Ramelow wirft Zalando "Raubtier-Kapitalismus" vor

Ramelow wirft Zalando "Raubtier-Kapitalismus" vor

News - Regional - Thüringen - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Wirtschaft Thüringen: Zalando-Standort Schließungspolitik

Berlin () – Nach der angekündigten Schließung des Zalando-Standorts Erfurt wirft der frühere Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) dem Konzern „Raubtier-Kapitalismus“ vor.

„2.700 Arbeitsplätze werden zerstört“, sagte er am Donnerstag. Mit viel staatlichem Geld und massiver Unterstützung des Landes Thüringen sei der Standort Erfurt von Zalando aufgebaut worden.

Der Standort Erfurt sei nicht irgendein Standort: „Nachdem das Startup-Unternehmen Zalando aus der Region Berlin aufbrechen wollte, um Deutschland und später Europa zu erobern, war der Standort Erfurt Ausgangspunkt und Garant für diesen Erfolg.“

In seiner Zeit als Ministerpräsident habe er mit darauf hingewirkt, einen Betriebsrat aufzubauen und habe jetzt die ersten Warnstreiks der Kollegen und der Gewerkschaft Verdi mit begleitet. „Nach mehreren Anläufen, um im Gesamtkonzern zu einem Tarifvertrag zu kommen, war es jetzt endlich in Erfurt gelungen, die Streikbereitschaft zu entwickeln, und erste Streiks haben stattgefunden.“

Aber während der Kampf um einen Tarifvertrag beginne, entscheide sich der Konzern zur Schließung. Das sei „ein Schock für die Beschäftigten“.

„Um 100 Millionen Euro Gewinn zu generieren, werden nun nach dem Schlucken der Konkurrenz große Standorte geschlossen“, so Ramelow.

Die Entscheidung sei ein Schlag ins Gesicht für alle Mitarbeiter und alle Verantwortlichen in Stadt und Land. „Das ist brutaler Raubtier-Kapitalismus.“

Die Landes- und Bundesregierung seien aufgefordert, alles zu tun, um das Unternehmen zum Umdenken zu bringen.

Linken-Chefin Ines Schwerdtner forderte unterdessen von Zalando die Auszahlung von erhaltenen Subventionsleistungen an die Beschäftigten. „Der Konzern hat mehr als 22 Millionen Euro an Subventionen für die Ansiedlung in Erfurt kassiert“, sagte Schwerdtner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

„Diese Steuermillionen muss der Konzern umgehend in einen Topf einzahlen, aus dem die Mitarbeiter entschädigt werden, die hier jahrelang für wenig Geld geschuftet haben.“ Dies sei eine Frage des Respekts.

Zugleich forderte die Linken-Vorsitzende, dass Bund und Länder Subventionen an strengere Auflagen binden sollten.

„Wer subventionierte Werke und Standorte wieder schließt, muss die erhaltenen Steuergelder vollständig zurückzahlen. Es ist schließlich unser Geld, das in den Taschen der Aktionäre landet“, sagte Schwerdtner.

Es sei „pervers“, dass Zalando im vergangenen Jahr Gewinne gemeldet habe, nun aber Beschäftigte entlassen wolle.

„Der Konzern will seine Logistik wahrscheinlich an billigere Standorte verlagern, um noch höhere Profite einzustreichen. So sieht Raubtier-Kapitalismus aus“, sagte Schwerdtner.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bodo Ramelow (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Bodo Ramelow, Ines Schwerdtner

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bodo Ramelow, Linke, Thüringen, Zalando, Verdi, Ines Schwerdtner, Funke-Mediengruppe, Bund, Länder

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Berlin, Erfurt.

Worum geht es in einem Satz?

Der ehemalige Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow kritisiert die Schließung des Zalando-Standorts in Erfurt als "Raubtier-Kapitalismus", der 2.700 Arbeitsplätze gefährdet und fordert, dass Subventionsgelder an die betroffenen Mitarbeiter zurückfließen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ankündigung der Schließung des Zalando-Standorts Erfurt
  • Zerstörung von 2.700 Arbeitsplätzen
  • Entwicklung des Standorts mit staatlicher Unterstützung
  • Erfolgreiche Ansiedlung aufgrund von Subventionen
  • Vorangegangene Streiks und Tarifverhandlungen
  • Gewinnziele des Unternehmens
  • Schließung im Kontext von Profitmaximierung
  • Rückzahlung von Subventionen gefordert
  • Erwartungshaltung an Bundes- und Landesregierung
  • Kontrast zwischen Gewinnen und Entlassungen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bodo Ramelow kritisiert Zalando als "Raubtier-Kapitalismus"
  • 2.700 Arbeitsplätze werden durch die Schließung in Erfurt gefährdet
  • Ramelow betont, dass der Standort mit staatlichen Mitteln aufgebaut wurde
  • Erste Warnstreiks von Verdi und Kollegen in Erfurt haben bereits stattgefunden
  • Entscheidung der Schließung kommt während des Kampfes um einen Tarifvertrag
  • Ramelow nennt die Schließung einen "Schock für die Beschäftigten"
  • Linken-Chefin Ines Schwerdtner fordert Rückzahlung von Subventionen an Beschäftigte
  • Über 22 Millionen Euro Subventionen für Erfurt erhalten
  • Aufruf, Subventionen an striktere Auflagen zu binden
  • Kritik an Zalando für Gewinne im Vorjahr bei gleichzeitiger Entlassung von Mitarbeitern
  • Vorwurf, dass Zalando Logistik an billigere Standorte verlagern will

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Zerstörung von 2.700 Arbeitsplätzen
  • Schock für die Beschäftigten
  • Schlag ins Gesicht für Mitarbeiter und Verantwortliche in Stadt und Land
  • Aufforderung an Landes- und Bundesregierung, das Unternehmen zum Umdenken zu bringen
  • Forderung nach Auszahlung von Subventionsleistungen an die Beschäftigten
  • Rückzahlung erhaltenen Steuergelder durch Zalando
  • Forderung nach strengeren Auflagen für Subventionen
  • Verlagerung der Logistik an billigere Standorte

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bodo Ramelow zitiert. Er nennt die Schließung des Zalando-Standorts Erfurt einen "Schock für die Beschäftigten" und wirft dem Konzern "Raubtier-Kapitalismus" vor.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert