicherung
- Belastung der Solidargemeinschaft der Versicherten
- Unterlaufen des ursprünglichen Vorhabens der Koalition, die Abgabenquote zu senken
- Fehlende Strategie
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Franz Ruland und Axel Börsch-Supan zitiert. Ruland kritisiert die geplante Kürzung des Bundeszuschusses zur Rentenversicherung und erläutert die finanziellen Konsequenzen.
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