Wirtschaft: Dax verzeichnet Rückgang in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Zum Wochenstart hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.084 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Der Dax legte bis zum frühen Nachmittag zu, wechselte dann jedoch seine Richtung und landete am späten Nachmittag im Minus.
„Mit dem scheinbaren Stillstand in Verhandlungen und Kampfmaßnahmen im Nahen Osten tritt auch der Dax weiter auf der Stelle“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Die Umsätze gehen weiter zurück, die täglichen Handelsspannen werden kleiner. Der Großteil der Anleger wartet ab und fokussiert sich auf nur wenige Unternehmen. Alles in allem aber überwiegt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges.“
Unterdessen würden die stark gestiegenen Energiepreise ihre Wirkung entfalten und auf das Konsumentenvertrauen in Europa abstrahlen, so Likopw. „Das zeigte sich heute im GfK-Konsumklima für Mai, das seinen Abwärtstrend erneut beschleunigte.“
Vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank sieht der Analyst die Notenbank in einer Pattsituation. „Die extrem starken Preisanstiege werden Konsequenzen haben, ob auf der Preis- oder der Konjunkturseite“, erklärte er. „Die EZB befindet sich damit in einer Pattsituation. Einerseits will und muss sie potenziellen Inflationsgefahren entgegenwirken, andererseits aber besteht die Gefahr, dass die ohnehin fragile Wirtschaftslage in der Eurozone durch ein höheres Zinsniveau zusätzlich belastet würde. Gerade in dem Fall, wenn die Unternehmen die gestiegenen Kosten nicht direkt an den Endverbraucher weitergeben.“
Zusätzlich stellten die Störungen der Lieferketten einen wesentlichen Belastungsfaktor dar. „Die mangelnde Versorgung mit Kerosin und Helium aus dem Nahen Osten kann zu einer Verlängerung der Problemsituation für die europäische Wirtschaft führen“, so Lipkow. „Immer mehr Fluggesellschaften reagieren auf das grundsätzliche Problem und lassen Flugzeuge am Boden. In dieser Frage erwarten die Investoren ebenfalls Aussagen der EZB und mögliche Reaktionen. Also, auch wenn die Sitzung in dieser Handelswoche etwas im Schatten der anderen Großereignisse steht, ist sie nicht minder interessant.“
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Siemens und Rheinmetall an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Siemens Energy.
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 45 Euro und damit ein Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg hingegen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 108,90 US-Dollar, das waren 3,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1734 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8522 Euro zu haben.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow, CMC Markets
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Frankfurt/Main, dts Nachrichtenagentur, CMC Markets, GfK, Europäische Zentralbank, Siemens, Rheinmetall, Siemens Energy
Wann ist das Ereignis passiert?
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Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main, Naher Osten, Eurozone
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax hat zu Wochenbeginn um 0,2 Prozent auf 24.084 Punkte nachgegeben, während Anleger angesichts stagnierender Verhandlungen im Nahen Osten und steigender Energiepreise abwarten; außerdem steht die EZB vor einer schwierigen Zinssitzung, die durch Lieferkettenprobleme belastet wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Rückgang des Dax um 0,2 Prozent
- Stillstand in Verhandlungen im Nahen Osten
- Abwartende Haltung der Anleger
- Rückgang der Handelsumsätze
- Hohe Energiepreise und deren Einfluss auf Konsumentenvertrauen
- Abwärtstrend im GfK-Konsumklima
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- Mangelnde Versorgung mit Kerosin und Helium
- Nachfrage der Investoren nach Aussagen der EZB
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Der Artikel beschreibt keine spezifischen Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Dax notiert im Minus
- Rückgang der Umsätze
- Kleinere tägliche Handelsspannen
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- Inflationsgefahren
- Belastung der fragilen Wirtschaftslage
- Mangelnde Versorgung mit Kerosin und Helium
- Fluggesellschaften lassen Flugzeuge am Boden
- Veränderungen bei Siemens und Rheinmetall
- Rückgang des Gaspreises
- Anstieg des Ölpreises
- Stärkere europäische Gemeinschaftswährung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, zitiert, die sich auf die aktuelle Situation des Dax und die wirtschaftlichen Bedingungen bezieht.
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