Kulturpolitik in Leipzig: Erweiterungsbau Debatte
Berlin () – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat sein Vorgehen mit Blick auf den geplanten Erweiterungsbau für die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig gegen Kritik verteidigt.
Eine abschließende Prüfung der kostendefinierenden Planungsunterlagen für einen fünften Erweiterungsbau in Leipzig durch die zuständige Bauverwaltung des Bundes stehe noch aus, teilte die Bundesregierung am Mittwoch mit. Die langfristige Finanzierung sei zudem derzeit noch nicht gesichert. Das daraus resultierende Moratorium bedeute aber nicht, dass das Vorhaben gestrichen sei. Es könne in das laufende Haushaltsaufstellungsverfahren eingebracht werden, sodass hierüber parlamentarisch beraten werden könne.
„Selbstverständlich ist und bleibt der Bund der Deutschen Nationalbibliothek als Schatzkammer unseres schriftlichen Kulturerbes verpflichtet, ebenso wie ihrem Standort in Leipzig“, sagte Weimer. „Gleichwohl wollen wir für die Umsetzung ihres umfassenden Sammelauftrags künftig auch die Möglichkeiten der Digitalisierung stärker einsetzen.“ Deshalb gelte es, diesen gesetzlichen Sammelauftrag an die veränderten Gegebenheiten der digitalen Zeit anzupassen – nicht zuletzt auch mit Blick auf die enger werdenden finanziellen Spielräume der kommenden Jahre. „Dabei werden wir gemeinsam auch in Zukunft den Erhalt eingehender physischer Medienwerke sicherstellen.“
Der geplante fünfte Erweiterungsbau in Leipzig mit zu erwartenden Gesamtkosten von mehr als 100 Millionen Euro soll physische Neuzugänge sowie ältere Bestände aufnehmen, die derzeit nicht unter ausreichenden klimatischen Bedingungen gelagert werden können. Das Bauvorhaben soll im Zeitraum von 2027 bis 2032 realisiert werden. Die Nachricht, dass der Neubau vorerst nicht kommen soll, hatte zuletzt für scharfe Kritik aus der Kulturszene sowie aus Sachsen gesorgt.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wolfram Weimer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Wolfram Weimer
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsche Nationalbibliothek, Bundesregierung, Bund, Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, Sachsen
Wann ist das Ereignis passiert?
Der geplante fünfte Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig soll im Zeitraum von 2027 bis 2032 realisiert werden.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Leipzig.
Worum geht es in einem Satz?
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer verteidigt das Moratorium für den geplanten fünften Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig, das aufgrund noch ausstehender Prüfungen und ungesicherter Finanzierung beschlossen wurde, betont jedoch die langfristige Verpflichtung zur Erhaltung des kulturellen Erbes und die Anpassung an digitale Bedürfnisse.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geplante Erweiterung der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
- Notwendigkeit, physische Neuzugänge und ältere Bestände besser zu lagern
- Gesamtkosten des Bauvorhabens über 100 Millionen Euro
- Aktuelle unzureichende klimatische Bedingungen für Lagerung
- Moratorium aufgrund fehlender Prüfung der Planungsunterlagen
- Unsichere langfristige Finanzierung
- Anpassung des Sammelauftrags an die digitale Zeit
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Wolfram Weimer verteidigt sein Vorgehen gegen Kritik
- Bundesregierung teilt mit, Prüfung der Planungsunterlagen steht noch aus
- Langfristige Finanzierung des Projekts ist nicht gesichert
- Moratorium bedeutet nicht die Streichung des Vorhabens
- Vorhaben kann in das Haushaltsaufstellungsverfahren eingebracht werden
- Weimer betont Bund bleibt der Nationalbibliothek verpflichtet
- Digitalisierung soll verstärkt für den Sammelauftrag genutzt werden
- Geplante Gesamtkosten über 100 Millionen Euro
- Projekt soll zwischen 2027 und 2032 realisiert werden
- Scharfe Kritik aus der Kulturszene und Sachsen bezüglich der Verzögerung
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Langfristige Finanzierung nicht gesichert
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- Möglichkeit der parlamentarischen Beratung im Haushaltsaufstellungsverfahren
- Verpflichtung des Bundes zur Nationalbibliothek bleibt bestehen
- Anpassung des Sammelauftrags an digitale Gegebenheiten
- Sicherstellung des Erhalts physischer Medienwerke
- Kritik aus der Kulturszene und Sachsen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zitiert, in der er die Verpflichtung des Bundes zur Deutschen Nationalbibliothek bekräftigt und die Notwendigkeit betont, den Sammelauftrag an die digitale Zeit anzupassen.
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