Wirtschaft: Gaskraftwerke für Rechenzentren in Deutschland
Berlin () – Trotz gesetzlicher Vorgaben für erneuerbare Energien planen Betreiber von Rechenzentren eigene Gaskraftwerke. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, begünstigen fehlende Netzkapazitäten die lokale Stromversorgung mit fossiler Energie. „Das Stromnetz bietet nicht genügend Netzanschlusskapazitäten an den Orten, an denen Rechenzentren errichtet werden sollen“, sagte Ralph Hintemann, der die Versorgung von Rechenzentren beim Borderstep Institut analysiert.
So gibt es verschiedene Beispiele für Gaskraftwerke, die aktuell in der Planung oder im Bau sind und die Stromversorgung von Rechenzentren sichern sollen. So plant der Betreiber Edgeconnex in Maintal bei Frankfurt ein Rechenzentrum mit 170 Megawatt Leistung. Bis zum Anschluss ans Stromnetz im Jahr 2037 soll ein eigenes Gaskraftwerk den Strom liefern. Eon baut gemeinsam mit CyrusOne ein Kraftwerk mit 61 Megawatt (MW). In Mainz entsteht eine Anlage mit 54 Megawatt für die Notstromversorgung eines Rechenzentrums des Anbieters Green Mountain. In Birstein (Hessen) soll die „Frank Cube power station“ der Argaman Group die Stromversorgung eines Rechenzentrums mit 200 MW Kapazität sichern.
Die Bundesregierung will die Kapazitäten bis 2030 auf sechs Gigawatt verdoppeln. Dennoch müssen ab 2027 Rechenzentren ihren Strom bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen. Betreiber können ihren Verbrauch jedoch über Zertifikate ausgleichen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gasleitung (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ralph Hintemann, Edgeconnex, Eon, CyrusOne, Green Mountain, Argaman Group
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Borderstep Institut, Edgeconnex, Eon, CyrusOne, Green Mountain, Argaman Group, Bundesregierung
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Maintal, Frankfurt, Mainz, Birstein (Hessen).
Worum geht es in einem Satz?
Trotz gesetzlicher Vorgaben für erneuerbare Energien planen Betreiber von Rechenzentren aufgrund unzureichender Netzkapazitäten den Bau eigener Gaskraftwerke zur Sicherstellung ihrer Stromversorgung.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Gesetzliche Vorgaben für erneuerbare Energien
- Fehlende Netzkapazitäten für Stromversorgung
- Planung und Bau neuer Rechenzentren
- Bedarf an lokaler Stromversorgung
- Entwicklung neuer Gaskraftwerke zur Sicherstellung der Energieversorgung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Betreiber von Rechenzentren planen eigene Gaskraftwerke trotz gesetzlicher Vorgaben für erneuerbare Energien
- Fehlende Netzkapazitäten begünstigen lokale Stromversorgung mit fossiler Energie
- Es gibt mehrere Gaskraftwerke in Planung oder im Bau für die Stromversorgung von Rechenzentren
- Edgeconnex plant in Maintal ein Rechenzentrum mit 170 MW und eigenem Gaskraftwerk bis 2037
- Eon baut mit CyrusOne ein Kraftwerk mit 61 MW
- In Mainz entsteht eine Anlage mit 54 MW für die Notstromversorgung eines Rechenzentrums
- In Birstein wird eine Power Station mit 200 MW für ein Rechenzentrum geplant
- Bundesregierung will Kapazitäten bis 2030 auf sechs Gigawatt verdoppeln
- Ab 2027 müssen Rechenzentren ihren Strom bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen, können Verbrauch jedoch über Zertifikate ausgleichen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Eigene Gaskraftwerke zur Stromversorgung von Rechenzentren
- Fehlerhafte Integration in das Stromnetz
- Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
- Verzögerungen beim Netzanschluss
- Möglichkeit des Ausgleichs über Zertifikate
- Erhöhung der lokalen CO2-Emissionen
- Investitionen in fossile Infrastruktur
- Mangelnde Fortschritte bei der Nutzung erneuerbarer Energien
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Ralph Hintemann äußert sich zu den mangelnden Netzanschlusskapazitäten für Rechenzentren und deren Auswirkungen auf die lokale Stromversorgung mit fossiler Energie.
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