Bildungspolitik in Deutschland: Kritik am Förderprogramm
Berlin () – Die Partnerorganisationen des „Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft“ haben den von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) geplanten Umbau des Förderprogramms „Demokratie leben“ scharf kritisiert. Langjährige Expertise werde ohne Evaluationsgrundlage nicht anerkannt und die Demokratiebildung folglich geschwächt, kritisieren die zivilgesellschaftlichen Organisationen in einer gemeinsamen Erklärung.
„Kursänderungen, die vorgenommen werden, ohne die Ergebnisse der noch laufenden wissenschaftlichen Evaluation abzuwarten, sind nicht nachvollziehbar“, erklärte Lena Kahle, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik. „Die fachliche Expertise der Träger muss in die Ausarbeitung der neuen Förderrichtlinien einbezogen werden, anstatt diese vorschnell zu verwerfen. Eine Bildung für Demokratie muss transparent und in Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft entwickelt werden.“
Programme der Demokratiebildung müssten „längerfristig geplant sein, um nachhaltig und verlässlich wirken zu können“, sagte Jasmine Gebhard, Geschäftsführerin des Vereins „Makista – Bildung für Kinderrechte und Demokratie“. Der kurzfristige Strategiewechsel schwäche nicht nur für Regelstrukturen zugängliche Expertise, sondern erschüttere Vertrauen in staatliche Institutionen, wenn Angebote in Kitas, Schulen und Kommunen unvermittelt wegfallen. „Dies lenkt gegen die Bemühungen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, die Identifikation mit der Demokratie zu fördern und Rechtsextremismus, Antisemitismus und Islamismus vorzubeugen“, sagte sie. Das Misstrauen, das hier gegenüber denjenigen zum Ausdruck gebracht werde, die sich für eine starke Demokratie engagieren, strahle auf die Demokratie als Lebensform und die ihr zugrundeliegenden Werte aus.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Karin Prien (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Karin Prien, Lena Kahle, Jasmine Gebhard
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesbildungsministerium, Karin Prien (CDU), Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft, Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik, Verein "Makista - Bildung für Kinderrechte und Demokratie"
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Partnerorganisationen des "Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft" kritisieren den geplanten Umbau des Förderprogramms "Demokratie leben" von Bundesbildungsministerin Karin Prien, da er ohne wissenschaftliche Evaluation die langjährige Expertise und die Demokratiebildung gefährde.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geplanter Umbau des Förderprogramms "Demokratie leben"
- Kritik von Partnerorganisationen des "Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft"
- Fehlende Anerkennung langjähriger Expertise ohne Evaluationsgrundlage
- Durchführung von Kursänderungen ohne Abwarten der wissenschaftlichen Evaluation
- Notwendigkeit der Einbeziehung fachlicher Expertise in neue Förderrichtlinien
- Forderung nach langfristiger Planung für Programme der Demokratiebildung
- Auswirkungen auf Vertrauen in staatliche Institutionen und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Partnerorganisationen des "Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft" kritisieren Umbau des Förderprogramms "Demokratie leben"
- Langjährige Expertise wird ohne Evaluationsgrundlage nicht anerkannt
- Demokratiebildung wird geschwächt
- Kursänderungen ohne abgewartete wissenschaftliche Evaluation sind nicht nachvollziehbar
- Fachliche Expertise der Träger soll in neue Förderrichtlinien einbezogen werden
- Programme der Demokratiebildung müssen langfristig geplant sein
- Kurzfristiger Strategiewechsel schwächt Expertise und Vertrauen in staatliche Institutionen
- Angebotswegfall in Kitas, Schulen und Kommunen fördert Misstrauen
- negative Auswirkungen auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratieidentifikation
- Misstrauen strahlt auf die Demokratie und ihre Werte aus
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Schwächung der Demokratiebildung
- Missachtung langjähriger Expertise
- Vertrauensverlust in staatliche Institutionen
- Auswirkung auf Angebote in Kitas, Schulen und Kommunen
- Beeinträchtigung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Verminderte Identifikation mit der Demokratie
- Erhöhung von Rechtsextremismus, Antisemitismus und Islamismus
- Negatives Signal an Engagierte für Demokratie
- Einfluss auf die Demokratie als Lebensform und ihre Werte
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird die Stellungnahme von Lena Kahle, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik, zitiert. Sie kritisiert, dass Kursänderungen vorgenommen werden, ohne die Ergebnisse der laufenden wissenschaftlichen Evaluation abzuwarten.
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