Wirtschaft: BDA kritisiert neue Regeln in Berlin
Berlin () – Vor den Beratungen des Bundesrats zum Tariftreuegesetz klagt der Arbeitgeberverband BDA über Bürokratie. „Schon jetzt sind die bürokratischen Anforderungen bei öffentlichen Ausschreibungen für die meisten Unternehmen viel zu hoch“, sagte BDA-Präsident Rainer Dulger der „Welt“ (Freitagausgabe). „In Zukunft wird es noch weniger attraktiv, sich um Aufträge des Bundes zu bemühen. Dieses Anti-Wachstumsgesetz ist gerade in der wirtschaftlich angespannten Lage ein verheerendes Signal von zu viel Staat – und schreckt potenzielle Investoren ab.“
Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des BDA halten 75 Prozent der befragten Unternehmen die bürokratischen Anforderungen bei öffentlichen Ausschreibungen für zu groß. 43 Prozent der 1.000 befragten Unternehmen erwägen, sich künftig gar nicht mehr um öffentliche Aufträge zu bewerben.
Das Bundestariftreuegesetz (TTG) wurde vom Bundestag Ende Februar 2026 verabschiedet. Es verpflichtet Unternehmen, die öffentliche Aufträge des Bundes ab einem Wert von 50.000 Euro ausführen, zur Einhaltung tarifvertraglicher Standards bei Löhnen, Urlaub und Arbeitszeiten. Das gilt auch für eingesetzte Subunternehmen. Verstöße können zum Ausschluss von künftigen Vergaben führen. Lieferverträge und Bundeswehraufträge sind von der Regelung ausgenommen. Am Freitag will der Bundesrat über das Gesetz beraten.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Rainer Dulger (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Rainer Dulger
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
BDA, Welt, Forsa, Bundestag, Bundesrat
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand Ende Februar 2026 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Bundestag, Bundesrat.
Worum geht es in einem Satz?
Der Arbeitgeberverband BDA kritisiert vor den Beratungen des Bundesrats über das Tariftreuegesetz die hohen bürokratischen Anforderungen bei öffentlichen Ausschreibungen und warnt, dass dies Unternehmen abschrecken und negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Einführung des Bundestariftreuegesetzes (TTG)
- Zunahme bureaucratischer Anforderungen bei öffentlichen Ausschreibungen
- Hohe Zahl von Unternehmen, die bürokratische Anforderungen als zu groß empfinden
- Abnahme der Attraktivität öffentlicher Aufträge für Unternehmen
- Wirtschaftlich angespannte Lage in Deutschland
- Bedenken des Arbeitgeberverbands BDA über negative Auswirkungen auf Investoren
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Politikreaktionen
- Bundesrat plant Beratungen zum Tariftreuegesetz
Öffentlichkeitsreaktionen
- 75 Prozent der befragten Unternehmen halten bürokratische Anforderungen für zu groß
- 43 Prozent erwägen, sich nicht mehr um öffentliche Aufträge zu bewerben
Medienreaktionen
- BDA-Präsident Dulger äußert sich kritisch in der "Welt" über das Gesetz und Bürokratie
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zunahme bürokratischer Anforderungen
- Abnahme der Attraktivität für Aufträge des Bundes
- Verheerendes Signal in wirtschaftlich angespannten Zeiten
- Abschreckung potenzieller Investoren
- 75 Prozent der Unternehmen halten Anforderungen für zu groß
- 43 Prozent der Unternehmen erwägen keine Bewerbung um öffentliche Aufträge
- Verstöße können zum Ausschluss von künftigen Vergaben führen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des BDA-Präsidenten Rainer Dulger zitiert.
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