AfD-Landtagsabgeordnete beschäftigen besonders viele Mitarbeiter
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Personalstruktur der AfD im Landtag NRW
Düsseldorf/Magdeburg () – AfD-Abgeordnete in Nordrhein-Westfalen beschäftigen offenbar deutlich mehr Mitarbeiter als die Mitglieder aller anderen Fraktionen.
Im Schnitt sind für die AfD-Mitglieder des Landtags 8,5 Mitarbeiter tätig, bei den anderen Parteien sind es im Schnitt unter 5,0, wie das Nachrichtenportal T-Online unter Berufung auf die Landtagsverwaltung in Düsseldorf berichtet. Die zwölf AfD-Parlamentarier beschäftigen laut T-Online also fast doppelt so viel Personal wie die zwölf FDP-Abgeordneten – 102 zu 56. Bei einem der NRW-AfD-Landespolitiker sollen 15 Mitarbeiter tätig sein.
Die Mitglieder des Düsseldorfer Landtags können aus einem Betrag von bis zu 10.208 Euro schöpfen, um damit persönliche Mitarbeiter zu beschäftigen. Die AfD-Parlamentarier unterhalten dabei aus dem Topf im Schnitt auch annähernd so viel Personal wie ihre Parteikollegen im Bundestag (8,9). Die Bundestagsabgeordneten haben dafür mit 26.650 Euro mehr als doppelt so viel Geld zur Verfügung.
Die AfD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen verteidigte die ungewöhnlich hohe Zahl von Mitarbeitern bei ihren Abgeordneten. Ein Sprecher der Fraktion teilte T-Online mit, die Mitarbeiterstruktur sei stärker aufgaben- als personenbezogen organisiert und verteile sich daher teilweise auf mehrere Teilzeit- sowie temporäre Beschäftigungsverhältnisse.
Mitarbeiter übten ihre Tätigkeit bewusst neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit aus. In der AfD werde so berücksichtigt, dass die Anforderungen in der Regel nicht von wenigen Personen in gleicher Qualität abgedeckt werden könnten wie von mehreren Personen, die sich jeweils intensiv mit bestimmten Themenfeldern befassten.
Die Partei steht derzeit im Zentrum einer bundesweiten Vetternwirtschaftsaffäre, die in Sachsen-Anhalt begann und seither immer weitere Kreise zieht: Abgeordnete im Bundestag und in Landtagen sollen vielfach Partner und enge Angehörige von anderen Abgeordneten beschäftigen.
Auch im Magdeburger Landtag sind die Mitarbeiterzahlen offenbar signifikant höher. Laut einer Liste der Landtagsverwaltung Sachsen-Anhalt, aus der die „taz“ zitiert, beschäftigen die 23 AfD-Abgeordneten in dem Landesparlament 162 Mitarbeiter. Die CDU – mit 40 Abgeordneten fast doppelt so groß – stellt 125 Mitarbeiter, die SPD nur 28, die Linke 21, die FDP 20 und die Grünen neun.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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AfD-Abgeordnete in Nordrhein-Westfalen beschäftigen mit durchschnittlich 8,5 Mitarbeitern pro Mitglied fast doppelt so viel Personal wie Abgeordnete anderer Fraktionen, was inmitten einer bundesweiten Vetternwirtschaftsaffäre steht.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Hohe Mitarbeiterzahlen bei AfD-Abgeordneten in Nordrhein-Westfalen
Vergleich mit anderen Fraktionen im Landtag
Finanzierung durch festgelegte Beträge für Mitarbeiter
Struktur der Mitarbeiterorganisation in der AfD
Bundesweite Vetternwirtschaftsaffäre
Hohe Mitarbeiterzahlen auch in Sachsen-Anhalt
Vergleich der Mitarbeiterzahlen zwischen AfD und anderen Parteien
AfD-Abgeordnete in NRW haben im Schnitt 8,5 Mitarbeiter pro Abgeordnetem
Andere Parteien beschäftigen im Schnitt unter 5,0 Mitarbeiter
AfD hat damit fast doppelt so viel Personal wie FDP-Abgeordnete
AfD-Landtagsfraktion verteidigt hohe Anzahl an Mitarbeitern
Mitarbeiterstruktur soll aufgabenbezogen organisiert sein
Anforderungen können besser von mehreren speziellen Mitarbeitern abgedeckt werden
AfD steht im Fokus einer bundesweiten Vetternwirtschaftsaffäre
In Sachsen-Anhalt beschäftigen 23 AfD-Abgeordnete 162 Mitarbeiter
Vergleich: CDU mit 40 Abgeordneten hat 125 Mitarbeiter, SPD nur 28
Welche Konsequenzen werden genannt?
Höhere Anzahl an Mitarbeitern im Vergleich zu anderen Fraktionen
Erhöhter Personalbedarf für spezifische Themenfelder
Mögliche Kritik an Vetternwirtschaft
Negative Wahrnehmung in der Öffentlichkeit
Einfluss auf finanzielle Ressourcen der Partei
Potenzielle rechtliche Überprüfungen der Personalverhältnisse
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme eines Sprechers der AfD-Landtagsfraktion zitiert, der die hohe Zahl an Mitarbeitern als aufgaben- statt personenbezogen erklärt und betont, dass mehrere Personen sich intensiv mit bestimmten Themenfeldern befassen.