Wirtschaft: Dax entwickelt sich schwach in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Zum Wochenausklang hat der Dax nachgelassen. Der Index wurde zum Xetra-Handelsschluss mit 23.092 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem sehr schwachen Tagesstart blieb der Dax unter deutlichen Schwankungen im Minus.
„Auch wenn die 23.000er Marke im Dax heute vorerst gehalten hat, bleibt der Index aus technischer Sicht deutlich angeschlagen“, kommentierte die Marktanalystin Christine Romar, Head of Europe von CMC Markets. „Vor dem Hintergrund der anhaltenden Nervosität und Schwankungsbreite in den Indizes an der Wall Street könnte es für den Markt schwer werden, eine nachhaltige Erholung zurück über die 200-Tage-Linie zu starten. Der Schock über den Turnaround bei den US-Technologieaktien an Tag 1 nach den beeindruckenden Nvidia-Zahlen sitzt tief und dürfte die Investoren weltweit noch eine Weile beschäftigen“, sagte sie.
„Der Automatismus der vergangenen Monate, wenn nicht sogar Jahre, dass auf Kursstürze nach schlechten Nachrichten schnelle Erholungen und neue Allzeithochs folgen, könnte vorerst außer Kraft gesetzt sein. Denn während die jüngsten Rücksetzer fast ausnahmslos durch US-Präsident Trump und seine Zolltiraden gegen den Rest der Welt ausgelöst wurden und der `Taco`-Trade fast reibungslos funktionierte, ist der Anlass dieser Korrektur `hausgemacht`“, erklärte Romar. „Ohne externe Einflussfaktoren fallen die Kurse lediglich aus Angst vor zu hohen Bewertungen und weil sie zu lange zu hoch gestiegen sind.“
Wenn es schon diese Nvidia-Zahlen nicht schafften, für Beruhigung zu sorgen, stelle sich die Frage, was noch kommen müsse, so die Analystin. „Eine Zinssenkung im Dezember scheint nach den starken Arbeitsmarktdaten und nicht mehr vielen Indikatoren bis zur nächsten Sitzung eher unwahrscheinlich. Die Fed dürfte abwarten und vielleicht im Januar senken, wenn es die Datenlage dann zulässt. Und die nächste Berichtssaison, in der Bewertungen durch steigende Gewinne gerechtfertigt werden können, ist auch noch eine Weile weg.“
Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Aktien von Deutscher Börse und Symrise an der Spitze der Kursliste. Am Tabellenende fanden sich die Aktien von Rheinmetall und Siemens Energy wieder.
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Dezember kostete 30 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis sank für seine Verhältnisse deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 62,16 US-Dollar, das waren 122 Cent oder 1,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1496 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8699 Euro zu haben.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Christine Romar, US-Präsident Trump
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutscher Börse, Symrise, Rheinmetall, Siemens Energy, CMC Markets, Nvidia, Fed, US-Präsident Trump
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax hat zum Wochenausklang um 0,8 Prozent auf 23.092 Punkte nachgelassen und zeigt trotz der Verteidigung der 23.000er Marke eine angeschlagene technische Verfassung, während die Nervosität an den Märkten und die Unsicherheit über eine mögliche Zinssenkung in der Zukunft anhalten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Schwacher Tagesstart des Dax
- Nervosität und Schwankungen in den US-Indizes
- Schock über Turnaround bei US-Technologieaktien nach Nvidia-Zahlen
- Sorge vor zu hohen Bewertungen
- Fehlende externe Einflussfaktoren
- Ungewissheit über Zinssenkungen der Fed
- Nächste Berichtssaison in weiter Ferne
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Dax unter deutlichen Schwankungen im Minus
- Index aus technischer Sicht angeschlagen
- Schwierigkeiten für nachhaltige Erholung über die 200-Tage-Linie
- Nervosität und Schwankungsbreite in den Indizes
- Wegfall schneller Erholungen nach Kursstürzen
- Angst vor zu hohen Bewertungen
- Unwahrscheinliche Zinssenkung im Dezember
- Verzögerung bis zur nächsten Berichtssaison
- Aktien von Rheinmetall und Siemens Energy am Tabellenende
- Sinkender Gaspreis
- Auswirkungen auf Verbraucherpreise
- Deutlich gesunkener Ölpreis
- Schwächere europäische Gemeinschaftswährung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Christine Romar, Marktanalystin und Head of Europe von CMC Markets, kommentiert die technische Situation des Dax und die Marktbedingungen.
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