Ex-US-Sicherheitsberater rät Ukraine von Zugeständnissen ab

Ex-US-Sicherheitsberater rät Ukraine von Zugeständnissen ab

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Geopolitik: Ukraine und US-Sicherheitsstrategie

Washington () – Donald Trumps ehemaliger Sicherheitsberater, John Bolton, hat die Ukraine vor Zugeständnissen in den Friedensverhandlungen gewarnt. „Selbst wenn man sich jetzt auf einen Deal verständigt, würden die Russen in zwei, drei Jahren eben ein drittes Mal angreifen“, sagte er dem „Spiegel“. „Das ist das strategische Dilemma, das Trump, sein Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner nicht verstehen. Sie wollen einen Deal. Es ist ihnen ziemlich egal zu welchen Bedingungen.“

Bolton bezeichnete Überlegungen der Ukraine, die Nato-Mitgliedschaft im Gegenzug für Sicherheitsgarantien aufzugeben, als „enormen Fehler“. „Ich würde das nicht akzeptieren. Trump ist noch nicht einmal verlässlich, was Artikel 5 der Nato-Charta betrifft“, sagte er. „Was sind Sicherheitsgarantien von Trump dann außerhalb des Nato-Kontextes wert? Das ist eine Illusion von Sicherheit.“

Der Ex-Sicherheitsberater zeigte sich davon überzeugt, dass Russland von einem Waffenstillstand profitieren würde. „Putin könnte die Wirtschaft stabilisieren, seine Armee wiederaufbauen.“

Bolton glaubt auch, dass der Kreml gezielt versucht, Trump zu manipulieren. „Die Russen haben Trump schon lange als das identifiziert, was Lenin einmal einen `nützlichen Idioten` nannte“, sagte er. „Putin wendet an, was er in seinem KGB-Training gelernt hat, findet die Schwächen seiner Zielperson, spielt das aus.“

Die neue Sicherheitsstrategie, die die US-Regierung vergangene Woche veröffentlich hat, hält Bolton für nicht zielführend. „Ich bezweifle, dass Trump dieses Dokument auch nur gelesen hat. Für mich liest sich das, als wäre es von Leuten um JD Vance geschrieben worden – für eine Regierung unter ihm“, sagte er. „Die Europäer müssen die Zähne zusammenbeißen und das über sich ergehen lassen.“

Bolton arbeitete für sämtliche republikanische Präsidenten seit Ronald Reagan. Während Trumps erster Amtszeit war er Nationaler Sicherheitsberater, ehe er nach 17 Monaten im Streit ausschied. Die Behörden verdächtigen ihn, vertrauliche Dokumente illegal weitergegeben zu haben. Im August führte das FBI eine Razzia bei ihm durch. Kurz darauf erhob die Staatsanwaltschaft Anklage.

Bolton sieht in dem Verfahren einen Racheakt Trumps. „Ich hatte es im Vorwort zu meinem Buch schon 2020 geschrieben: Falls Trump wiedergewählt wird, dann wird das eine Präsidentschaft der Rache. Das sehen wir jetzt“, sagte er. „In meinem Fall begann es am Tag seiner Amtseinführung, als er meinen Personenschutz einstellen ließ, den Biden mir wegen der Attentatspläne der Iraner eingeräumt hatte. Und ich bin nicht der einzige Betroffene.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Fahne der Ukraine am 15.12.2025

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Donald Trump, John Bolton, Steve Witkoff, Jared Kushner, Vladimir Putin, JD Vance, Ronald Reagan.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Nato, US-Regierung, Republikanische Partei, KGB, FBI.

Wann ist das Ereignis passiert?

15.12.2025

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Washington, Ukraine

Worum geht es in einem Satz?

John Bolton, Donald Trumps ehemaliger Sicherheitsberater, warnt die Ukraine davor, in den Friedensverhandlungen Zugeständnisse zu machen, da dies Russland nutzen könnte, um in Zukunft erneut anzugreifen und die Sicherheitsgarantien der USA unter Trump als illusorisch erachtet.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Warnung vor Zugeständnissen in Friedensverhandlungen
  • Überlegungen der Ukraine zur Aufgabe der NATO-Mitgliedschaft
  • Überzeugung, dass Russland von einem Waffenstillstand profitieren würde
  • Manipulationsversuche Russlands gegenüber Trump
  • Zweifel an der neuen Sicherheitsstrategie der US-Regierung
  • Bolton als Nationaler Sicherheitsberater unter Trump
  • Vorwurf gegen Trump, ein Racheakt seinerseits bei Anklagen gegen Bolton

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Langfristige Fragilität der Friedensverhandlungen
  • Potenzial für weiteres militärisches Vorgehen Russlands
  • Gefahr einer Instabilität in der Region
  • Illusion von Sicherheit bei Verzicht auf NATO
  • Mögliche Stärkung der russischen Wirtschaft und Militär
  • Manipulation von Trump durch den Kreml
  • Ineffizienz der neuen US-Sicherheitsstrategie
  • Verunsicherung der europäischen Länder
  • Personenbezogene Racheakte seitens Trump

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von John Bolton zitiert, der die Ukraine vor Zugeständnissen in den Friedensverhandlungen warnt und die Überlegungen der Ukraine, die Nato-Mitgliedschaft aufzugeben, als "enormen Fehler" bezeichnet.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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