Völkerrecht und humanitäre Krise im Nahen Osten
Genf () – Die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) Mirjana Spoljaric hat eine „Regellosigkeit, was das Kriegsrecht angeht“ im gesamten Nahen Osten attestiert. Die Genfer Konventionen würden Angriffe auf die Zivilbevölkerung verbieten: „Wenn man sich daran nicht mehr hält, dann werden Kriege zwischen Kriegsparteien zu Kriegen gegen die Zivilbevölkerung“, sagte sie der FAZ. Es sei „selbstzerstörerisch“, das humanitäre Völkerrecht zu missachten, so Spoljaric. Dies gelte auch für die Angriffe auf Iran.
Die Kriegsführung Israels in Libanon verglich sie mit jener von Russland in der Ukraine. Ziviles Leben unmöglich zu machen, sei eine Strategie, „die wir seit Jahren in den verschiedenen Konfliktgebieten beobachten, ob nun in Gaza, Sudan, der Ukraine oder jetzt gerade im Süden Libanons“. Die Zivilbevölkerung werde instrumentalisiert, um militärische Ziele zu erreichen. „Das sind Kriege zur Aushöhlung der Existenzgrundlage ganzer Bevölkerungen“, so Spoljaric.
Sie zeigte sich in Sorge um die Stärke des Völkerrechts. Diese liege wie im nationalen Recht auch „letztlich in seiner Umsetzung“. Die Staaten müssten wieder dazu gebracht werden, „dass sie sich an die Genfer Konventionen halten“. Das Völkerrecht müsse durchgesetzt werden. „Dazu müssen die Gerichte entsprechend ausgestattet und die Militärs entsprechend geschult sein.“ Wenn sich Regierungen nur mit militärischen Mitteln auf Kriege vorbereiteten, dann komme die Bevölkerung unter die Räder.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Internationales Rotes Kreuz in Genf (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Mirjana Spoljaric
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Genfer Konventionen, FAZ, Israel, Russland, Ukraine, Gaza, Sudan, Libanon.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Genf, Naher Osten, Iran, Libanon, Gaza, Sudan, Ukraine
Worum geht es in einem Satz?
Die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Mirjana Spoljaric, kritisiert die Missachtung des humanitären Völkerrechts im Nahen Osten, die zu einer Instrumentalisierung der Zivilbevölkerung in Konflikten führt, und fordert eine striktere Einhaltung der Genfer Konventionen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Regellosigkeit im Kriegsrecht im Nahen Osten
- Verstöße gegen die Genfer Konventionen
- Angriffe auf Zivilbevölkerung
- Vergleich der Kriegsführung verschiedener Konflikte
- Instrumentalisierung der Zivilbevölkerung für militärische Ziele
- Sorgen um die Durchsetzung des Völkerrechts
- Notwendigkeit der Schulung von Militärs und Ausstattung von Gerichten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zunahme von Angriffen auf die Zivilbevölkerung
- Wandel von Kriegen zwischen Kriegsparteien zu Kriegen gegen die Zivilbevölkerung
- Selbstzerstörung durch Missachtung des humanitären Völkerrechts
- Verletzung der Existenzgrundlage ganzer Bevölkerungen
- Sorge um die Stärke des Völkerrechts
- Notwendigkeit der Umsetzung des Völkerrechts
- Erfordernis von gut ausgestatteten Gerichten
- Notwendigkeit der Schulung von Militärs
- Gefahr für die Bevölkerung bei ausschließlich militärischer Vorbereitung auf Kriege
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Mirjana Spoljaric, zitiert, in der sie über die Missachtung des humanitären Völkerrechts und die Folgen für die Zivilbevölkerung spricht.
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