Rot-Grün will bundesweite Gesetzesverschärfung bei Femiziden
Veröffentlicht
Hamburg - News - Regional - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe
Gesellschaft: Femizid-Debatte in Hamburg
Hamburg () – Die rot-grünen Regierungsfraktionen in Hamburg fordern eine bundesweite Anpassung der Rechtslage, um Femizide klarer zu benennen und härter zu bestrafen. Das teilten die Fraktionen am Dienstag mit.
Hintergrund ist der SPD-Fraktion zufolge, dass im Jahr 2023 laut Bundeskriminalamt 360 vollendete Tötungsdelikte durch (ehemalige) Partnerinnen und Partner registriert wurden.
Zudem sei die Gewalt gegen Frauen im vergangenen Jahr weiter angestiegen, wie das Bundeslagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten 2024“ des Bundeskriminalamtes zeige. Besonders häufig eskaliere die Gewalt im Zusammenhang mit Trennungen.
Bisher würden Tötungen aus trennungsbedingten oder geschlechtsspezifischen Motiven häufig nicht als Mord eingestuft, so die SPD-Fraktion.
Ziel der Initiative sei es, in § 211 StGB ein eigenes Mordmerkmal für geschlechtsspezifische Tatmotive zu verankern. Dies solle den strukturellen, geschlechtsbezogenen Hintergrund dieser Taten ausdrücklich anerkennen und zu einer schuldangemessenen, härteren Bestrafung führen.
Sarah Timmann, justizpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg, betonte, dass fast jeden Tag in Deutschland ein Femizid stattfinde.
Lena Zagst, rechtspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg, ergänzte, dass in vielen Gerichtsverfahren die wahren Hintergründe von tödlicher Gewalt gegen Frauen noch immer nicht ausreichend benannt würden. Der Antrag von SPD und Grünen soll am 26. November in der Hamburgischen Bürgerschaft entschieden werden.
Straftaten gegen Frauen und Mädchen nehmen weiter zu 21. November 2025 Gesellschaft: Anstieg der Gewalt gegen Frauen in Deutschland Berlin () - Die Zahl der weiblichen Opfer von Gewalt- und anderen Straftaten steigt in der Polizeilichen…
Politisch motivierte Kriminalität steigt erneut 21. Mai 2024 Berlin () - Die Zahl der politisch motivierten Straftaten in Deutschland ist im Jahr 2023 erneut gestiegen, nachdem bereits im Vorjahr ein neuer Höchststand erreicht…
Politisch motivierte Kriminalität steigt erneut massiv 20. Mai 2025 Berlin () - Die Zahl der politisch motivierten Straftaten in Deutschland ist im Jahr 2024 erneut deutlich gestiegen, nachdem bereits im Vorjahr ein neuer Höchststand…
Zahl antisemitischer Straftaten verharrt 2024 auf hohem Niveau 5. Februar 2025 Zahl antisemitischer Straftaten verharrt 2024 auf hohem Niveau Berlin () - Die Zahl der antisemitischen Straftaten wie Gewaltdelikte, Propagandaaktionen und Volksverhetzungen verharrt in Deutschland auf…
Antisemitische Vorfälle haben in Berlin deutlich zugenommen 4. Juni 2025 Berlin () - Die Zahl antisemitischer Vorfälle hat in Berlin deutlich zugenommen. Das geht aus der Antwort des Berliner Senats auf eine parlamentarische Anfrage der…
Landeskriminalamt legt Studie zu Femiziden in NRW vor 15. August 2025 Düsseldorf () - Das Landeskriminalamt (LKA) hat im Auftrag des Innenministeriums eine umfassende Studie zu Tötungsdelikten an Frauen in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Im Fokus der Untersuchung…
Immer mehr rechtsmotivierte Vorfälle an Schulen 21. Juni 2025 Berlin () - In Deutschland hat es 2024 an jedem einzelnen Schultag mindestens zehn rechtsmotivierte Vorfälle gegeben. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung…
Importpreise im Dezember weiter mit starkem Rückgang 31. Januar 2024 Wiesbaden () - Die Importpreise waren im Dezember 2023 um 8,5 Prozent niedriger als im Dezember 2022. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte,…
Importpreise im Januar gestiegen 28. Februar 2025 Importpreise im Januar gestiegen Wiesbaden () - Die Importpreise sind im Januar 2025 um 3,1 Prozent höher gewesen als im Januar 2024. Dies war der…
Zahl der Verkehrstoten 2024 leicht gesunken 9. Juli 2025 Berlin () - Im Jahr 2024 sind in Deutschland 2.770 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen gestorben. Das waren 69 Getötete weniger als im Jahr 2023 (2.839) und…
Erzeugerpreise im Januar zurückgegangen 8. März 2024 Wiesbaden () - Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind im Januar 2024 zurückgegangen. Sie waren um 4,4 Prozent niedriger als im Januar 2023, teilte das Statistische…
Importpreise im April weniger stark zurückgegangen 31. Mai 2024 Wiesbaden () - Die Importpreise waren im April 2024 um 1,7 Prozent niedriger als im April 2023. Im März 2024 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem…
Importpreise im März weiter zurückgegangen 30. April 2024 Wiesbaden () - Die Importpreise waren im März 2024 um 3,6 Prozent niedriger als im März 2023. Im Februar 2024 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem…
Erzeugerpreise im März erneut gesunken 19. April 2024 Wiesbaden () - Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im März 2024 um 2,9 Prozent niedriger als im März 2023. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am…
CDU setzt auf Einsatz von V-Personen gegen politische Straftaten 22. Mai 2024 Berlin () - Angesichts der Rekordzahlen politisch motivierter Straftaten hat die Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag, Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU), Justizminister Marco Buschmann (FDP) aufgefordert, den…
Arbeitsgruppe soll für BKA Begriff Femizid genauer definieren 9. Oktober 2025 Gesellschaft: Femizid in Deutschland analysieren Wiesbaden () - Polizeibehörden in Deutschland wollen den Begriff Femizid genauer fassen. Allgemein versteht man darunter tödliche vorsätzliche Gewalt gegen…
Rückgang der Geburtenziffer schwächt sich deutlich ab 17. Juli 2025 Wiesbaden () - Die zusammengefasste Geburtenziffer, oft als Geburtenrate bezeichnet, ist 2024 in Deutschland auf 1,35 Kinder je Frau gesunken.Sie war damit um zwei Prozent…
Zahl antisemitischer Straftaten in NRW deutlich gestiegen 18. April 2024 Düsseldorf () - Die Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen haben 2023 im Bereich Antisemitismus insgesamt 547 antisemitische Straftaten registriert. Das geht aus dem NRW-Verfassungsschutzbericht hervor, den Landesinnenminister…
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Sarah Timmann, Lena Zagst
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: SPD-Fraktion, Grüne Fraktion, Bundeskriminalamt, Hamburgische Bürgerschaft.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 26. November statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Hamburg.
Worum geht es in einem Satz?
Die rot-grünen Regierungsfraktionen in Hamburg fordern eine bundesweite gesetzliche Anpassung, um Femizide klarer zu definieren und härter zu bestrafen, da die Gewalt gegen Frauen im Land gestiegen ist und viele solcher Tötungsdelikte bisher nicht korrekt eingestuft werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Anstieg von Tötungsdelikten durch (ehemalige) Partner
360 vollendete Tötungsdelikte im Jahr 2023 laut Bundeskriminalamt
Zunahme der Gewalt gegen Frauen im vergangenen Jahr
Eskalation der Gewalt häufig im Zusammenhang mit Trennungen
Unzureichende Einstufung trennungsbedingter oder geschlechtsspezifischer Tötungen als Mord
Initiativen zur Änderung des § 211 StGB, um geschlechtsspezifische Tatmotive zu berücksichtigen
Anerkennung des strukturellen, geschlechtsbezogenen Hintergrunds dieser Taten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Rot-grüne Regierungsfraktionen in Hamburg fordern bundesweite Anpassung der Rechtslage für Femizide
360 vollendete Tötungsdelikte durch (ehemalige) Partner im Jahr 2023 laut Bundeskriminalamt
Anstieg der Gewalt gegen Frauen im Jahr 2023
Tötungen aus trennungsbedingten oder geschlechtsspezifischen Motiven häufig nicht als Mord eingestuft
Ziel: Einführung eines eigenen Mordmerkmals für geschlechtsspezifische Tatmotive in § 211 StGB
Anerkennung des strukturellen, geschlechtsbezogenen Hintergrunds dieser Taten
Forderung nach schuldangemessener, härterer Bestrafung
Sarah Timmann: fast tägliche Femizide in Deutschland
Lena Zagst: unzureichende Benennung der Hintergründe in Gerichtsverfahren
Antrag soll am 26. November in der Hamburgischen Bürgerschaft entschieden werden
Welche Konsequenzen werden genannt?
Forderung nach bundesweiter Anpassung der Rechtslage
Klarere Benennung und härtere Bestrafung von Femiziden
Anerkennung des geschlechtsbezogenen Hintergrunds von Taten
Einführung eines eigenen Mordmerkmals für geschlechtsspezifische Tatmotive
Verbesserung der Erkennung von Hintergründen in Gerichtsverfahren
Entscheidung über den Antrag in der Hamburgischen Bürgerschaft am 26. November
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Sarah Timmann, die justizpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg, betont, dass fast jeden Tag in Deutschland ein Femizid stattfinde.