Commerzbank-Chefin bekräftigt Eigenständigkeit des Geldinstituts

Commerzbank-Chefin bekräftigt Eigenständigkeit des Geldinstituts

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Wirtschaft: Commerzbank wehrt sich gegen Übernahme

Frankfurt am Main () – Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat das Übernahmeangebot der italienischen Großbank Unicredit kritisiert und zugleich die Eigenständigkeit der Commerzbank bekräftigt.

Die Bank habe „in den vergangenen 18 Monaten nicht verloren, sondern gewonnen“ und großen Wert für Aktionäre, Kunden und Mitarbeitende geschaffen, sagte Orlopp der „Süddeutschen Zeitung“. Zugleich warf sie Unicredit-Chef Andrea Orcel mangelnde Transparenz und wechselnde Begründungen für das Vorhaben vor. „Bis heute sind wir im Unklaren, was Unicredit eigentlich will“, sagte sie. Die Commerzbank sei weiterhin gesprächsbereit, verlange aber ein klares Konzept: „Wenn jemand anklopft und sagt, ich habe eine Idee, dann darf man doch erwarten, dass er auch sagt, wie die Idee aussieht.“

Zudem warnte Orlopp vor den Folgen der von Unicredit angestrebten Kosten-Ertragsquote von 35 Prozent. Das sei nur möglich mit einem Personalabbau von zwei Dritteln. „Anders kommt man nicht auf eine Kostenquote von 35 Prozent. Da kann man nicht behaupten, ein Personalabbau sei aus der Luft gegriffen. Das funktioniert nicht.“ Die Kostenertragsquote besagt, wie viel Prozent der Erträge einer Bank durch ihre Kosten aufgezehrt werden, je niedriger der Wert, desto effizienter arbeitet das Institut.

Das aktuelle Angebot enthalte außerdem keine Prämie für die Aktionäre, bemängelte Orlopp. Trotz des Übernahmedrucks äußerte sie sich generell zuversichtlich: Die Commerzbank sei „stark und auf Kurs“. Die Bank werde ihre laufenden Finanzziele „demnächst noch einmal überarbeiten“ – mit dem Ziel, die bisherigen Planwerte zu übertreffen. Ihre eigenen Aktionäre seien „sehr zufrieden“ mit der Commerzbank.

Gleichzeitig würden sie erwarten, dass sich die Commerzbank ein Angebot anschaue, wenn es vorgelegt werde. Dazu habe man sich auch seit jeher verpflichtet. Die bisherige Strategie habe sich ausgezahlt. „Wenn die Unicredit uns im Herbst 2024 übernommen hätte, hätten die Aktionäre einen Wert von mehr als 15 Milliarden Euro auf dem Tisch liegengelassen“.

Seit die italienische Großbank Unicredit im Herbst 2024 bei der Commerzbank eingestiegen ist und ihren Anteil inzwischen auf fast dreißig Prozent ausgebaut hat, verfolgt sie offen das Ziel, Deutschlands zweitgrößte Privatbank zu übernehmen. Der Vorstand der Commerzbank wehrt sich gegen den Vorstoß aus Mailand. Vor einer Woche legte Unicredit-Chef Andrea Orcel nun ein freiwilliges Übernahmeangebot für die restlichen Aktien vor. Damit will er die Commerzbank nach eigenen Worten an den Verhandlungstisch zwingen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Commerzbank-Filiale (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Bettina Orlopp, Andrea Orcel

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Commerzbank, Unicredit, Bettina Orlopp, Andrea Orcel, Süddeutsche Zeitung.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt am Main, Mailand

Worum geht es in einem Satz?

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp kritisiert das Übernahmeangebot von Unicredit scharf, betont die Eigenständigkeit der Commerzbank und fordert mehr Transparenz sowie ein klares Konzept von Unicredit, während sie gleichzeitig vor den möglichen negativen Folgen eines Personalabbaus warnt und zuversichtlich bleibt, dass die Commerzbank ihre Finanzziele übertreffen wird.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Übernahmeangebot von Unicredit an die Commerzbank
  • Unicredit hat seinen Anteil auf fast 30 Prozent ausgebaut
  • Ziel von Unicredit: Übernahme der Commerzbank
  • Kritik von Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp an Unicredit
  • Mangelnde Transparenz und wechselnde Begründungen von Unicredit
  • Vorwurf eines möglichen Personalabbaus zur Erreichung der Kostenertragsquote
  • Angebot enthält keine Prämie für Aktionäre der Commerzbank
  • Historische Gewinne der Commerzbank in den letzten 18 Monaten
  • Verpflichtung der Commerzbank, Angebote zu prüfen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bettina Orlopp kritisiert Unicredit und bekräftigt Eigenständigkeit der Commerzbank
  • In den letzten 18 Monaten hätte die Commerzbank Wert geschaffen
  • Unicredit-Chef wird mangelnde Transparenz und wechselnde Begründungen vorgeworfen
  • Commerzbank zeigt sich gesprächsbereit, verlangt aber klares Konzept
  • Warnung vor Personalabbau aufgrund angestrebter Kosten-Ertragsquote von 35 Prozent
  • Aktuelles Übernahmeangebot bietet keine Prämie für Aktionäre
  • Orlopp äußert Zuversicht zur Stärke und Kurs der Commerzbank
  • Commerzbank plant Überarbeitung der Finanzziele
  • Aktionäre erwarten, dass Commerzbank Angebote prüft
  • Unicredit hat 2024 Anteile an Commerzbank erworben und strebt Übernahme an
  • Vorstand der Commerzbank wehrt sich gegen Übernahmeversuch

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Warnung vor Personalabbau von zwei Dritteln
  • Mangel an Transparenz seitens Unicredit
  • Keine Prämie für Aktionäre im Übernahmeangebot
  • Möglichkeit von Verlusten für Aktionäre bei Übernahme
  • Eigenständigkeit der Commerzbank in Gefahr
  • Überarbeitung der Finanzziele angestrebt
  • Erwartungshaltung der Aktionäre bezüglich Angebotsprüfung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp zitiert, in der sie das Übernahmeangebot von Unicredit kritisiert und die Eigenständigkeit der Commerzbank betont.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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