Reiche verteidigt Kürzungspläne für erneuerbare Energien

Politik in Berlin: Erneuerbare Energien im Fokus

Berlin () – Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) verteidigt ihre , die Förderung und den Ausbau erneuerbarer Energien einzuschränken. „Die Erneuerbaren sind erwachsen geworden, sie stehen für den größten Teil der Stromerzeugung in “, sagte Reiche dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). „Daraus folgt, dass sie jetzt auch mehr Systemverantwortung übernehmen müssen.“

Mit Blick auf Überlegungen ihres Hauses, die Entschädigungen für Erneuerbaren-Anlagen zu streichen, wenn wegen fehlender Netzkapazitäten nicht eingespeist werden kann, sagte sie: Die Kosten für Strom, „der aufgrund von Netzengpässen nicht genutzt werden kann, betragen mittlerweile fast drei Milliarden im Jahr“. Die Summe werde auf alle umgelegt und erhöhe die Stromkosten. „Das kann doch nicht die Lösung sein“, sagte sie.

Die geplanten Änderungen sind Bestandteil eines „Netzpaketes“ des Wirtschaftsministeriums, dessen Entwurfsfassung vor einigen Tagen durchgesickert war. Reiche steht wegen des Netzpaketes in der Kritik. Die Erneuerbaren-Branche wirft ihr vor, sie wolle den Ausbau der Erneuerbaren blockieren.

Die Ministerin sagte, sie habe für die Kritik kein Verständnis. „Es geht um die Kosten des Gesamtsystems“, beteuerte sie. „Ich sehe meinen Auftrag darin, die Belastung für Wirtschaft und Verbraucher durch Energiekosten zu reduzieren oder mindestens nicht weiter steigen zu lassen“, sagte sie. Dazu sei eine faire Lastenverteilung erforderlich. „Wer in diesem Zusammenhang von `Blockade` spricht, manövriert sich ins Aus“, sagte die Ministerin.

Der Zubau von Photovoltaik und Windkraft hat im vergangenen Jahr nicht die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Ausbauziele erreicht. Ab 2025 sollen jährlich 7,8 Gigawatt Windenergie zugebaut werden, ab 2026 sollen jährlich 22 Gigawatt Solarenergie. Die Kürzung der Einspeisevergütung im EEG hatte in den Jahren nach 2012 dazu geführt, dass der Ausbau einbrach.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Windräder (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Bundeswirtschaftsministerium, Katherina Reiche, CDU, Handelsblatt, Erneuerbaren-Branche, Wirtschaftsministerium, Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

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Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche verteidigt ihre Pläne zur Einschränkung der Förderung erneuerbarer Energien, betont, dass diese nun mehr Verantwortung übernehmen müssen, um die Kosten für Verbraucher zu senken, und weist die Kritik der Erneuerbaren-Branche an ihrem "Netzpaket" zurück.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anstieg der Kosten für ungenutzten Strom aufgrund von Netzengpässen
  • Kritik an den geplanten Änderungen im Netzpaket
  • Nicht-Erreichung der Ausbauziele für Photovoltaik und Windkraft
  • Entwicklung hin zu höheren Stromkosten für Verbraucher
  • Einschätzung, dass Erneuerbare Energien mehr Verantwortung übernehmen sollten

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Katherina Reiche verteidigt Pläne zur Einschränkung der Förderung erneuerbarer Energien
  • Erneuerbare Energien sollen mehr Systemverantwortung übernehmen
  • Überlegungen, Entschädigungen für nicht eingespeisten Strom zu streichen
  • Kosten für ungenutzten Strom aufgrund von Netzengpässen betragen fast drei Milliarden Euro jährlich
  • Kritik an Reiche aus der Erneuerbaren-Branche, Vorwurf des Blockierens des Ausbaus
  • Reiche sieht Kritik als unverständlich und betont Kosten des Gesamtsystems
  • Zubau von Photovoltaik und Windkraft erreichte nicht die Ziele des EEG
  • Ab 2025 ist jährlicher Zubau von 7,8 Gigawatt Windenergie vorgeschrieben, ab 2026 22 Gigawatt Solarenergie

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Einschränkung der Förderung erneuerbarer Energien
  • Erhöhung der Stromkosten für Verbraucher
  • Kritik an den geplanten Änderungen
  • Mangelnde Erreichung der Ausbauziele für Wind- und Solarenergie
  • Gefahr der Blockade des Ausbaus erneuerbarer Energien
  • Notwendigkeit einer fairen Lastenverteilung im Energiesystem

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zitiert, die ihre Pläne zur Einschränkung der Förderung erneuerbarer Energien verteidigt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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