Landkreistag will Entlastung bei Eingliederungs- und Jugendhilfe

Sozialreform und kommunale Finanzen in Deutschland

() – Der Präsident des Deutschen Landkreistags, Achim Brötel, hat sich hinter die Reformempfehlungen der Sozialstaatskommission gestellt, aber zugleich geringere Pflichten für die Kommunen im Sozialbereich gefordert. „Die Landkreise stehen für eine kraftvolle Umsetzung der Empfehlungen bereit“, sagte Brötel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittagausgabe). „Unverändert bleibt allerdings: Eine Lösung der dramatischen kommunalen Finanzlage ist damit noch nicht verbunden“, bemängelte er.

Notwendig seien weitere Reformen, auch dort „wo aktuell die großen Kostentreiber sind“, mahnte der kommunale Spitzenvertreter, der auch Landrat im Neckar-Odenwald-Kreis ist. „In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Eingliederungshilfe, die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Hilfe zur Pflege zu nennen.“

Die von der Kommission empfohlene Zusammenführung von Sozialleistungen befürwortete Brötel jedoch. „Ein einheitliches Sozialleistungssystem mit weniger Zuständigkeiten und Schnittstellen bietet einen Mehrwert für alle: Es erleichtert den den Zugang zu Unterstützung und es entlastet zugleich die Verwaltung“, sagte er. „Gerade die Zusammenführung von Wohngeld, Kinderzuschlag, und Sozialhilfe wird deutlich mehr Übersicht schaffen und Brüche im Leistungsbezug vermeiden.“

Die Ausgaben der Kommunen für die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sind laut des Landkreistags im Jahr 2024 um 13,6 Prozent gestiegen, die Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe um 17,1 Prozent. Der Anstieg von Sozialausgaben trug zu dem wachsenden Finanzierungsdefizit der Kommunen bei. Diese dürfte nach verbreiteter Einschätzung im abgelaufenen Jahr auf rund 30 Milliarden gewachsen sein.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Vier junge Leute auf einer Treppe (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutscher Landkreistag, Sozialstaatskommission, Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Neckar-Odenwald-Kreis

Wann ist das Ereignis passiert?

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Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Neckar-Odenwald-Kreis.

Worum geht es in einem Satz?

Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags, unterstützt die Reformempfehlungen der Sozialstaatskommission, fordert jedoch geringere Pflichten für die Kommunen im Sozialbereich und betont die Notwendigkeit weiterer Reformen zur Verbesserung der finanziellen Lage der Kommunen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Reformempfehlungen der Sozialstaatskommission
  • Forderung nach geringeren Pflichten für Kommunen im Sozialbereich
  • Dramatische kommunale Finanzlage
  • Steigende Ausgaben für Eingliederungshilfe, Kinder- und Jugendhilfe sowie Hilfe zur Pflege
  • Anstieg der Sozialausgaben
  • Finanzierungsdefizit der Kommunen von rund 30 Milliarden Euro

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Achim Brötel unterstützt Reformempfehlungen der Sozialstaatskommission
  • Fordert geringere Pflichten für Kommunen im Sozialbereich
  • Betonung auf Umsetzung der Empfehlungen durch Landkreise
  • Kritisiert, dass keine Lösung für kommunale Finanzlage durch die Empfehlungen gegeben ist
  • Notwendigkeit weiterer Reformen, insbesondere bei Kostentreibern
  • Zustimmung zur Zusammenführung von Sozialleistungen
  • Verbesserung des Zugangs zu Unterstützung und Entlastung der Verwaltung befürwortet
  • Steigende Ausgaben der Kommunen für Eingliederungshilfe und Kinder- und Jugendhilfe
  • Anstieg der Sozialausgaben trägt zum wachsenden Finanzierungsdefizit der Kommunen bei

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Geringere Pflichten für Kommunen im Sozialbereich gefordert
  • Zurückhaltung bei der Lösung der kommunalen Finanzlage
  • Notwendigkeit weiterer Reformen in kostentreibenden Bereichen
  • Anstieg der Ausgaben für Eingliederungshilfe um 13,6 Prozent
  • Anstieg der Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe um 17,1 Prozent
  • Wachsen des Finanzierungsdefizits der Kommunen auf rund 30 Milliarden Euro
  • Bedürfnis nach einem einheitlichen Sozialleistungssystem
  • Erleichterung des Zugangs zu Unterstützung für die Menschen
  • Entlastung der Verwaltung
  • Vermeidung von Brüche im Leistungsbezug

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, der Artikel zitiert eine Stellungnahme von Achim Brötel, dem Präsidenten des Deutschen Landkreistags, der sich hinter die Reformempfehlungen der Sozialstaatskommission stellt und gleichzeitig geringere Pflichten für die Kommunen fordert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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