EU-Parlament berät über Antwort auf Trumps Grönland-Drohungen

EU-Parlament berät über Antwort auf Trumps Grönland-Drohungen

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Politik in Europa: Reaktionen auf Grönland

Straßburg () – Das EU-Parlament hat am Mittwoch über mögliche Reaktionen auf die Annexionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber der zum Königreich Dänemark gehörenden Insel Grönland beraten.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU/EVP) sieht Europa an einem Scheideweg. „Europa bevorzugt Dialog und Lösungen“, sagte sie. „Aber wir sind uneingeschränkt bereit zu handeln, sollte das nötig sein. Geeint, schnell, entschlossen.“

Trumps Drohung mit neuen Zöllen sei schlichtweg falsch. „Wenn wir jetzt in eine gefährliche Abwärtsspirale innerhalb des Bündnisses geraten, würde dies eben jene Gegner ermutigen, die wir beide so eindeutig aus unserer strategischen Landschaft fernhalten wollen“, so von der Leyen.

Für EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU) steht die Zoll-Einigung mit den USA aus dem vergangenen Jahr auf dem Spiel. „Für uns als EVP, für alle Abgeordneten ist klar, dass es keine Ratifizierung geben wird, keine Null-Prozent-Zölle, Zugang für US-Produkte in die EU, bis wir die Frage der Verlässlichkeit geklärt haben“, sagte der Christdemokrat. „Wir möchten neue Partner in der Welt finden und Europa für die Zukunft rüsten.“

Iratxe Garcia Perez, Vorsitzende der S&D-Fraktion, brachte das EU-Anti-Zwangsinstrument ins Spiel, das nicht nur die Möglichkeit für höhere Zölle gegen bestimmte Länder bietet, sondern beispielsweise auch den Zugang zu öffentlichen Aufträgen für bestimmte Länder beschränkt. „Europa muss mit einer eindeutigen Sprache der Macht antworten und Europa hat ja Macht“, sagte die Sozialdemokratin. „Wir müssen die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit den USA aussetzen und das Anti-Zwangsinstrument einsetzen und unsere Militärpräsenz auf Grönland verstärken.“ Die Liberalen und die Grünen im EU-Parlament sprachen sich ebenfalls für eine Nutzung des Anti-Zwangsinstruments aus.

Perez verwies zudem auf Artikel 42 Absatz 7 das EU-Vertrags, wonach im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung schulden. „Wir müssen einen Plan vorbereiten, damit die Europäische Union tatsächlich in der Lage ist, zur reagieren, wenn Dänemark um Unterstützung nach Artikel 42 Absatz 7 das EU-Vertrags bittet“, sagte sie. „Grönland ist nicht nur eine Nato-Frage. Es ist auch eine Frage, die die Europäische Union betrifft, und wir müssen auf diese Frage eingehen können.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Grönland am 20.01.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Ursula von der Leyen, Manfred Weber, Iratxe Garcia Perez

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

EU-Parlament, Königreich Dänemark, CDU, EVP, Ursula von der Leyen, CSU, Manfred Weber, S&D, Iratxe Garcia Perez, Anti-Zwangsinstrument, Liberale, Grüne, NATO, Europäische Union.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Straßburg, Grönland.

Worum geht es in einem Satz?

Das EU-Parlament diskutiert mögliche Maßnahmen gegen Trumps Annexionsdrohungen gegenüber Grönland, wobei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und verschiedene Fraktionsführer ein starkes und einheitliches europäisches Handeln fordern, inklusive der Nutzung von Zollinstrumenten und einer verstärkten militärischen Präsenz.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Annexionsdrohungen von Donald Trump gegenüber Grönland
  • Grönland gehört zum Königreich Dänemark
  • Politische Spannungen zwischen den USA und der EU
  • Bestehende Zoll-Einigung zwischen der EU und den USA
  • Notwendigkeit der EU, ihre Macht und Einheit zu demonstrieren
  • Überlegungen zur EU-Außenpolitik und militärischen Präsenz
  • Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags als rechtlicher Rahmen für mögliche Unterstützung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • EU-Parlament berät über Reaktionen auf Trumps Annexionsdrohungen
  • Ursula von der Leyen betont Dialog und Handlungsbereitschaft
  • Kritik an Trumps Drohung mit neuen Zöllen
  • Manfred Weber warnt vor Verhandlungsverzögerungen und verweigert Zoll-Ratifizierung
  • Iratxe Garcia Perez spricht sich für EU-Anti-Zwangsinstrument aus
  • Vorschlag, Handelsabkommen mit den USA auszusetzen und Militärpräsenz auf Grönland zu verstärken
  • Hinweis auf Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags zur Unterstützung Dänemarks

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Europa bevorzugt Dialog und Lösungen
  • Bereitschaft zu schnellen und entschlossenen Maßnahmen
  • Gefahr einer Abwärtsspirale innerhalb des Bündnisses
  • Ermutigung von Gegnern der EU
  • Zoll-Einigung auf dem Spiel
  • Keine Ratifizierung von Null-Prozent-Zöllen
  • Aussetzung von Verhandlungen über Handelsabkommen mit den USA
  • Einsatz des EU-Anti-Zwangsinstruments
  • Einschränkung des Zugangs zu öffentlichen Aufträgen
  • Verstärkung der Militärpräsenz auf Grönland
  • Vorbereitung eines Plans zur Unterstützung Dänemarks gemäß Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert, darunter von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die betont, dass Europa bereit ist, zu handeln, sollte es nötig sein.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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