Bundesregierung fordert in Chemieagenda Sofortmaßnahmen bis 2027

Bundesregierung fordert in Chemieagenda Sofortmaßnahmen bis 2027

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Wirtschaftspolitik: Chemieagenda der Bundesregierung

Berlin () – Die neue Chemieagenda der Bundesregierung sieht mehrere kurzfristige „Sofortmaßnahmen“ vor, die bis einschließlich 2027 umgesetzt werden sollen. Das berichtet das Nachrichtenportal Politico unter Berufung auf das Dokument. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) wollen die Chemieagenda 2045 am Mittag vorstellen.

Unter die Sofortmaßnahmen fällt etwa die geplante Einführung des Industriestrompreises und die Ausweitung der Strompreiskompensation. Ab diesem Jahr läuft gleichzeitig bis in die 2030er-Jahre die zweite Phase „Transformation und Skalierung“ und ab dann die dritte Phase „Industrielle Transformation und Technologieführerschaft“. Ziel ist „Deutschland zum weltweit innovativsten Chemie-, Pharma- und Biotechnologiestandort zu machen“.

Insbesondere beim Emissionshandel will das Strategiepapier ansetzen. So soll die im Sommer in Brüssel anstehende ETS-1-Reform genutzt werden, um „um Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz besser miteinander in Einklang zu bringen“, heißt es in der Chemieagenda 2045. Die Bundesregierung setzt sich in diesem Entwurf für „strukturelle Anpassungen bei der Benchmark-Abwertung“ ein, „um den Schutz vor Carbon Leakage zu verbessern, ohne klimaneutrale Technologien zu benachteiligen“. Zudem sollen auch nach 2039 noch ETS-Zertifikate in den Markt kommen. Dafür soll der lineare Reduktionsfaktor ab 2036 abgeflacht werden.

Der CO2-Grenzausgleichssystem CBAM, der den Import von CO2-intensiven Produkten verteuern soll, werde „auf absehbare Zeit für die Chemieindustrie keinen Carbon Leakage Schutz bieten“, heißt es dort. Carbon Leakage beschreibt das Risiko, dass Industrie in Drittstaaten abwandert, um die Preissteigerungen durch die CO2-Zertifikate zu umgehen. Das Instrument wird in der Chemieagenda für die Möglichkeit der Umgehung und den bürokratischen Aufwand kritisiert.

Der Clean Industrial Deal State Aid Framework (CISAF), der Beihilferahmen für die Industrie, soll weiterentwickelt werden, damit „das erklärte Ziel des Industriestrompreises von 50 Euro/MWh erreicht und ein längerfristiger Beitrag zur Entlastung der Stromkosten geleistet werden kann“. Das Angebot von Erdgas soll erweitert werden, um wettbewerbsfähige Preise zu sichern. Die Bundesregierung will prüfen, „ob die RFNBO-Industriequote an die Realitäten des H2-Hochlaufs angepasst werden sollte“. CO2-Differenzverträge sollen verstetigt werden.

An der Erarbeitung waren neben den beiden genannten Ministerien auch das Finanzministerium, Arbeitsministerium, Forschungsministerium, Digitalministerium und Kanzleramt beteiligt. Zudem waren die Bundesländer, die Branche und Gewerkschaft einbezogen. Die Agenda widmet sich den Themen Energie- und Klimapolitik, Innovation sowie Regulierung und Wettbewerbsfähigkeit.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Katherina Reiche, Carsten Schneider

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesregierung, Katherina Reiche (CDU), Carsten Schneider (SPD), Politico, Finanzministerium, Arbeitsministerium, Forschungsministerium, Digitalministerium, Kanzleramt, Bundesländer, Gewerkschaft.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich in Berlin statt, da dort die Chemieagenda der Bundesregierung vorgestellt wird. Außerdem werden die beteiligten Ministerien und Institutionen erwähnt, die möglicherweise in verschiedenen weiteren Orten in Deutschland tätig sind, aber der zentrale Ort für die Präsentation der Agenda ist Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Die neue Chemieagenda der Bundesregierung umfasst mehrere kurzfristige Sofortmaßnahmen bis 2027, darunter die Einführung eines Industriestrompreises und eine Reform des Emissionshandels, mit dem Ziel, Deutschland zum weltweit führenden Standort für Chemie, Pharma und Biotechnologie zu machen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Notwendigkeit einer Strategie zur Stärkung der Chemieindustrie
  • Ziel der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft
  • Druck durch Klimaschutzmaßnahmen und Emissionshandel
  • Vorhandensein von Carbon Leakage-Risiken
  • Anpassungsbedarf an bestehende Energie- und Klimapolitiken
  • Einbeziehung verschiedener Ministerien und Stakeholder in den Prozess
  • Geplante Sofortmaßnahmen bis 2027

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Die Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien wurden im Artikel nicht beschrieben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Einführung des Industriestrompreises
  • Ausweitung der Strompreiskompensation
  • Umstellung auf zwei Phase der Transformation bis in die 2030er-Jahre
  • Ziel: Deutschland als innovativsten Chemie-, Pharma- und Biotechnologiestandort
  • Anpassung im Emissionshandel zur besseren Vereinbarkeit von Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz
  • Strukturverbesserungen zum Schutz vor Carbon Leakage
  • Fortführung des ETS-Marktes nach 2039
  • Abflachung des linearen Reduktionsfaktors ab 2036
  • Keine Schutzmaßnahmen gegen Carbon Leakage für die Chemieindustrie durch CBAM
  • Weiterentwicklung des CISAF zur Zielerreichung des Industriestrompreises
  • Erweiterung des Erdgasangebots für wettbewerbsfähige Preise
  • Anpassung der RFNBO-Industriequote an H2-Hochlauf
  • Verstetigung von CO2-Differenzverträgen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Nein, im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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