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Politik und Landwirtschaft in Thüringen
Erfurt () – Der Bundesrat hat den Gesetzentwurf der Bundesregierung unterstützt, der eine leichtere Bejagung von Wölfen vorsieht. Thüringens Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) begrüßte die Entscheidung der Länder.
„Die Ausbreitung des Wolfs stellt auch in Thüringen eine wachsende Herausforderung für die Weidetierhaltung dar“, teilte die Ministerin am Freitag mit.
Hintergrund ist ein Beschluss des EU-Parlaments vom Mai 2025, den Schutzstatus des Wolfs von „streng geschützt“ auf „geschützt“ abzusenken. Der Bundesrat mahnte in seiner Stellungnahme jedoch eine weniger bürokratische Umsetzung der geplanten nationalen Gesetzesänderungen an.
Er kritisierte, dass der deutsche Entwurf über die EU-Vorgaben hinausgehe, die lediglich fordern, dass trotz Bejagung ein günstiger Erhaltungszustand der Art erhalten bleibt.
In Thüringen leben nach Angaben des Kompetenzzentrums Wolf, Biber, Luchs aktuell drei Wolfsrudel und drei Wolfspaare mit insgesamt 25 bis 30 Tieren. Im Jahr 2025 wurden demnach 57 Wolfsrisse mit 176 getöteten Nutztieren – überwiegend Schafe, Kälber sowie Dam- und Gatterwild – registriert.
„Der Wolf ist ein geschütztes Wildtier und wird das auch bleiben“, sagte Boos-John. „Aber seine Rückkehr darf nicht zu einem unkalkulierbaren Risiko für die Landwirtschaft werden.“
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Sitzung des Bundesrates am 30.01.2026
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesrat, Bundesregierung, Thüringens Landwirtschaftsministerium, CDU, EU-Parlament, Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 30. Januar 2026.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Erfurt, Thüringen, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Der Bundesrat hat einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur erleichterten Bejagung von Wölfen unterstützt, um den Herausforderungen für die Weidetierhaltung, insbesondere in Thüringen, zu begegnen, während eine weniger bürokratische Umsetzung gefordert wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ausbreitung des Wolfs in Thüringen
- Wachsende Herausforderungen für die Weidetierhaltung
- Beschluss des EU-Parlaments zur Absenkung des Schutzstatus des Wolfs
- Notwendigkeit einer weniger bürokratischen Umsetzung von Gesetzesänderungen
- Kritische Haltung des Bundesrats zu deutschen Entwurf über EU-Vorgaben hinaus
- Registrierte Wolfsrisse und getötete Nutztiere in 2025
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundesrat unterstützt Gesetzentwurf zur leichteren Bejagung von Wölfen
- Thüringens Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John begrüßt Entscheidung
- Ausbreitung des Wolfs stellt Herausforderung für Weidetierhaltung dar
- EU-Parlament beschloss 2025 Absenkung des Schutzstatus des Wolfs
- Bundesrat fordert weniger bürokratische Umsetzung der Gesetzesänderungen
- Kritik am deutschen Entwurf, der über EU-Vorgaben hinausgeht
- In Thüringen leben derzeit drei Wolfsrudel und drei Wolfspaare
- 57 Wolfsrisse und 176 getötete Nutztiere im Jahr 2025 registriert
- Boos-John: Wolf bleibt geschütztes Wildtier, Rückkehr darf kein Risiko für Landwirtschaft sein
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Leichtere Bejagung von Wölfen
- Unterstützung des Gesetzentwurfs durch den Bundesrat
- Herausforderung für die Weidetierhaltung
- Forderung nach weniger bürokratischer Umsetzung
- Kritik an deutschen Entwurf über EU-Vorgaben hinaus
- Erhaltungszustand der Art muss gesichert bleiben
- Aktuelle Population von 25 bis 30 Tieren in Thüringen
- Registrierte Wolfsrisse mit Verlust von Nutztieren
- Rückkehr des Wols darf kein Risiko für Landwirtschaft darstellen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Thüringens Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) zitiert, die die Entscheidung der Länder begrüßt und betont, dass die Rückkehr des Wolfs nicht zu einem unkalkulierbaren Risiko für die Landwirtschaft werden darf.
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