Fregattenprojekt F-126 wird immer teurer

Fregattenprojekt F-126: Kosten und Kritik in Berlin

() – Das umstrittene Fregattenprojekt F-126 wird für den immer teurer. In ihrer Sitzung an diesem Mittwoch sollen die Haushälter des Bundestags noch einmal knapp 100 Millionen freigeben, so die Vorlage des Finanzministeriums, aus der das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) zitiert.

Die Mittel müssen freigegeben werden, weil trotz des Entzugs eines Auftrags an eine niederländische Werftengruppe Rechnungen aufgelaufen sind. Schon in der vergangenen Woche hatten die Parlamentarier gesperrte Haushaltsmittel in Höhe von 70 Millionen Euro für das Fregattenprojekt freigegeben.

Damit wurden mittlerweile mehr als zwei Milliarden Euro in das Projekt investiert, oder besser gesagt: versenkt. „Das Fregattenprojekt F-126 ist zum Fass ohne Boden geworden“, sagte -Haushaltspolitiker Sebastian Schäfer. Auch die CDU übt Kritik. „Das Projekt F-126 läuft weiterhin völlig aus dem Ruder“, sagte Bastian Ernst (CDU), Berichterstatter der Unionsfraktion für die Marine. „Bis zur Entscheidung bis Ende April, wie es mit F-126 weitergeht, fällt es mir enorm schwer, weiteren Zahlungen zuzustimmen“, so Ernst.

Laut den Grünen gibt es zudem neue Schwachstellen bei der Prüfung der Verteidigungsausgaben. So hat der Bundesrechnungshof das für die Kontrolle des Verteidigungsetats zuständige Team neu aufgestellt. Von den neuen Kontrolleuren, so Schäfer, verfüge nicht ein einziger über Erfahrung im Verteidigungsbereich. Er sei sich sicher, dass auch das neue für den Verteidigungsetat zuständige Team des Rechnungshofs viel zur parlamentarischen Kontrolle beitragen würde, schreibt Grünen-Haushaltspolitiker Schäfer in einem Brief an Rechnungshof-Präsident Kay Scheller.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kriegsschiffe (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundestag, Finanzministerium, Handelsblatt, Grünen, CDU, Bastian Ernst, Unionsfraktion, Bundesrechnungshof, Kay Scheller.

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Datum oder der Zeitraum des beschriebenen Ereignisses ist der Mittwoch in der aktuellen Woche (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung) sowie Ende April für die Entscheidung über das Projekt. Für spezifische Daten bezieht es sich auf den Zeitraum, als die Haushaltsmittel in Höhe von 70 Millionen Euro freigegeben wurden.

Konkretes Datum oder genauer Zeitraum: Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Das umstrittene Fregattenprojekt F-126 wird für den Steuerzahler immer teurer, wobei der Bundestag weitere 100 Millionen Euro freigeben soll, während bereits über zwei Milliarden Euro investiert wurden und die Kritik von Politikern der Grünen und CDU an der Kostenentwicklung wächst.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Kostenexplosion im Fregattenprojekt F-126
  • Entzug eines Auftrags an niederländische Werftengruppe
  • Aufgelaufene Rechnungen trotz geänderter Verträge
  • Freigabe von bereits gesperrten Haushaltsmitteln
  • Kritik von politischen Akteuren (Grüne, CDU)
  • Neuaufstellung des Kontrolleure-Teams des Bundesrechnungshofs
  • Mangelnde Erfahrung der neuen Kontrolleure im Verteidigungsbereich

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Weder Politik, Öffentlichkeit noch Medien werden in dem Artikel beschrieben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Kostenexplosion des Projekts
  • Über 2 Milliarden Euro investiert
  • Kritische Äußerungen von Politikern
  • Zweifel an weiteren Zahlungen
  • Neue Schwachstellen bei der Prüfung der Verteidigungsausgaben
  • Neuaufstellung des Prüfungsteams des Bundesrechnungshofs
  • Mangel an Erfahrung im Verteidigungsbereich bei neuen Kontrolleuren
  • Erwartung auf bessere parlamentarische Kontrolle

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Grünen-Haushaltspolitiker Sebastian Schäfer bezeichnet das Fregattenprojekt F-126 als "Fass ohne Boden".

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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