Arktis-Sicherheit und Handelspolitik in Davos
Davos () – Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen (CDU), hat am Dienstag auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland sowie auf Trumps Zollankündigungen gegen EU-Staaten reagiert.
Die vorgeschlagenen zusätzlichen Zölle seien ein Fehler, insbesondere zwischen langjährigen Verbündeten, sagte von der Leyen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. „Die EU und die USA haben sich im Juli letzten Jahres auf ein Handelsabkommen geeinigt. Und in der Politik wie in der Wirtschaft gilt: Ein Deal ist ein Deal. Und wenn Freunde sich die Hand geben, muss das etwas bedeuten.“
Die EU-Kommissionspräsidentin erklärte, man betrachte die Menschen in den Vereinigten Staaten nicht nur als Verbündete, sondern auch als Freunde. „Uns in eine gefährliche Abwärtsspirale zu stürzen, würde genau den Gegnern helfen, die wir beide so entschlossen aus unserem strategischen Umfeld fernhalten wollen“, sagte sie.
Von der Leyen kündigte ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Sicherheit in der Arktis an. Das erste Prinzip dafür sei die uneingeschränkte Solidarität mit Grönland und dem Königreich Dänemark. „Die Souveränität und Integrität ihres Hoheitsgebiets sind nicht verhandelbar“, so die CDU-Politikerin. Sie will die Investitionen in Grönland und mit den USA und anderen Partnern an einer umfassenderen Sicherheit in der Arktis arbeiten.
Zudem will von der Leyen prüfen, wie man Sicherheitspartnerschaften mit Partnern wie dem Vereinigten Königreich, Kanada, Norwegen, Island und anderen stärken könne. „Schließlich bin ich der Meinung, dass sich Europa an die neue Sicherheitsarchitektur und die neuen Realitäten, mit denen wir derzeit konfrontiert sind, anpassen muss. Aus diesem Grund bereitet Europa eine eigene Sicherheitsstrategie vor, die wir noch in diesem Jahr veröffentlichen wollen. In diesem Zusammenhang aktualisieren wir auch unsere Arktis-Strategie“, erklärte sie. „Im Mittelpunkt steht dabei das Grundprinzip, dass souveräne Völker über ihre eigene Zukunft entscheiden.“
In ihrer Rede stellte von der Leyen das Mercosur-Handelsabkommen indirekt als Gegenentwurf zur Außenpolitik der US-Administration dar – ohne Trump oder die USA direkt zu nennen. Das Mercosur-Abkommen sende „eine starke Botschaft an die Welt, dass wir fairen Handel statt Zölle wählen, Partnerschaft statt Isolation, Nachhaltigkeit statt Ausbeutung – und dass wir es ernst meinen mit der Risikominderung unserer Volkswirtschaften und der Diversifizierung unserer Lieferketten“, sagte sie.
Die EU-Kommissionspräsidentin kündigte weitere Abkommen mit Australien, den Philippinen, Thailand, Malaysia und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Mit Indien sei man bereits an der Schwelle zu einem historischen Handelsabkommen, so von der Leyen. „Manche bezeichnen es als die Mutter aller Abkommen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ursula von der Leyen, Donald Trump, Europa, Grönland, Königreich Dänemark, Vereinigten Staaten, Vereinigten Königreich, Kanada, Norwegen, Island, Australien, Philippinen, Thailand, Malaysia, Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien
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Ursula von der Leyen kritisierte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die Zollankündigungen von US-Präsident Trump und betonte die Wichtigkeit von Handelsabkommen, Solidarität mit Grönland und der Entwicklung einer eigenen europäischen Sicherheitsstrategie.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Grönland
- Zollankündigungen gegen EU-Staaten durch Trump
- Erreichte Handelsabkommen zwischen EU und USA im Vorjahr
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- Notwendigkeit zur Anpassung an neue Sicherheitsarchitekturen
- Stärkung der Souveränität von Grönland und Dänemark
- Strategische Zusammenarbeit mit anderen Arktis-Partnern
- Indirekte Kritik an US-Außenpolitik durch Bezug auf Mercosur-Abkommen
- Ankündigung geplanter Handelsabkommen mit weiteren Ländern
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Ursula von der Leyen kritisiert Trumps Zölle als Fehler zwischen Verbündeten
- Betonung der Bedeutung von Handelsabkommen zwischen der EU und den USA
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- Botschaft für fairen Handel und Diversifizierung der Lieferketten
- Ankündigung weiterer Handelsabkommen mit mehreren Ländern
- Fortschritte in Verhandlungen mit Indien zu historischem Handelsabkommen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ursula von der Leyen zitiert. Sie sagte, die vorgeschlagenen zusätzlichen Zölle seien ein Fehler, insbesondere zwischen langjährigen Verbündeten.
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