DGB: Beamte zunehmend unzufrieden mit langen Arbeitszeiten

Überstunden im öffentlichen Dienst Berlin

() – Laut einer Sonderauswertung des Index „Gute “ des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) machen rund 40 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst regelmäßig Überstunden. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

22 Prozent leisten demnach durchschnittlich ein bis fünf Überstunden pro Woche. Weitere 17 Prozent arbeiten mehr als fünf Stunden pro Woche länger als vertraglich vereinbart.

Zudem sind viele mit der Arbeitszeit unzufrieden. 56 Prozent der Befragten im öffentlichen Dienst würden gern kürzer arbeiten. Unter den Beamten ist die Stimmung sogar noch schlechter: Hier gaben 65 Prozent an, sich nach Arbeitsentlastung zu sehnen. 33 Prozent von ihnen arbeiten laut dem DGB-Index mehr als 40 Stunden pro Woche. Und weitere 11 Prozent arbeiten jede Woche mehr als 48 Stunden. Insgesamt arbeiten 65 Prozent der Befragten aus dem öffentlichen Dienst 35 und mehr Stunden pro Woche.

„Vor diesem Hintergrund wirken nach weniger Teilzeit und längeren Arbeitszeiten wie ein Schlag ins Gesicht all jener, die seit Jahren an der Belastungsgrenze arbeiten“, sagte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende.

Auch die geplante Abschaffung des Acht-Stunden-Tages hält sie für ein falsches Signal. „Wer regelmäßig Überstunden schiebt, zusätzliche Schichten übernimmt und gesundheitliche Risiken trägt, braucht keine Belehrung darüber, wie er noch mehr leisten könnte.“

In der Beschäftigtenbefragung „DGB-Index Gute Arbeit“ gaben mehr als 1.300 Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst Auskunft über ihre Arbeitszeit. Insgesamt arbeiten mehr als 5,3 Millionen im öffentlichen Dienst, darunter sind knapp 1,8 Millionen Beamte und Richter. 35 Prozent der Beschäftigten in öffentlichen Dienst arbeiten in Teilzeit.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: DGB-Logo (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen von Personen im Artikel sind: Elke Hannack.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

DGB, Funke-Mediengruppe, Elke Hannack

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Eine Sonderauswertung des DGB zeigt, dass rund 40 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst regelmäßig Überstunden leisten, viele mit ihrer Arbeitszeit unzufrieden sind und sehnlichst nach einer Arbeitsentlastung verlangen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Hoher Anteil an Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die Überstunden leisten
  • 40 Prozent der Beschäftigten machen regelmäßig Überstunden
  • 22 Prozent leisten ein bis fünf Überstunden pro Woche
  • 17 Prozent arbeiten mehr als fünf Überstunden pro Woche
  • Unzufriedenheit mit der Arbeitszeit
  • 56 Prozent wünschen sich kürzere Arbeitszeiten
  • Unter Beamten sind 65 Prozent unzufrieden und möchten Entlastung
  • 33 Prozent der Beamten arbeiten mehr als 40 Stunden pro Woche
  • 11 Prozent arbeiten mehr als 48 Stunden pro Woche
  • 65 Prozent der Befragten arbeiten 35 oder mehr Stunden pro Woche
  • Forderungen nach längeren Arbeitszeiten werden als unangemessen empfunden
  • Kritik an der geplanten Abschaffung des Acht-Stunden-Tages

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Rund 40 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst leisten regelmäßig Überstunden
  • 22 Prozent arbeiten ein bis fünf Überstunden pro Woche
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  • 56 Prozent im öffentlichen Dienst wünschen sich kürzere Arbeitszeiten
  • Unter Beamten sind es 65 Prozent, die sich nach Arbeitsentlastung sehnen
  • 33 Prozent der Beamten arbeiten mehr als 40 Stunden pro Woche
  • 11 Prozent der Beamten arbeiten mehr als 48 Stunden pro Woche
  • 65 Prozent der Befragten arbeiten 35 und mehr Stunden pro Woche
  • Elke Hannack, DGB-Vize, kritisiert Forderungen nach weniger Teilzeit und längeren Arbeitszeiten
  • Abschaffung des Acht-Stunden-Tages wird als falsches Signal angesehen
  • Über 1.300 Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst haben an der Befragung teilgenommen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Rund 40 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst machen regelmäßig Überstunden
  • 22 Prozent leisten ein bis fünf Überstunden pro Woche
  • 17 Prozent arbeiten mehr als fünf Überstunden pro Woche
  • 56 Prozent der Befragten im öffentlichen Dienst wünschen sich kürzere Arbeitszeiten
  • 65 Prozent der Beamten sehnen sich nach Arbeitsentlastung
  • 33 Prozent der Beamten arbeiten mehr als 40 Stunden pro Woche
  • 11 Prozent arbeiten jede Woche mehr als 48 Stunden
  • 65 Prozent der Befragten arbeiten 35 und mehr Stunden pro Woche
  • Unzufriedenheit mit den Arbeitszeiten
  • Forderungen nach weniger Teilzeit und längeren Arbeitszeiten werden als unangemessen empfunden
  • Geplante Abschaffung des Acht-Stunden-Tages wird als falsches Signal wahrgenommen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, der Artikel zitiert eine Stellungnahme von Elke Hannack, der stellvertretenden DGB-Vorsitzenden, die kritisiert, dass Forderungen nach weniger Teilzeit und längeren Arbeitszeiten für Beschäftigte, die bereits an der Belastungsgrenze arbeiten, wie ein "Schlag ins Gesicht" wirken.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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