Kritik an Riester-Rente in Berlin
Berlin () – Aus der Unionsfraktion gibt es heftige Kritik an dem Gesetzentwurf zur neuen Riester-Rente. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.
Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag versprochen, die Riester-Rente „in ein neues Vorsorgeprodukt“ zu überführen und die Altersvorsorge dabei nicht nur von bürokratischen Hemmnissen zu befreien, sondern auch die Kosten zu senken. Inzwischen liegt dazu ein Gesetzentwurf vor, die Federführung hat das Finanzministerium von Lars Klingbeil (SPD).
„Wir müssen mehr Menschen für die private Altersvorsorge gewinnen“, dabei dürfe man aber „die Fehler der Riester-Reform nicht wiederholen“, sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion, Stefan Nacke, der Zeitung. Man benötige mehr Effizienz in einem Markt, der bisher nur unzureichend funktioniere. Deshalb brauche man jetzt „ein echtes Standardprodukt“ für die Arbeitnehmer, „nicht viele für die Versicherungswirtschaft, wie es Lars Klingbeil in seinem aktuellen Gesetzentwurf vorsieht“.
Idealerweise könne dieses „öffentlich-rechtliche Standardprodukt“ dann „zentral erklärt und ohne Vertrieb online abgeschlossen werden“, sagte der CDU-Politiker. So ließen sich Abschluss- und Verwaltungskosten auf ein Minimum reduzieren. Schweden zeige mit seinem Modell, dass „durch staatlich organisierte Strukturen renditestarke Lösungen mit Verwaltungskosten von lediglich 0,1 Prozent möglich sind“. Der jetzt im Bundestag vorliegende Gesetzentwurf erlaubt dagegen Kosten von bis zu 1,5 Prozent jährlich. Für Nacke ist das viel zu viel. „1,5 Prozent geht gar nicht“, findet er.
Werde der aus Klingbeils Finanzministerium stammende Gesetzentwurf nicht angepasst, drohe ein unübersichtlicher Markt mit zahllosen Varianten, aber ohne Orientierung für die Verbraucher, klagte Nacke. „Wenn wir wirklich wollen, dass mehr Menschen vorsorgen, dann müssen wir private Altersvorsorge einfacher machen, nicht komplizierter“, verlangt der Chef der Arbeitnehmergruppe. „Es darf am Ende nicht die beste Entscheidung sein, gar keine Entscheidung zu treffen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Finanzministerium (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Lars Klingbeil, Stefan Nacke
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Unionsfraktion, Süddeutsche Zeitung, SPD, Finanzministerium, Lars Klingbeil, Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion, Stefan Nacke, CDU, Bundestag
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Bundestag.
Worum geht es in einem Satz?
Die Unionsfraktion kritisiert den Gesetzentwurf zur neuen Riester-Rente, da er zu hohe Kosten zulässt und nicht das versprochene standardisierte und effiziente Produkt für private Altersvorsorge bietet, das für mehr Menschen zugänglich wäre.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD zur Reform der Riester-Rente
- Versprechen, die Riester-Rente in ein neues Vorsorgeprodukt zu überführen
- Ziel, bürokratische Hemmnisse abzubauen und Kosten zu senken
- Gesetzentwurf liegt vor, federführend im Finanzministerium von Lars Klingbeil (SPD)
- Kritik an der bestehenden Riester-Reform und der Notwendigkeit für mehr Effizienz
- Forderung nach einem echten Standardprodukt für Arbeitnehmer
- Anstieg der Verwaltungskosten im aktuellen Gesetzentwurf
- Vergleich mit dem schwedischen Modell, das niedrigere Kosten aufweist
- Bedenken hinsichtlich eines unübersichtlichen Marktes ohne klare Orientierung für Verbraucher
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Heftige Kritik der Unionsfraktion am Gesetzentwurf zur neuen Riester-Rente
- Koalitionsvertrag von Union und SPD verspricht Überführung in neues Vorsorgeprodukt
- Finanzministerium unter Lars Klingbeil hat Federführung
- Forderung nach mehr Effizienz im privaten Altersvorsorgemarkt
- Vorschlag für ein öffentlich-rechtliches Standardprodukt
- Ziel: Abschluss- und Verwaltungskosten minimieren
- Vergleich zu schwedischem Modell mit niedrigen Verwaltungskosten
- Gesetzentwurf erlaubt Kosten bis zu 1,5 % jährlich, was als zu hoch erachtet wird
- Warnung vor unübersichtlichem Markt ohne Verbraucherorientierung
- Aufruf zur Vereinfachung der privaten Altersvorsorge
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Heftige Kritik an Gesetzentwurf
- Notwendigkeit, private Altersvorsorge zu vereinfachen
- Gefahr eines unübersichtlichen Marktes
- Fehlende Orientierung für Verbraucher
- Hohe Verwaltungskosten von 1,5 Prozent
- Erforderlichkeit eines echten Standardprodukts
- Mangelnde Effizienz im bestehenden Markt
- Drohende Wiederholung vergangener Fehler in der Altersvorsorge
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Person Stefan Nacke, dem Vorsitzenden der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion, zitiert, der die Notwendigkeit eines "echten Standardprodukts" für die private Altersvorsorge betont.
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