Fortschritte der Energiewende in Deutschland
Berlin () – Deutschland macht Fortschritte bei der Energiewende. Das geht aus dem neuen Energiewende-Monitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben) berichten. Der Monitor analysiert die Entwicklung zentraler Technologien im zweiten Halbjahr 2025.
„Die Politik sollte die günstigen Rahmenbedingungen nutzen, statt auf die Bremse zu treten“, sagte Studienautor Wolf-Peter Schill, der Leiter des DIW-Forschungsbereichs „Transformation der Energiewirtschaft“. „Auch wenn die Stromnachfrage derzeit langsamer steigt als erwartet: Der Strom wird später fehlen, wenn die Erneuerbaren jetzt nicht kräftig ausgebaut werden.“
Positiv bewertet das DIW die „Dynamik bei der Speicherkapazität der Großbatterien“. Im zweiten Halbjahr 2025 sei diese um 0,8 Gigawattstunden angestiegen, ein Zuwachs von gut 25 Prozent. Großbatterien sichern überschüssigen Solar- und Windstrom für Zeiten geringer Produktion. Die zunehmende Batteriekapazität dürfte laut DIW dazu beigetragen haben, dass „die Zahl der Stunden mit negativen Großhandelspreisen im zweiten Halbjahr 2025 deutlich zurückgegangen ist“.
Bei Heizungen entfiel laut Bericht 2025 fast die Hälfte der Neuinstallationen auf elektrische Wärmepumpen. Insgesamt habe ihre Zahl 2,2 Millionen Anlagen erreicht. Im Verkehrsbereich seien 4,5 Prozent der Neuanmeldungen im zweiten Halbjahr 2025 auf Elektro-Sattelzüge entfallen. Das seien fast doppelt so viel wie im ersten Halbjahr gewesen. Trotzdem liege der Anteil der neuen E-Fahrzeuge an allen Neuanmeldungen noch niedrig – für Lkw insgesamt bei 10,9 Prozent, für Pkw bei 20,4 Prozent. Die Tendenz sei jedoch deutlich steigend
Großen relativen Zuwachs registriert das DIW auch bei der Photovoltaik: Die installierte Leistung betrage nun 117 Gigawatt, etwas mehr als die Hälfte der für 2030 vorgesehenen Leistung. Windkraft an Land sei 2025 ebenfalls gewachsen, der Abstand zum Ziel, wie es im Erneuerbare-Energien-Gesetz beschrieben ist, sei hier jedoch noch größer. „Bei der Energiewende sehen wir Fortschritte in vielen Bereichen, aber nicht das Tempo, das für Klimaschutz und Energiesouveränität wünschenswert wäre“, sagte Schill.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Windrad-Bau (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Wolf-Peter Schill
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Funke-Mediengruppe, Erneuerbare-Energien-Gesetz.
Wann ist das Ereignis passiert?
Der beschriebene Zeitraum ist das zweite Halbjahr 2025.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Deutschland erzielt Fortschritte bei der Energiewende, insbesondere im Ausbau von Großbatterien und Wärmepumpen, bleibt jedoch hinter den gewünschten Tempi für Klimaschutz und Energiesouveränität zurück, so der Energiewende-Monitor des DIW.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Fortschritte bei der Energiewende in Deutschland
- Analyse der Entwicklung zentraler Technologien durch DIW
- Zunehmende Stromnachfrage und deren langsame Steigerung
- Notwendigkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien
- Dynamik bei Speicherkapazität von Großbatterien
- Zuwachs an elektrischen Wärmepumpen und deren Neuinstallationen
- Steigende Neuanmeldungen für Elektro-Sattelzüge
- Zunahme installierter Photovoltaik-Leistung
- Wachstum der Windkraft, jedoch langsamer als gewünscht
- Fehlendes Tempo für Klimaschutz und Energiesouveränität
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Politik sollte günstige Rahmenbedingungen nutzen
- Wolf-Peter Schill fordert mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien
- Positives Feedback zur Dynamik bei Speicherkapazität von Großbatterien
- Anstieg der Speicherkapazität um 0,8 Gigawattstunden (25 % Zuwachs)
- Zahl der Stunden mit negativen Großhandelspreisen ist gesunken
- Fast die Hälfte der Heizungs-Neuinstallationen entfiel auf elektrische Wärmepumpen
- 2,2 Millionen elektrische Wärmepumpen im Jahr 2025
- Anstieg der Neuanmeldungen für Elektro-Sattelzüge auf 4,5 %
- Gesamtanteil neuer E-Fahrzeuge bei 10,9 % (Lkw) und 20,4 % (Pkw)
- Photovoltaik zeigt großen relativen Zuwachs, 117 Gigawatt installierte Leistung
- Windkraft an Land wächst, jedoch noch größer Abstand zu gesetzten Zielen
- Fortschritte in vielen Bereichen, aber nicht das wünschenswerte Tempo für Klimaschutz
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Fortschritte bei der Energiewende
- Politische Handlungsempfehlung zur Nutzung günstiger Rahmenbedingungen
- Risiko eines späteren Strommangels bei unzureichendem Ausbau erneuerbarer Energien
- Zuwachs der Speicherkapazität bei Großbatterien um 25 Prozent
- Rückgang der Stunden mit negativen Großhandelspreisen
- Hoher Anteil elektrischer Wärmepumpen bei Neuinstallationen
- Steigende Anzahl von Elektro-Sattelzügen bei Neuanmeldungen
- Niedriger Anteil neuer E-Fahrzeuge im Vergleich zu Gesamtneuanmeldungen
- Zunehmende Tendenz bei elektrischen Fahrzeugen
- Relativer Zuwachs bei Photovoltaik und installierter Leistung
- Wachstum der Windkraft an Land, aber größerer Abstand zum Ziel
- Fortschritte in vielen Bereichen, aber unzureichendes Tempo für Klimaschutz und Energiesouveränität
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Der Studienautor Wolf-Peter Schill äußert sich besorgt über das Tempo der Energiewende und fordert die Politik auf, günstige Rahmenbedingungen zu nutzen.
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