Gesundheitspolitik in Berlin: Gendergerechtigkeit fördern
Berlin () – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat angekündigt, mehr gegen eine ungerechte Behandlung von Frauen und Männern in der Medizin tun und diese sogenannte „Gender Health Gap“ schließen zu wollen. „Es gibt eine im Vergleich zu Männern teilweise ungerechte Behandlung von Frauen in der Medizin“, sagte Warken der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Es ist erschreckend, dass erst seit wenigen Jahren Bedürfnisse von Frauen in klinischen Studien berücksichtigt werden.“
Frauen würden unter anderen Symptomen als Männer leiden, etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erklärte sie. „Medikamente wirken im weiblichen Körper anders als im männlichen. All das wird auch noch viel zu wenig im Medizinstudium und in der ärztlichen Ausbildung berücksichtigt. Wir müssen diese Wissenslücke schnellstmöglich schließen“, so die CDU-Politikerin.
Im Bundesgesundheitsministerium gebe es einen Fördertopf mit 11,5 Millionen Euro bis 2029, um Forschungsvorhaben für eine bessere Versorgung von Frauen voranzutreiben. „Weitere Mittel stehen im Forschungsministerium von Dorothee Bär zur Verfügung, um Forschungsprojekte zu fördern. Mir geht es aber auch politisch darum, typisch weibliche Erkrankungen oder Einschränkungen etwa durch Regelschmerzen, die Folgen von Endometriose oder der Menopause zu adressieren“, sagte Warken.
Das Beispiel aus Spanien, wo Frauen bei starken Regelschmerzen „Menstruationsurlaub“ nehmen dürfen, sieht Warken skeptisch. „Es wäre schon viel gewonnen, wenn Führungskräfte für dieses Thema sensibilisiert würden und Frauen sich während ihrer teils heftigen Beschwerden nicht zusätzlich unter Druck gesetzt fühlten.“ Denn das führe häufig dazu, dass Frauen sich erst recht für eine Teilzeit- statt Vollzeitbeschäftigung entscheiden würden. „Das kann aber nicht die Antwort sein. Deshalb habe ich einen Dialogprozess gestartet, in dem alle Seiten einbezogen werden, um dieses Thema sehr offen zu besprechen“, sagte Warken.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Nina Warken am 11.12.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Nina Warken, Dorothee Bär
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesgesundheitsministerium, CDU, Rheinische Post, Forschungsministerium, Dorothee Bär
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 11.12.2025 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Spanien.
Worum geht es in einem Satz?
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant, die ungleiche Behandlung von Frauen in der Medizin zu verbessern und die "Gender Health Gap" zu schließen, indem sie Forschung und Sensibilisierung in der medizinischen Ausbildung fördert, während sie skeptisch gegenüber dem Konzept eines "Menstruationsurlaubs" ist.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ungerechte Behandlung von Frauen in der Medizin
- Unterschiedliche Symptome bei Krankheiten (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
- Medikamente wirken unterschiedlich je nach Geschlecht
- Mangelnde Berücksichtigung weiblicher Bedürfnisse in klinischen Studien
- Wissenslücke im Medizinstudium und ärztlicher Ausbildung
- Initiativen im Gesundheitsministerium zur Förderung von Frauenforschung
- Politisches Ziel, spezifische weibliche Erkrankungen zu adressieren
- Negative Auswirkungen von Druck auf Frauen während gesundheitlicher Beschwerden
- Skepsis gegenüber Konzept von "Menstruationsurlaub" in Spanien
- Dialogprozess zur Sensibilisierung und offenen Diskussion
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Nina Warken kündigt Maßnahmen gegen ungleiche Behandlung von Frauen in der Medizin an
- Thematisierung der "Gender Health Gap" und deren Ungerechtigkeiten
- Aufruf zur Berücksichtigung weiblicher Bedürfnisse in klinischen Studien
- Förderung durch 11,5 Millionen Euro bis 2029 für bessere Versorgung von Frauen
- Weitere Mittel für Forschungsprojekte im Gesundheitsbereich
- Skepsis gegenüber "Menstruationsurlaub" als Lösung
- Initiierung eines Dialogprozesses zur Sensibilisierung und offenen Diskussion über das Thema
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ungerechte Behandlung von Frauen in der Medizin wird angesprochen
- Berücksichtigung weiblicher Bedürfnisse in klinischen Studien verbessert
- Wissenslücke im Medizinstudium und in der ärztlichen Ausbildung geschlossen
- 11,5 Millionen Euro Fördertopf für bessere Versorgung von Frauen
- Politische Adressierung von typisch weiblichen Erkrankungen
- Sensibilisierung von Führungskräften für weibliche Gesundheitsthemen
- Verringerung des Drucks auf Frauen während gesundheitlicher Beschwerden
- Dialogprozess zur offenen Diskussion über gesundheitliche Themen gestartet
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zitiert, in der sie auf die ungerechte Behandlung von Frauen in der Medizin eingeht und fordert, diese Gender Health Gap zu schließen.
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