Politik und Polizei in Baden-Württemberg
Stuttgart () – Der Untersuchungsausschuss des Landtags zu den Themen Inspekteur der Polizei und Beförderungspraxis hat nach dreieinhalb Jahren seinen Abschlussbericht vorgelegt. Das teilte die Ausschussvorsitzende Daniela Evers (Grüne) am Dienstag in Stuttgart mit.
Der über 2.000 Seiten starke Bericht behandelt drei Komplexe: den Umgang mit Vorwürfen sexueller Belästigung in Landesbehörden, die Weitergabe eines Anwaltschreibens durch Innenminister Thomas Strobl an einen Journalisten sowie die Beförderungs- und Besetzungspraxis innerhalb der Polizei Baden-Württembergs.
Im ersten Untersuchungskomplex kam eine beauftragte Ermittlerin laut Evers zu dem Ergebnis, dass es sich bei bekannt gewordenen Vorfällen sexueller Belästigung überwiegend um niederschwellige Einzelfälle ohne erkennbares strukturelles Problem gehandelt habe. Der Ausschuss empfiehlt jedoch mehrheitlich eine Dunkelfeldstudie, um das tatsächliche Ausmaß in den Behörden zu erfassen.
Die Beförderungspraxis bei der Polizei habe sich im Laufe der Arbeit zum faktischen Schwerpunkt entwickelt, so Evers.
Der Ausschuss führte zwischen Juni 2022 und November 2025 insgesamt 42 Sitzungen durch, vernahm 57 Zeugen und sichtete Akten in rund 150 Ordnern. Die Kosten beliefen sich bislang auf etwa 2,3 Millionen Euro.
Eine anonymisierte Fassung des Berichts ist online verfügbar. Der Landtag wird sich am 11. Dezember im Plenum mit den Ergebnissen befassen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizist (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Daniela Evers, Thomas Strobl
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Landtag, Ausschuss, Daniela Evers, Grüne, Polizei Baden-Württemberg, Innenminister Thomas Strobl.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand zwischen Juni 2022 und November 2025 statt. Die Ergebnisse des Ausschusses werden sich am 11. Dezember im Plenum des Landtags befassen.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Stuttgart
Worum geht es in einem Satz?
Der Untersuchungsausschuss des Landtags hat nach dreieinhalb Jahren seinen Abschlussbericht zu sexueller Belästigung, der Weitergabe eines Anwaltschreibens und der Beförderungspraxis innerhalb der Polizei Baden-Württembergs vorgelegt, in dem empfiehlt wird, eine Dunkelfeldstudie zu den Vorwürfen durchzuführen und die gestiegenen Kosten über 2,3 Millionen Euro erwähnt werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vorwürfe sexueller Belästigung in Landesbehörden
- Weitergabe eines Anwaltschreibens durch Innenminister
- Beförderungs- und Besetzungspraxis innerhalb der Polizei
- Dauerhafte Probleme im Umgang mit den genannten Themen
- Unzulänglichkeiten bei der Erfassung von Vorfällen
- Anstieg öffentlicher Aufmerksamkeit und Kritik
- Notwendigkeit zur Untersuchung von Polizeistrukturen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Es wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Dunkelfeldstudie zur Erfassung des Ausmaßes sexueller Belästigung empfohlen
- Beförderungspraxis als faktischer Schwerpunkt identifiziert
- 42 Sitzungen durchgeführt
- 57 Zeugen vernommen
- Kosten von etwa 2,3 Millionen Euro
- Anonymisierte Fassung des Berichts online verfügbar
- Landtag befasst sich am 11. Dezember mit den Ergebnissen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Ausschussvorsitzende Daniela Evers (Grüne) teilt mit, dass eine beauftragte Ermittlerin zu dem Ergebnis gekommen ist, dass es sich bei Vorfällen sexueller Belästigung überwiegend um niederschwellige Einzelfälle ohne erkennbares strukturelles Problem handelt.
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