Wirtschaftliche Auswirkungen der Migrationspolitik in Deutschland
Berlin/Düsseldorf () – Führende Ökonomen warnen vor den wirtschaftlichen Folgen der von der CSU im Bundestag geforderten Verschärfung der Migrationspolitik. Laut einem Positionspapier für die anstehende Klausur der CSU-Landesgruppe sollten die meisten syrischen Flüchtlinge zurück in ihre alte Heimat geschickt werden.
„Insgesamt hängt das Beschäftigungswachstum in Deutschland komplett an Menschen mit Migrationshintergrund, während die heimische Erwerbsbevölkerung wegen der Demografie schon schrumpft“, sagte Jens Südekum, Wirtschaftsberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). „In so einer Lage macht es ökonomisch keinen Sinn, über Rückführungen im großen Stil nachzudenken.“
Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), nannte die CSU-Pläne einen „schweren Fehler mit enormen wirtschaftlichen Kosten für Deutschland“. Die große Mehrheit der seit 2015 nach Deutschland Geflüchteten sei mittlerweile ein fester Bestandteil des Arbeitsmarkts und der Gesellschaft in Deutschland. „Eine Abschiebeoffensive könnte die deutsche Volkswirtschaft erneut in die Rezession treiben, da kurzfristig mehrere Hunderttausend Jobs verloren gehen würden“, sagte der DIW-Chef dem „Handelsblatt“.
Südekum hält einzelne CSU-Forderungen zwar für nachvollziehbar, etwa wenn es um die beschleunigte Abschiebung integrationsunwilliger oder straffällig gewordener Zuwanderer geht. „Doch sie darf mit ihren Vorstellungen nicht übers Ziel hinausschießen“, sagte er. Deutschland sei „essenziell“ auf Zuwanderung angewiesen. „Der Arbeitsmarkt funktioniert in vielen Bereichen nicht mehr ohne, und das betrifft eben auch die Menschen aus Syrien.“ Fratzscher weist darauf hin, dass viele Geflüchtete heute in „systemrelevanten Berufen“ arbeiteten, zum Beispiel im Gesundheitsbereich und in der Pflege.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jens Südekum, Lars Klingbeil, Marcel Fratzscher
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CSU, Lars Klingbeil, SPD, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Handelsblatt
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Düsseldorf
Worum geht es in einem Satz?
Führende Ökonomen warnen, dass die von der CSU geforderte Verschärfung der Migrationspolitik und Rückführungen von syrischen Flüchtlingen erhebliche wirtschaftliche Risiken birgt und das Beschäftigungswachstum in Deutschland gefährden könnte, da viele Geflüchtete bereits wichtige Rollen im Arbeitsmarkt einnehmen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung der CSU nach Verschärfung der Migrationspolitik
- Rückführungen syrischer Flüchtlinge
- Anstieg der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund
- Abhängigkeit des deutschen Arbeitsmarkts von Zuwanderung
- Wirtschaftliche Konsequenzen von Rückführungen
- Integration der geflüchteten Personen in den Arbeitsmarkt
- Existenz von Arbeitskräften in systemrelevanten Berufen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Führende Ökonomen warnen vor wirtschaftlichen Folgen der CSU-Verschärfung der Migrationspolitik
- Positionspapier der CSU fordert Rückführung der meisten syrischen Flüchtlinge
- Jens Südekum betont, dass das Beschäftigungswachstum von Menschen mit Migrationshintergrund abhängt
- Südekum hält Rückführungen im großen Stil für ökonomisch unsinnig
- Marcel Fratzscher nennt CSU-Pläne einen "schweren Fehler" mit enormen wirtschaftlichen Kosten
- Mehrheit der seit 2015 Geflüchteten ist fester Bestandteil des Arbeitsmarkts
- Abschiebeoffensive könnte zur Rezession führen und Hunderttausende Jobs kosten
- Südekum sieht einige CSU-Forderungen als nachvollziehbar, warnt aber vor Übertreibung
- Deutschland ist essenziell auf Zuwanderung angewiesen
- Viele Geflüchtete arbeiten in systemrelevanten Berufen, z.B. im Gesundheitswesen und Pflege
Welche Konsequenzen werden genannt?
- wirtschaftliche Kosten für Deutschland
- mögliche Rezession
- Verlust von mehreren Hunderttausend Jobs
- negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
- Abhängigkeit von Zuwanderung in vielen Bereichen
- Beeinträchtigung systemrelevanter Berufe
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Jens Südekum äußert, dass es ökonomisch keinen Sinn mache, über Rückführungen im großen Stil nachzudenken, während Marcel Fratzscher die CSU-Pläne als "schweren Fehler mit enormen wirtschaftlichen Kosten für Deutschland" bezeichnet.
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