Politik in Berlin: Ukraine-Konflikt und Frieden
Berlin () – Der ehemalige Außenminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat vor einem „Friedhofsfrieden“ gewarnt, der nur eine Kapitulation der Ukraine besiegeln würde. „Wir Deutschen sollten wissen, was diese Art Frieden langfristig für Folgen haben kann: ein zweites Versailles, bei dem die Siegermacht dem Opfer einen Frieden aufdrückt, der in Wahrheit ein Diktatfrieden ist“, sagte er der „Bild“ (Mittwochausgabe)
Gabriel plädierte für weitere Waffenlieferungen an die Ukraine. Begründung. „Wenn Wladimir Putin die Erfahrung macht, er kann gewinnen mit militärischer Gewalt – dann wird es danach andere Länder geben, in denen er das wieder probiert.“ Daher müssten Deutschland und Europa alles daran setzen, dass Russland den Krieg nicht gewinnt.
Gabriel zeigte sich beeindruckt über die Leistungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. „Ich habe Riesenrespekt vor ihm, denn was er da in den letzten Jahren geleistet hat, mitten im Krieg selbst in gefährlichen, lebensgefährlichen Situationen, sein Land beieinanderzuhalten, den Mut nicht zu verlieren, den Menschen den Mut zu geben.“
Zugleich fürchte er jedoch um die Sicherheit des Präsidenten. „Ich hoffe, dass es ihm nicht so geht, wie vielen, die am Ende eines langen Krieges den Mut zum Frieden hatten.“ Es gebe „schlimme Beispiele dafür, dass die, die den Frieden gemacht haben, es nicht lange überlebt haben: Das war in der Weimarer Republik so mit Walther Rathenau, das war so mit Jitzchak Rabin in Israel oder Anwar al-Sadat in Ägypten“, so Gabriel. „Ich hoffe, dass Selenskyj dieses Schicksal erspart bleibt.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Schild „Stand with Ukraine“ liegt auf dem Boden (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Sigmar Gabriel, Wladimir Putin, Wolodymyr Selenskyj, Walther Rathenau, Jitzchak Rabin, Anwar al-Sadat
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Bild, Wolodymyr Selenskyj, Walther Rathenau, Jitzchak Rabin, Anwar al-Sadat
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Ukraine
Worum geht es in einem Satz?
Der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel warnt vor einem "Friedhofsfrieden" für die Ukraine und fordert weitere Waffenlieferungen, um Russlands militärische Aggression zu stoppen, während er den Mut und die Leistungen von Präsident Selenskyj bewundert, aber auch um dessen Sicherheit fürchtet.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Warnung vor einem "Friedhofsfrieden"
- Besorgnis über Diktatfrieden
- Erwägung von historischen Vergleichen (z.B. Versailles)
- Forderung nach weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine
- Aussage über Putins mögliche Aggressionen
- Respekt für Präsident Selenskyj und seine Leistungen
- Bedenken um die Sicherheit von Selenskyj
- Anspielung auf frühere Friedensmacher und deren Schicksale
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Sigmar Gabriel warnt vor einem "Friedhofsfrieden", der Kapitulation bedeutet
- Betont mögliche langfristige Folgen wie ein Diktatfrieden
- Plädiert für weitere Waffenlieferungen an die Ukraine
- Erklärt, dass ein militärischer Sieg Putins zu weiteren Aggressionen führen könnte
- Zeigt Respekt für die Leistungen von Wolodymyr Selenskyj
- Äußert Befürchtungen um die Sicherheit Selenskyjs
- verweist auf historische Beispiele von Friedensstiftern, die nach Kriegen ermordet wurden
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Warnung vor einem "Friedhofsfrieden"
- Gefahr eines Diktatfriedens
- Mögliche langfristige Folgen eines zweiten Versailles
- Notwendigkeit weiterer Waffenlieferungen an die Ukraine
- Risiko, dass Putin militärische Gewalt erfolgreich einsetzt
- Notwendigkeit, Russlands Sieg zu verhindern
- Sorge um die Sicherheit des ukrainischen Präsidenten
- Hinweis auf gefährliche Folgen für Friedensmacher in der Geschichte
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Sigmar Gabriel zitiert. Er warnt vor einem "Friedhofsfrieden" und plädiert für weitere Waffenlieferungen an die Ukraine.
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