Politische Neuausrichtung der SPD in Baden-Württemberg
Stuttgart () – Die SPD stellt sich in Baden-Württemberg nach nur 5,5 Prozent bei der Landtagswahl im März neu auf. Die Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori und der Ex-Abgeordnete Robin Mesarosch werden als Duo für die Landesspitze kandidieren, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Gegenkandidaturen sind demnach nicht zu erwarten.
„Es ist die Bereitschaft da, etwas Neues zu wagen. Deshalb haben wir beschlossen, gemeinsam für den Landesvorsitz zu kandidieren“, sagte Cademartori der „Süddeutschen Zeitung“. Zuvor hatte der Spitzenkandidat und Landesvorsitzende Andreas Stoch sein Amt niedergelegt.
Mit Cademartori und Mesarosch soll der baden-württembergische Landesverband nicht nur jünger, sondern auch linker und klarer in den Positionen werden. „Ein Ergebnis von fünf Prozent erfordert mehr Klarheit und mehr Zuspitzung, als wenn man eine 30-Prozent-Partei ist“, sagte Cademartori. „Wir haben nicht mehr viel zu verlieren. Und wir können nicht immer Rücksicht darauf nehmen, wer vielleicht noch nicht voll an Bord ist und ob irgendein Landesverband die Dinge anders sieht. Dann gehen wir unter.“
Ändern wollen beide als Erstes die Wähleransprache und organisatorische Fragen auf Landesebene. „Niemand hat etwas davon, wenn wir liebgewonnene Strukturen behalten und nächstes Mal bei drei Prozent sind. Es muss jetzt einen Bruch geben“, sagte Mesarosch. Ziel müsse es zudem sein, wieder erkennbar zu machen, für was die SPD in Baden-Württemberg stehe. „Wir treten nicht dafür an, dass wir dann nächstes Mal halt sieben Prozent holen“, sagte Mesarosch. „Unsere Leute müssen wieder wissen, was wir alles verändern können, wenn sie SPD wählen. Das ist das Ziel.“
Gleiches gelte jedoch auch für den Bund, so Cademartori. „Das ist alles kein Baden-Württemberg-Unikum. Unsere Lage ist noch ein Stück dramatischer, aber der Trend im Bund zeigt leider eher in unsere Richtung.“ Genau deswegen dürfe die SPD nicht darauf vertrauen, dass schon irgendwie alles gut gehe, sagte Cademartori – und macht klar, dass sie den Bund als Landesvorsitzende in diesen Fragen durchaus treiben wollen. „Wir sind eine neue Generation, die jetzt Verantwortung übernehmen will. Weil wir auch unzufrieden sind, wie es bisher läuft.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Isabel Cademartori, Robin Mesarosch, Andreas Stoch
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Süddeutsche Zeitung, Landesvorsitz
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand im März 2021 statt, nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Stuttgart, Baden-Württemberg.
Worum geht es in einem Satz?
Die SPD in Baden-Württemberg reformiert sich nach einem Wahlverlust und tritt mit Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als neues Führungsteam an, um die Partei jünger, linker und klarer in ihren Positionen zu positionieren.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Schlechte Wahlergebnisse der SPD in Baden-Württemberg (5,5 Prozent)
- Rücktritt des Landesvorsitzenden Andreas Stoch
- Wunsch nach Erneuerung und Veränderung innerhalb der Partei
- Streben nach klarereren Positionen und einer jüngeren Führung
- Notwendigkeit, die Wähleransprache zu verbessern
- Unzufriedenheit mit der aktuellen politischen Lage der SPD im Bund
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- SPD in Baden-Württemberg nach 5,5 Prozent bei Landtagswahl neu aufgestellt
- Isabel Cademartori und Robin Mesarosch kandidieren als Duo für Landesvorsitz
- Gegenkandidaturen nicht zu erwarten
- Cademartori betont Bereitschaft, Neues zu wagen
- Stoch hat Amt niedergelegt
- Ziel: jüngerer, linker und klarer Landesverband
- Notwendigkeit von Klarheit und Zuspitzung nach schwachem Wahlergebnis
- Wunsch nach Veränderung der Wähleransprache und organisatorischen Fragen
- Abkehr von liebgewonnenen Strukturen gefordert
- Ziel ist es, Wähler wieder über SPD-Angebote zu informieren
- Einschätzung, dass die Lage im Bund ebenso dramatisch ist
- Cademartori betont Verantwortung und Unzufriedenheit mit bisherigen Entwicklungen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Neue Kandidaten für die Landesspitze
- Fokus auf jüngere und klarere Positionen
- Änderung der Wähleransprache
- Organisatorische Veränderungen auf Landesebene
- Ziel, die Unterscheidbarkeit der SPD im Land zu stärken
- Verantwortung der neuen Generation übernehmen
- Verbesserung der Situation auf Bundesebene anstreben
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Isabel Cademartori zitiert: Sie sagt, dass die Bereitschaft besteht, etwas Neues zu wagen, und beschreibt das Ziel, für mehr Klarheit und Zuspitzung in der SPD zu sorgen.
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