Sicherheit und Spionage in Thüringen
Erfurt () – Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer sieht nach der jüngsten Festnahme mutmaßlicher russischer Spione eine verschärfte Bedrohungslage für Führungskräfte der Rüstungsindustrie. „Die Risikobereitschaft und das Aggressionspotenzial haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen – von Einschüchterung und Kompromittierung bis hin zu konkreten Aktionen gegen Leib und Leben von Rüstungsmanagern im Rahmen hybrider Angriffe“, sagte Kramer dem „Handelsblatt“.
Die Bundesanwaltschaft hatte am Dienstag mitgeteilt, dass man zwei Personen habe festnehmen lassen, die für einen russischen Geheimdienst spioniert haben sollen. Die Beschuldigten sollen einen Geschäftsmann ausgespäht haben, dessen Firma von Bayern aus Bauteile für Drohnen an die Ukraine liefert.
Kramer sagte, dass Rüstungsbetriebe und ihre Manager, insbesondere wenn sie die Ukraine unterstützen, von Russland als „legitime Angriffsziele“ angesehen würden, sei „nicht neu“. Dieses Szenario „fließt in entsprechende Sicherheitslagebewertungen und Warnungen der Sicherheitsbehörden in Deutschland seit Langem mit ein“. Auch das persönliche Umfeld könne davon nicht ausgenommen werden.
Der Behördenchef verwies in diesem Zusammenhang auf frühere Vorgehensweisen russischer Agenten. Tötungsoperationen stünden „in einer langen Tradition von Giftattentaten russischer Nachrichtendienste“. Dies betreffe etwa Oppositionelle sowie ehemalige Angehörige russischer Dienste, vorwiegend im europäischen Exil in den vergangenen Jahrzehnten.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Fahne von Russland (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Stephan Kramer
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesanwaltschaft, Thüringens Verfassungsschutz, Handelsblatt, Russland, Ukraine
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Erfurt, Bayern, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer warnt nach der Festnahme mutmaßlicher russischer Spione vor einer gestiegenen Bedrohung für Führungskräfte der Rüstungsindustrie, da diese zunehmend als Angriffsziele für Russland gelten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
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- Thüringens Verfassungsschutzpräsident warnt vor verschärfter Bedrohungslage für Führungskräfte der Rüstungsindustrie
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- Sicherheitshandlungen und Warnungen der Behörden berücksichtigen diese Bedrohungslage
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Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer zitiert, der die verschärfte Bedrohungslage für Führungskräfte der Rüstungsindustrie beschreibt.
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