Netzagentur ermittelt wegen Fristverstößen bei Smart-Meter-Rollout

Netzagentur ermittelt wegen Fristverstößen bei Smart-Meter-Rollout

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Energiepolitik in Deutschland: Herausforderungen beim Smart-Meter-Rollout

Bonn () – Die Bundesnetzagentur hat im März Ermittlungsverfahren gegen 77 Netzbetreiber eingeleitet, die bisher keinen einzigen intelligenten Stromzähler (Smart Meter) verbaut haben sollen. „Es geht nicht um Netzbetreiber, die trödeln, sondern um Netzbetreiber, die glasklare gesetzliche Fristen gerissen haben“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, dem Podcast „Klima-Labor“ von ntv. „Wenn wir keinen Fortschritt sehen, zielen unsere weiteren Maßnahmen klar auf ein Zwangsgeld ab.“

Müller zufolge hat seine Behörde den Ausbaustand im vergangenen Jahr quartalsweise abgefragt. „Es gab also mindestens vier Haltelinien, um den Ausbau hochzurechnen und zu beschleunigen“, erklärte er. Dennoch hätten Dutzende Unternehmen nicht mit dem Rollout begonnen.

„Mehrere Netzbetreiber haben sich bei uns gemeldet und gesagt: Das ist alles irgendwie dumm gelaufen“, beschreibt Müller die Reaktionen auf die Ermittlungsverfahren. „Aber das wollen wir nicht mehr hören. Wir wollen wissen, wann die 77 Unternehmen ihre Pflicht erfüllt haben.“

Müller räumt ein, dass speziell kleinere Netzbetreiber die Einbaufristen reißen. Das seien Unternehmen, in denen der Rollout häufig von Kollegen nebenbei betreut werde. Der Chef der Netzagentur möchte die personelle Ausstattung jedoch nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Die hätten einen Dienstleister beauftragen können“, sagte er.

Zudem gebe es auch unter kleineren Netzbetreibern positive Beispiel wie die Stadtwerke Lübz: Diese haben 2024 als erste Messstellenbetreiber Deutschlands die 100-prozentige Pflichtabdeckung erreicht.

Deutschland hat sich beim Einbau von intelligenten Stromzählern anders als viele europäische Nachbarn für einen selektiven Rollout entscheiden. Zuerst müssen die 813 grundzuständigen Messstellenbetreiber alle privaten und gewerblichen Anwender mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden ausstatten. Auch Anwender, die mehr als 7 Kilowatt Strom erzeugen können, sind betroffen. Dasselbe gilt für Haushalte, die ein steuerbares Gerät wie Wärmepumpe oder Batteriespeicher besitzen.

Die Zielmarke für den Pflichteinbau liegt bei 90 Prozent bis Ende 2032. Die Vorgabe für Ende 2025 waren 20 Prozent. Diese wurde deutschlandweit betrachtet übertroffen: Laut Bundesnetzagentur sind bisher 23,3 Prozent der Pflichtfälle mit einem Smart Meter ausgestattet. Betrachtet man alle Messstellen in allen Haushalten und gewerbliche Einrichten liegt die Einbauquote bei 5,5 Prozent.

Deutschland gehört damit beim Smart-Meter-Rollout zu den europäischen Schlusslichtern. In Dänemark und Schweden sind bereits seit 2021 alle Haushalte mit einem intelligenten Stromzähler ausgestattet. Estland, Finnland, Italien, Luxemburg, Norwegen und Spanien standen damals bei bereits 98 Prozent; Frankreich, Lettland, Litauen, Malta, die Niederlande und Slowenien bei mehr als 80 Prozent.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Moderne Stromzähler (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Klaus Müller

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesnetzagentur, ntv, Stadtwerke Lübz, Deutschland, Dänemark, Schweden, Estland, Finnland, Italien, Luxemburg, Norwegen, Spanien, Frankreich, Lettland, Litauen, Malta, Niederlande, Slowenien.

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand im März statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Bonn, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Die Bundesnetzagentur hat Ermittlungsverfahren gegen 77 Netzbetreiber eingeleitet, da diese gesetzliche Fristen für den Einbau intelligenter Stromzähler (Smart Meter) nicht eingehalten haben, und droht mit Zwangsgeldmaßnahmen, wenn kein Fortschritt erzielt wird.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ermittlungsverfahren der Bundesnetzagentur gegen 77 Netzbetreiber
  • Fehlender Einbau von intelligenten Stromzählern (Smart Meter)
  • Überschreitung gesetzlicher Fristen durch Netzbetreiber
  • Quartalsweise Abfrage des Ausbaustands durch die Bundesnetzagentur
  • Unzureichende Fortschritte beim Rollout
  • Reaktionen von Netzbetreibern auf Ermittlungen
  • Schwierigkeiten bei kleineren Netzbetreibern
  • Selektiver Rollout in Deutschland
  • Vorgaben für Pflichteinbau von Smart Metern
  • Vergleich mit anderen europäischen Ländern bezüglich Rollout-Stand

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundesnetzagentur hat Ermittlungsverfahren gegen 77 Netzbetreiber eingeleitet
  • Netzbetreiber haben gesetzliche Fristen gerissen
  • Klaus Müller äußert Unzufriedenheit über langsamen Rollout
  • Einige Netzbetreiber haben sich für Missmanagement entschuldigt
  • Müller fordert klare Zeitpläne für die Erfüllung der Pflichten
  • Kleinere Netzbetreiber sind häufiger von Fristversäumnissen betroffen
  • Positives Beispiel: Stadtwerke Lübz erreichen 100% Pflichtabdeckung
  • Deutschland hat selektiven Rollout im Vergleich zu anderen europäischen Ländern
  • Einbauquote von Smart Metern in Deutschland liegt hinter anderen Ländern zurück

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ermittlungsverfahren gegen 77 Netzbetreiber
  • Anwendung von Zwangsgeldmaßnahmen
  • Überdurchschnittliche Nichteinhaltung gesetzlicher Fristen
  • Unzureichender Fortschritt beim Rollout
  • Negative Reaktionen von Netzbetreibern
  • Mangelnde personelle Ausstattung als nicht akzeptable Entschuldigung
  • hochgerechnete Zielmarke für Pflichtabdeckung bis 2032
  • Deutschland gehört zu den Schlusslichtern beim Smart-Meter-Rollout

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Klaus Müller, dem Präsidenten der Bundesnetzagentur, zitiert, in der er die Verzögerungen bei der Installation intelligenter Stromzähler kritisiert und das Vorgehen seiner Behörde erläutert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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