Altersvorsorge-Reform in Deutschland: Bürgerfonds-Entwurf
Berlin () – Mit einem staatlich verwalteten Bürgerfonds nach schwedischem Vorbild wollen die Grünen die private Altersvorsorge umbauen.
Das geht aus einem Beschlussantrag der Grünen-Bundestagsfraktion für das Parlament hervor, über den die „Rheinische Post“ berichtet. „Gelungene Modelle, wie das schwedische, zeigen, wie es gehen kann: Mit einem öffentlich verwalteten Fonds und einer automatischen Teilnahme lässt sich die Breite der Bevölkerung erreichen“, heißt es in dem Antrag.
Er soll im Februar in den Bundestag kommen, dürfte von der schwarz-roten Mehrheit allerdings abgewiesen werden. Der Bürgerfonds soll die erfolglose Riester-Rente ablösen und sei ein besserer Weg als die von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) im Dezember vorgestellte Reform der Altersvorsorge, so die Grünen. Der Bürgerfonds soll durch einen öffentlich-rechtlichen Träger neu gegründet oder an bestehende Träger übertragen werden. Er soll politisch unabhängig und professionell verwaltet werden.
Abhängig Beschäftigte sollen automatisch einen Teil ihres Gehalts in den Fonds einzahlen. Sie können aber aktiv widersprechen („Opt-Out-Regel“). Andere Personengruppen, wie etwa Selbstständige, können ebenfalls teilnehmen, entscheiden darüber aber selbst („Opt-in-Regel“). Der Fonds soll das eingezahlte Kapital am Markt „breit diversifiziert und größtenteils passiv“ anlegen, dabei aber renditeorientiert sein, Investitionen in fossile Geschäftsmodelle wie Ölkonzerne ausschließen und deutsche und europäische Wertpapiere bevorzugen.
„Der grüne Bürgerfonds markiert einen echten Neustart in der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Er bügelt die Schwachstellen der gescheiterten Riester-Rente aus und sorgt wirklich für höhere Zusatzrenten im Alter“, sagte Grünen-Politiker Stefan Schmidt, Mitglied im Finanzausschuss des Bundestags.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Lars Klingbeil, Stefan Schmidt
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Grüne, Grünen-Bundestagsfraktion, Bundestag, schwarz-rote Mehrheit, Riester-Rente, Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, SPD, deutscher und europäischer Wertpapiere.
Wann ist das Ereignis passiert?
Februar (genauer Zeitpunkt im Februar nicht erwähnt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Der Ort, an dem das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, ist Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Die Grünen schlagen einen staatlich verwalteten Bürgerfonds nach schwedischem Vorbild vor, um die private Altersvorsorge zu reformieren und die gescheiterte Riester-Rente abzulösen, dabei stützen sie sich auf eine automatische Teilnahme für abhängig Beschäftigte und Ausschluss von Investitionen in fossile Geschäftsmodelle.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Bedarf an Reform der privaten Altersvorsorge
- Kritik an der Riester-Rente
- Vorbild Schweden mit staatlich verwaltetem Bürgerfonds
- Ziel, breitere Bevölkerungsschichten zu erreichen
- Politische Unabhängigkeit und professionelle Verwaltung des Fonds
- Automatische Teilhabe für abhängig Beschäftigte
- Exklusive Investitionen in nachhaltige Anlagen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Umstrukturierung der privaten Altersvorsorge
- Ablösung der Riester-Rente
- Schaffung eines staatlich verwalteten Bürgerfonds
- Automatische Teilnahme für abhängig Beschäftigte
- Möglichkeit des Widerspruchs (Opt-Out)
- Teilnahmeoption für Selbstständige (Opt-in)
- Breite Diversifikation und renditeorientierte Anlagen
- Ausschluss von Investitionen in fossile Geschäftsmodelle
- Bevorzugung deutscher und europäischer Wertpapiere
- Verbesserung der Zusatzrenten im Alter
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Stefan Schmidt, ein Grünen-Politiker, sagt: "Der grüne Bürgerfonds markiert einen echten Neustart in der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge."
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