Bundestag will sich Tempo bei Sozialreformen nicht diktieren lassen

Politik: Bundestag gegenüber Regierungsplänen unabhängig

() – Bei den geplanten Reformen zu Rente und Gesundheit will sich der Bundestag das Tempo nicht von der schwarz-roten Bundesregierung diktieren lassen. Das sagte Parlamentspräsidentin Julia Klöckner (CDU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben).

Klöckner sagte: „Wir werden uns die Zeit nehmen, die wir brauchen. Beim Heizungsgesetz in der vergangenen Legislaturperiode haben wir erlebt, was es heißt, wenn durchgeboxt werden – ohne dass Zeit war, Hunderte Seiten zu lesen, zu hören und die Folgen sauber abzuschätzen.“

Die Bundestagspräsidentin ergänzte: „Bei den anstehenden Reformen kann es nicht sein, dass sich alle Akteure die nötige Zeit nehmen, das Parlament aber schnell abnicken soll.“ Die Regierung unter Leitung von Friedrich Merz (CDU) plant umfangreiche Umbauten an den Sozialversicherungssystemen. Expertenkommissionen sollen dazu bald Vorschläge unterbreiten.

Klöckner sagte auch, dass das Parlament der maßgebliche Ort der Entscheidung ist und nicht der Koalitionsausschuss aus den Spitzen von CDU, CSU und SPD. „Der Koalitionsausschuss darf so oft tagen, wie er will.“ Konkrete Ergebnisse würden aber nur erzielt, wenn Gesetze durchs Parlament gehen. „Deshalb lege ich Wert darauf, dass nicht ein Rhythmus von Koalitionsausschüssen die Tagesordnung und die Gesetzgebung bestimmt, sondern der Deutsche Bundestag.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundestagssitzung am 04.03.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutscher Bundestag, schwarz-rote Bundesregierung, Julia Klöckner, CDU, Funke-Mediengruppe, Friedrich Merz, CSU, SPD, Koalitionsausschuss.

Wann ist das Ereignis passiert?

04.03.2026

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutscher Bundestag.

Worum geht es in einem Satz?

Parlamentspräsidentin Julia Klöckner betont, dass der Deutsche Bundestag sich bei den geplanten Reformen zu Rente und Gesundheit nicht vom Tempo der Bundesregierung diktieren lassen wird und ausreichend Zeit für sorgfältige Beratungen einfordert.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Geplante Reformen zu Rente und Gesundheit
  • Unzufriedenheit mit dem Tempo der Bundesregierung
  • Erfahrungen aus der vergangenen Legislaturperiode mit dem Heizungsgesetz
  • Notwendigkeit einer gründlichen Prüfung und Diskussion der Gesetze
  • Stärkung der Rolle des Bundestags im Gesetzgebungsprozess
  • Kritik an Koalitionsausschüssen und deren Einfluss auf die Gesetzgebung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Parlamentspräsidentin Julia Klöckner betont, dass der Bundestag sich nicht von der Bundesregierung unter Druck setzen lässt
  • Klöckner kritisiert das schnelle Durchbohren von Gesetzen ohne ausreichende Zeit für Prüfungen und Anhörungen
  • Sie fordert, dass das Parlament die zentrale Entscheidungsinstanz bleibt und nicht der Koalitionsausschuss
  • Klöckner erwartet, dass alle Akteure ausreichend Zeit für die Reformen erhalten und nicht nur das Parlament unter Druck gesetzt wird
  • Regierung plant große Umbauten an den Sozialversicherungssystemen mit baldigen Vorschlägen von Expertenkommissionen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Langsame und gründliche Bearbeitung der Reformen
  • Möglichkeit für umfassende Expertise und Diskussion
  • Vermeidung hastiger Gesetzgebung
  • Betonung der Rolle des Parlaments
  • Eingeschränkte Dominanz von Koalitionsausschüssen in der Gesetzgebung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Parlamentspräsidentin Julia Klöckner (CDU) zitiert, die betont, dass der Bundestag sich beim Tempo der Reformen nicht von der Bundesregierung diktieren lassen will.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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