Sprachkritik in der Politik 2025
Marburg () – Der Begriff „Sondervermögen“ ist zum „Unwort des Jahres“ 2025 gekürt worden.
Der Ausdruck sei seit einigen Jahren im gesellschaftlichen Diskurs präsent, teilte die Jury am Dienstag in Marburg mit. Im Jahr 2025 sei er im öffentlich-politischen Sprachgebrauch vermehrt verwendet worden und habe sehr deutlich die politischen Debatten über Staatsverschuldung und Investitionsprogramme geprägt.
Der Gebrauch des Technizismus in der öffentlichen Kommunikation verdecke, was mit ihm gemeint sei: die Aufnahme von Schulden, hieß es weiter. Die Jury kritisierte diesen Gebrauch, weil durch ihn Tatsachen verschleiert würden und wegen seiner manipulativen Wirkung. Dadurch würden demokratische Debatten über die Notwendigkeit der Schuldenaufnahme unterminiert: Verständlichkeit und Aufrichtigkeit würden hinsichtlich der aufgenommenen Schulden vermieden. Wo politische Kommunikation alle Bürger betreffe, sei das sprachkritische Einmahnen von Klarheit und Angemessenheit in der Sprache diskursethisch geboten, so die Jury.
Auch die Begriffe „Zustrombegrenzungsgesetz“ und „Umsiedlung“ landeten 2025 auf der Liste. Insgesamt gab es 2.631 Einsendungen. Unter den häufigsten Einsendungen (mehr als 10), die aber nicht zwingend den Kriterien der Jury entsprechen, waren: Babyboomer (16), Brandmauer (22), Deal (215), Drecksarbeit (91), Friedensangst (582), hocheffizienter Verbrenner (22), kriegstüchtig (42), Ladeerlebnis (154), Sondervermögen (79), Stadtbild (141), tatsächlich (20), Technologieoffenheit (36), umstritten (427), Zustrombegrenzungsgesetz (17).
Die Jury der Aktion „Unwort des Jahres“ besteht aus vier Sprachwissenschaftlern und einer Journalistin. Im jährlichen Wechsel wird sie zudem durch ein weiteres Mitglied aus dem Bereich des öffentlichen Kultur- und Medienbetriebes ergänzt.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
In dem Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, Aktion "Unwort des Jahres"
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand im Jahr 2025 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattgefunden hat, sind: Marburg.
Worum geht es in einem Satz?
Der Begriff "Sondervermögen" wurde zum "Unwort des Jahres" 2025 gekürt, da er die öffentliche Debatte über Staatsverschuldung und Investitionen unnötig verkompliziert und wichtige Sachverhalte verschleiert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zunehmende Verwendung des Begriffs "Sondervermögen" im Jahr 2025
- Präsenz im gesellschaftlichen Diskurs seit mehreren Jahren
- Einfluss auf politische Debatten über Staatsverschuldung und Investitionsprogramme
- Verwendung als Technizismus in der öffentlichen Kommunikation
- Verschleierung der Bedeutung (Aufnahme von Schulden)
- Kritik an manipulativer Wirkung auf demokratische Debatten
- Forderung nach Klarheit und Angemessenheit in der politischen Sprache
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Begriff "Sondervermögen" als "Unwort des Jahres" 2025 gekürt
- Häufige Verwendung im öffentlich-politischen Sprachgebrauch
- Prägung politischer Debatten über Staatsverschuldung und Investitionsprogramme
- Kritik an technizistischem Gebrauch in der öffentlichen Kommunikation
- Verschleierung der Bedeutung von Schulden
- Manipulative Wirkung auf demokratische Debatten
- Forderung nach Klarheit und Angemessenheit der Sprache
- Weitere Begriffe auf der Liste: "Zustrombegrenzungsgesetz", "Umsiedlung"
- Insgesamt 2.631 Einsendungen
- Jury besteht aus Sprachwissenschaftlern und Journalisten
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Begriff wird als unklar und manipulierend wahrgenommen
- Verschleierung von Tatsachen
- Unterminierung demokratischer Debatten
- Vermeidung von Verständlichkeit und Aufrichtigkeit
- Forderung nach sprachlicher Klarheit und Angemessenheit
- Kritik an der Nutzung von Technizismen in der öffentlichen Kommunikation
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Jury zitiert, die den Gebrauch des Begriffs "Sondervermögen" kritisiert und auf dessen manipulative Wirkung hinweist.
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