Auswärtiges Amt steht vor großem Umbau

Auswärtiges Amt steht vor großem Umbau

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Außenpolitik-Reform im Auswärtigen Amt Berlin

() – Seinem Versprechen einer verstärkt interessengeleiteten Außenpolitik folgend lässt Außenminister Johann Wadephul (CDU) sein Ministerium umbauen. Es steht wohl eine der größten Strukturreformen des Auswärtigen Amtes in der jüngeren Vergangenheit an, bei der nicht nur Abteilungen um- oder abgebaut werden, sondern auch die Kompetenzen der Länderreferate erheblich ausgeweitet werden, wie die FAZ in ihrer Mittwochausgabe schreibt.

Der Auswärtige Dienst und sein Handeln werde dadurch konsequent auf „die außen- und sicherheitspolitischen Interessen und Ziele Deutschlands und Europas ausgerichtet“, heißt es dazu aus dem Auswärtigen Amt. Es gehe „um die Wahrung von Sicherheit, Freiheit und Wohlstand unseres Landes in sehr herausfordernden Zeiten“.

Wadephul selbst hatte am Dienstag bei einer Rede in Berlin gesagt, es brauche „einen modernen und zukunftsfähigen deutschen Auswärtigen Dienst – mit dementsprechenden Strukturen“. In einem am Dienstag an die Mitarbeiter des Ministeriums versendeten Video des Außenministers sagte Wadephul, die Strukturen und Arbeitsabläufe im seien nicht mehr in dem Maße auf der Höhe der Zeit, wie es die Herausforderungen erforderten. Veränderungen seien nie einfach, aber notwendig.

Ein zentraler Punkt der Reform ist die Aufwertung der Länderreferate. Sie sollen künftig in ihrer bilateralen Zusammenarbeit auch über alle außenpolitischen Instrumente verfügen können – also auch über die Mittel für die bilaterale Kulturzusammenarbeit oder die Stabilisierungshilfe.

Die Abteilung S, die bislang für Krisenprävention, Stabilisierung und humanitäre Hilfe zuständig war, wird demnach ganz aufgelöst. So würden in der Zentrale die Kompetenzen, Instrumente und Mittel, mit denen das Auswärtige Amt die bilateralen Beziehungen zu Ländern weltweit gestalte, in regional teils neu zugeschnittenen Länderabteilungen gebündelt, heißt es aus dem Auswärtigen Amt. Das sind: Europa, Amerika, Asien/Pazifik, Naher und Mittlerer Osten/Afrika.

In der neuen Europa-Abteilung werden künftig alle Referate für die europäischen Länder zusammengefasst, also auch der Osten Europas inklusive und Russland, die bislang in der Politische Abteilung 2 angesiedelt waren. Aus dieser soll eine reine Abteilung für Sicherheitspolitik werden, in der sicherheitspolitische Kernkompetenzen von Deutschlands Rolle in der , EU und OSZE über Abrüstung und Rüstungsexportkontrolle bis zu Cyber-Sicherheit zusammengefasst werden, wie es aus dem Auswärtigen Amt heißt.

Am Dienstag wurden die Mitarbeiter informiert über die , bis zum allgemeinen Versetzungstermin im nächsten Sommer soll die neue Struktur stehen. Neben der Reform muss das Auswärtige Amt auch noch bis 2029 acht Prozent einsparen bei den Personalkosten, das sind etwa 570 Stellen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Auswärtiges Amt (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Johann Wadephul

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:

Außenministerium, Auswärtiges Amt, FAZ, Deutschland, Europa, Nato, EU, OSZE.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Außenminister Johann Wadephul plant eine umfassende Reform des Auswärtigen Amtes, um es auf die außen- und sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands und Europas auszurichten, dabei werden die Länderreferate gestärkt und die Abteilung für Krisenprävention aufgelöst.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Versprechen einer interessengeleiteten Außenpolitik von Außenminister Johann Wadephul
  • Notwendigkeit eines modernen und zukunftsfähigen Auswärtigen Dienstes
  • Herausforderungen in der aktuellen außenpolitischen Lage
  • Unzureichende Strukturen und Arbeitsabläufe im Auswärtigen Amt
  • Aufwertung der Länderreferate für bilaterale Zusammenarbeit
  • Auflösung der Abteilung S für Krisenprävention und humanitäre Hilfe
  • Umstrukturierung der Zentrale in regional spezifische Länderabteilungen
  • Zusammenfassung der europäischen Referate in einer neuen Europa-Abteilung
  • Spezialisierung der Abteilung für Sicherheitspolitik
  • Einsparung von acht Prozent bei den Personalkosten bis 2029

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Johann Wadephul kündigt Umbau des Auswärtigen Amtes an
  • Geplante Strukturreform zur verstärkten interessengeleiteten Außenpolitik
  • Erweiterung der Kompetenzen der Länderreferate
  • Ausrichtung auf außen- und sicherheitspolitische Interessen Deutschlands und Europas
  • Wadephul fordert modernen, zukunftsfähigen Auswärtigen Dienst
  • Auflösung der Abteilung S für Krisenprävention und humanitäre Hilfe
  • Neuordnung der Länderabteilungen: Europa, Amerika, Asien/Pazifik, Naher und Mittlerer Osten/Afrika
  • Zusammenführung aller Referate für europäische Länder in Europa-Abteilung
  • Umstellung der Politischen Abteilung 2 auf reine Sicherheitsabteilung
  • Mitarbeiter informiert, neue Struktur bis Sommer 2024 geplant
  • Einsparung von 8% bei Personalkosten bis 2029, etwa 570 Stellen betroffen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Durchführung einer der größten Strukturreformen im Auswärtigen Amt
  • Aufwertung der Länderreferate
  • Bündelung von Kompetenzen, Instrumenten und Mitteln in regionalen Länderabteilungen
  • Auflösung der Abteilung S für Krisenprävention, Stabilisierung und humanitäre Hilfe
  • Zusammenfassung aller europäischen Länderreferate in einer neuen Europa-Abteilung
  • Umstrukturierung der Politischen Abteilung 2 zu einer reinen Abteilung für Sicherheitspolitik
  • Notwendigkeit, bis 2029 acht Prozent der Personalkosten einzusparen (ca. 570 Stellen)
  • Veränderung der Strukturen und Arbeitsabläufe im Auswärtigen Amt
  • Orientierung der Außenpolitik auf außen- und sicherheitspolitische Interessen Deutschlands und Europas

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme aus dem Auswärtigen Amt zitiert. Es heißt, der Auswärtige Dienst werde auf "die außen- und sicherheitspolitischen Interessen und Ziele Deutschlands und Europas ausgerichtet".

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