Wie lässt sich die Balkon- und Terrassenbepflanzung haustierfreundlich gestalten?

Wie lässt sich die Balkon- und Terrassenbepflanzung haustierfreundlich gestalten?

Nach der meist tristen Winterzeit können es viele Pflanzenfreunde gar nicht mehr erwarten, endlich wieder den Balkon oder die Terrasse mit üppigem Grün und farbenfrohen Blühpflanzen zu bestücken. Deren Auswahl hängt jedoch nicht allein vom Standort und den damit einhergehenden Licht- und Windbedingungen ab.

Ebenso kann entscheidend sein, ob sich auch Hund oder Katze inmitten der Pflanzenpracht aufhalten. Denn viele Haustiere betrachten vor allem Topfpflanzen als mögliche Vitaminquelle und beginnen, daran zu knabbern. Das kann schwere Folgen für ihre Gesundheit nach sich ziehen, wenn die Giftstoffe enthalten.

Um eine Pflanzenvergiftung bei Hund und Katze zu vermeiden, empfiehlt es sich für daher, gezielt haustierfreundliche Pflanzen für Balkon und Terrasse auszusuchen.

Katzen- und hundefreundliche Pflanzen für Pflanzkästen und -töpfe

Halten sich Hund und Katze gern auf dem Balkon oder auf der Terrasse auf, muss das nicht das Aus für eine farbenprächtige Bepflanzung bedeuten. Denn obwohl einige der beliebten Topfpflanzen ein Risiko für Haustiere darstellen können, gibt es viele, die für die tierischen Mitbewohner vollkommen unschädlich sind.

Dazu gehören etwa Fuchsien, Mädchenaugen oder Petunien, die sowohl in kleine Blumentöpfe als auch in große Pflanzkästen gepflanzt werden können.

Ebenso beliebt auf dem Balkon sind Geranien, die nicht nur üppig wachsen, sondern auch besonders robust und pflegeleicht sind. Ein weiterer Pluspunkt: Weder für Hunde, noch für Katzen sind die farbenfrohen Blüten giftig.

Aber Achtung: Spazieren auch Hamster oder andere Nagetiere gern in der Nähe der mit Geranien bestückten Pflanzkästen herum, wird es heikel. Denn für sie können vor allem die Blüten aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle giftig sein.

Diese Pflanzen sind eine Freude für Hunde- und Katzennasen

Möchte man seinen Vierbeinern eine duftige Freude bereiten, empfiehlt sich der Griff zu Katzengamander. Wer den immergrünen Halbstrauch in einem Topf von Action oder einem anderen Anbieter auf den Balkon stellt, betört seine Samtpfote mit dem angenehmen Duft. Schließlich trägt die Pflanze nicht umsonst das Wörtchen „Katze“ im Namen.

Tipp: Katzengamander lässt sich wunderbar trocknen und als Ersatz für Katzenminze verwenden.

Auch Hunde finden oft an dem intensiven Geruch von Katzengamander und frischem Katzengras Gefallen. Ebenso übt der Duft von Kamille und Lavendel eine große Faszination auf sie aus. Mehr noch: Besonders das satte Lavendelaroma kann nervöse Haustiere beruhigen.

Knabbern Hund oder Katze aus Neugier oder Langeweile etwas am Lavendel im Topf, besteht kein Grund zur Sorge. In kleinen Mengen ist der aromatische Halbstrauch für sie nicht gefährlich. Jedoch kann es vorkommen, dass besonders empfindliche Tiere aufgrund des starken Geruchs vermehrt niesen müssen.

Wie schützt man Haustiere vor einer Pflanzenvergiftung?

Wer auf Nummer sicher gehen und verhindern möchte, dass Hund und Katze überhaupt an Balkon- und Terrassenpflanzen knabbern, kann darauf achten:

  • Pflanzkübel und -kästen außerhalb der Reichweite von Haustieren aufzustellen
  • große Gewächse in hohe Töpfe zu pflanzen, sodass weder Blüten noch Blätter den Boden erreichen
  • Pflanzen zu wählen, deren Geruch auf Hund und Katze unattraktiv und damit abschreckend wirkt

Insbesondere dort, wo sich die Vierbeiner besonders häufig aufhalten – etwa in der Nähe des Hundekorbs oder des Lieblingsschlafplatzes der Katze – sollten sich keine potenziell problematischen Pflanzen befinden.

Oft herrscht jedoch Unsicherheit darüber, auf welche Gewächse das überhaupt zutrifft. Im Zweifelsfall kann man daher echte Balkon- und Terrassenpflanzen direkt durch hochwertige Kunstpflanzen ersetzen.

Fazit: Haustiere stehen der Pflanzfreude nicht im Weg

Haustiere und eine farbenfrohe Balkon- und Terrassenbepflanzung schließen sich nicht gegenseitig aus. Allerdings empfehlen sich dafür ausschließlich Gewächse, die für Hunde und Katzen ungiftig sind. Denn aus Neugier, Spieltrieb oder Langeweile knabbern die Vierbeiner gern an Blüten und Blättern. Enthalten diese Giftstoffe, kann der Knabberspaß zur Lebensgefahr werden. Daher sollten sich Haustierbesitzer unbedingt darüber informieren, welche Topf- und Kastenpflanzen für ihre tierischen Mitbewohner schädlich sind und welche nicht.

Häufige Fragen

Welche Pflanzen sind für Katzen giftig?

Unter anderem gehören Dipladenia, Oleander und Hortensien zu den beliebten Balkon- und Terrassenpflanzen, die für Katzen gesundheitsgefährdend sind.

Welche Pflanzen sind für Hunde giftig?

Ebenso wie für Katzen sind Hortensien und Oleander für Hunde giftig. Gleiches gilt für beliebte Rankpflanzen wie Blauregen oder Clematis.

Woran erkennt man eine Pflanzenvergiftung beim Tier?

Hunde und Katzen, die eine für sie giftige Pflanze zu sich genommen haben, speicheln stark und können sich sogar erbrechen. Auch Durchfall, Apathie und Schmerzen können als Folgen einer Pflanzenvergiftung auftreten.

Erkennen Tiere giftige Pflanzen auf Balkon oder Terrasse?

Anders als ihre freilebenden Artgenossen fehlen und -hunden oft der Instinkt und die Erfahrung, um giftige Pflanzen zuverlässig zu erkennen. Dadurch kommt es vor, dass selbst ausgewachsene Tiere an Gewächsen knabbern, deren Verzehr für sie lebensgefährlich sein kann.

Können Haustiere an einer Pflanzenvergiftung sterben?

Insbesondere für Kitten und Welpen sind giftige Pflanzen ein hohes Gesundheitsrisiko, da ihr Verzehr teils starke Organschäden nach sich ziehen kann. Ein akutes Leber- oder Nierenversagen kann als Folge auftreten und zum Tod führen. Auch für ausgewachsene Tiere ist das Knabbern an bestimmten Pflanzen wie dem bereits genannten Oleander lebensgefährlich.

Was tun, wenn ein Haustier eine giftige Pflanze gefressen hat?

Wer glaubt, sein Hund oder seine Katze habe an einer giftigen Pflanze geknabbert, sollte mit dem zeitnah einen Tierarzt aufsuchen. Das gilt insbesondere dann, wenn das bereits Symptome einer Vergiftung zeigt.

Bild: @ depositphotos.com /Paylessimages

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